München

4/10

Grade kommich aus dem Kino. “Den neuen Spielberg” namens München angesehen. Nunja! Der herr Spielberg hat eindeutig schon bessere Filme gemacht.

Kurz die Story: Es geht um einen israelischen Mossad-Mitarbeiter der plötzlich den Auftrag bekommt mit vier anderen Agenten zusammen die Drahtzieher des Anschlags auf die israelischen Sportler bei der Olympiade 1972 umzubringen! Dessen Frau ist schwanger. Er schickt die Frau sammt inzwischen geborener Tochter zur Sicherheut nach Brooklyn. Der Auftrag geht erst relativ gut, bis einer der fünf Killer umgebracht wird. Außerdem merken die vier übrigen, dass jeder den sie liquidieren durch einen mindestens genau so schlimmen Funktionär ersetzt wird. Der Anführer der Gruppe verändert sich zunehmends. Er hat verfolgungsängst, Selbstzweifel, Angst um seine Familie, schläft kaum, das volle Agenten-Programm. Am Ende sind die Fünf nur noch zu zweit. Sie brechen den Auftrag ab, obwohl sie noch fünf Leute auf der Liste haben. Der Mossad-Mann, der übrigens Avner heißt, kehrt zurück zu Frau und Kind. Allerdings schafft er es nciht normal weiter zu leben. Er muss bei jeder (!) Tätigkeit darüber nachdenken was er getan hat, und ob es gerechtfertigt war.

So.. das Problem beid er ganzen Sache sind die “Fehler” die der Film hat. Zum Beispiel ist nie klar wo der Haupt-Informant der Killer-Gruppe seine Infos her hat, bzw. wie genau die Infos sind. Da heißt es z.B. “XY ist dann und dann in London”. Ja, und das reicht auch schon um denjenigen zu finden. ich meine London… pah! London ist doch ein kleines Kaff wo ein Arabr in Zivil sofort auffält.
Abgesehen davon stehen in der Wohnung von Avners Mutter überall diese Kerzsenständer namens Menora herum. Ein wichtiges Symbol des Judentums. Nunja, diese Menorot bestehen aus sieben einzelnen Kerzenhaltern. Die Ständer von Avners Mutter allerdings, haben alle neun einzelne Halter. Seltsam oder? Wieso platziert Steven Spielberg so auffällig in der Wohnung der Mutter des “Helden” überall dieses falsche jüdische Symbol? Soll das eine Bedeutung haben?
Was mir auch noch aufgefallen ist das das Killer-Kommando öfters mal in einen Kugelhagel kommt, ohne auch nur verletzt zu werden. Aber das kennen wir ja bereits aus so vielen anderen Action-Streifen.

Nunja, die Schlußszene mit den TwinTowern im Hintergrund von Brooklyn aus gesehen ist natürlich bezeichnend, und fast schon ein Wink mit dem Gartenzaun anstatt nur mit dem Zaunpfahl. Der Film ist technisch gut gemacht, er wirkt auch. Allerding ist man danch auch nicht klüger als vorher. Man fühlt sich nciht aufgeklärt o.ä. Das einzige Statement das der Film abgibt, ist das Töten aus Rache sinnlos ist. Bzw. Töten im Allgemeinen! Aber das wussten die meisten ja hoffentlich auch schon vorher!

7 thoughts to “München”

  1. Ich habe den Film letzte Woche gesehen und bin froh das Spielberg doch nicht alles verlernt hat ( nach “Krieg der Welten” war ich mir da nicht sicher 😉 ). Ich denke man kann den Film auf verschiedene Art und Weise sehen. Als Actionfilm z.B. fand ich die Szene mit der Bombe im Telefon und der Tochter sehr interessant und von den Stylmitteln ( den Ton zu nehmen um Betäubung auszudrücken ) sehr gut gemacht. Als Film der wie Spielberg sagt “eine Diskussion” auslösen soll wird für meinen Geschmack zuviele moralische Fragen auf einmal gestellt. Legitimierung von staatliche Gewalt? Unterwanderung des Rechtsstaats durch den Geheimdienst ( die Stille Wiedereinführung von Todesstrafen für Terroristen )? Die Trennung von Mensch und Staat ( dabei mein ich den Informanten der dies auszudrücken versucht )? Naja, im Großen und Ganzen fand ich den Film aber gelungen.

    Gruß

    Dfr0g

  2. Naja, “Krieg der Welten” war garnciht soo schlecht. Tom Cruise hat da wie fast immer gut gespielt und die “Ägdschn” war auch gut. Nur über die Stoty kann man sich streiten…

    Ähnlich wie bei “München” auch. Stephen Spielberg hat halt versucht das ganze nicht nur als Action-Streifen zu verarbeiten, sondern, wies halt seine Art ist, in das ganze nen bischen Gefühl reinzubringen! Allerdings ist ihm das nicht immer gut gelungen. Zum Beispiel fand ich es sehr absurd das Avner beim Sex mit seiner Frau der Ausgang des Attentats, also die Schießerei auf Fürstenfeldbruck durch den Kopf geht.

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