MacBook Pro – Review

Ja, ich habs ja nu schon ne ganze Weile. um genau zu sein, seit fast 9 Tagen. darum sollt ich langsam mal ein Review schreiben. Latürlich schön ohne Vernarrtheit und mit dem Hintergrundwissen, dass es auch noch andere (gute) Betriebssystem- und Hardware-Hersteller außer Apple gibt!

MacBook Pro
1.83 Ghz
512 MB DDR2
100 GB 5400 rpm
ATI Radeon X1600

1. Aussehen und Verarbeitung
Ja, das es gut aussieht wussten wir ja alles vorher. Aber es sieht eben wirklich sehr gut aus 🙂 mal ein paar Beispiele:

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Aber wie gesagt, das war ja hinreichend bekannt. Was viel mehr interessiert, ist die Verarbeitung der neuen Schmuckstücker. Ich glaube ich habe noch nie ein so gut verarbeitetes Notebook in Händen gehalten, wie mein MacBook Pro eins ist. 🙂 Alle kanten sind abschließend, nirgends steht was ab oder klappert. es knarzt nicht und es wackelt nichts. Perfekt. das einzige was es zu mäkeln gibt ist der Display-Verschluß. Der ist nämlich nicht ganz dicht:

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Mja, leider hab ich den Maßstab nicht so ganz einhalten können, aber ich denke man sieht das das Display links schön bündig abschließt und rechts ca. einen Millimeter absteht. Meiner Meinung nach ist das eindeutig zu verschmerzen. Denn das Book fühlt sich wie gesagt trotzdem stabil und wertig an. Apropos “wertig”… Die Habtik ist meiner Meinung nach genial. es fühlt sich nichts, kalt oder falsch platziert an. Alles ist am richtigen Platz und fühlt sich wunderbar an.

2. Display
Das Display war für mich eine sehr wichtige Sache. Ich wollte unbedingt ein Notebook haben, mit dem ich mich im Sommer in die Sonne setzen kann, und trotzdem noch was erkenne. Beim letzten Aldi-Notebook von Medion war ich regelrecht geschockt, weil man da sobald ein bisschen Helligkeit im Hintergrund ist, nix mehr erkennen kann. Zum Glück ist das beim MacBook Pro etwas anders. Apple verwendet auch Gott sei dank ein mattes Display und nicht so ein blödes hochglanz Teil das dauernd spiegelt. Auf jeden Fall ist das MacBook Pro heller als mein bisheriger Bildschirm. Das ist der NEC FE2111SB. Der wurde vor einigen Jahren von Chip als hellster seiner Klasse getestet. Hier mal ein Vergleich:

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Wunderbar, oder? 🙂 Bisher konnte ich auch keine Pixelfehler entdecken. Ich hab aber auch nicht gesucht. 😉
Die Ausleuchtung ist nahezu perfekt. Nur an den Kanten erkennt man ganz leicht einen Helligkeitsabfall. Aber ich denke das ist normal und weit besser als ein Durchschnitts-Notebookdisplay.

3. Geräusch- und Hitzeentwicklung
Hä? Joa… als ich es zum ersten mal angeschaltet habe, dachte ich erst es läuft garnicht. 😉 Auch in der weiteren Benutzung fällt die Lautstärke auch kaum negativ auf. Selbstverständlich ist die Festplatte hörbar, aber die ist ja meistens eh still. Das Laufwerk ist wohl mit Abstand das lauteste an dem Book. aber das ist wohl auch normal. Die beiden Lüfter das MBPs hört man nur seeehr selten. Und dazu muss man sich schon entsprechend anstellen. Denn sie sind nur dann gut hörbar, wenn die CPUs annähernd voll ausgelastet sind. Das kommt nur extrem selten vor. 🙂
Achja, fast hät ichs vergessen. ::) Was dieses ominöse Fiepsen angeht, was manche hören wollen. Ja, es ist ab und an da. Aber ich kann es nur hören wenn ich alleine Nachts bei ausgeschalteter Musik in meinem Zimmer sitze. Und auch nur dann, wenn ich mich drauf konzentriere. Es ist also wirklich praktisch nicht vorhanden.
Die Hitze ist ein anderes Thema. Links an der oberen Ecke des Gehäuses wird es ab und an richtig dolle heiß. das hängt wohl damit zusammen dass da die Festplatte drunter ist, und dort außerdem die Luft wieder rauskommt. mal sehn wie das im Sommer wird. Ich könnt mir durchaus vorstellen, dass die zusätzliche Hitze da nervig sein kann.

4. Leistung und “Workflow”
Die Leistung ist zwiespältig. Kein Wunder bei einer Doppel-Kern-CPU!? Mja, solange nur UniversalBinary-Programme laufen ist meistens alles ok. Aber sobald auch nur die kleinste PowerPC-Applikation im Hintergrund mitläuft kanns anstrengend werden. Sowohl für den Computer als auch für den der davor sitzt. Denn dann kann es dauern, und leider auch mal recht lange. Photoshop starten ist eine Tortour. Thunderbird ist eine Qual und Firefox nur halb so schnell wie Safari. Schade. ich hätte nicht gedacht dass das sooo schlimm sein wird. ich muss aber nochmals darauf hinweisen dass das Book momentan nur 512 MB Ram hat. Das ist für Rosetta entschieden zu wenig. OS X selbst soll ja laut einigen HardcoreMacies auch erst ab 1,5 MB Ram richtig Spaß machen. Mja, das merke ich manchmal. Ab und an bin ich sogar richtig enttäuscht von der nicht vorhandenen Schnelligkeit des Books. Aber wenn ich mir dann die CPU-Auslastung anschaue, ist die eigentlich nie über 50%. Wenn ich mir dagegen die Speicherauslastung anschaue, werden immer so zwischen 450 und 505 MB von 509 MB verwendet. Klar, oder? Mehr Speicher muss her! Keine Frage! Ich würde aber gerne, bevor ich teure 2 GB Speicher kaufe, das mal ausprobieren. Wobei ich mir eigentlich fast sicher bin, dass es daran liegt. Denn wenn man sich diverse Videos vom 2 Ghz MBP mit 1 GB Speicher anschaut, geht das schon deutlich besser ab. Und ich denke das liegt nicht am Prozessor. ich hab mir auch schon überlegt, ob es daran liegt dass ich die langsamere festplatte genommen hab. Also nciht die mit 7200 rpm, sondern die mit “nur” 5400 rpm. Aber angesichts dessen das die Speicherauslastung fast immer voll ist, denke ich dass es doch wirklich am Speicher liegt. Joa, ansonsten ist der “Workflow” echt gut. Ich hab am zweiten Tag gleich in Photoshop(!) ein Plakat für die Uni erstellt. Das ging wunderbar.
Das Book lässt sich wunderbar bedienen. Ich finde die Tastatur ist die beste Notebooktastatur, die mir je untergekommen ist. Der Druckpunkt ist genial. Ich denke, wenn man sich mal daran gewöhnt hat, kann man mit dieser Tastatur schneller schreiben als mit normalen “großen” Tastaturen.
Das Trackpad ist schön groß. Fast schon riesig. 🙂 Ich persönlich komme sehr gut damit zurecht. Bisher habe ich nur den einen Tag zum photoshoppen eine Maus angeschlossen. Aber ich werd mir schon noch ne kleine Notebookkabelmaus zulegen.

5. Konnektivität
Das ist ja grade bei einem Notebook auch wichtig.
In meinem Zimmer, direkt unter dem Router habe ich vollen Empfang. Das setzt auch nie aus o.ä. Deswegen hab ich mich schon gefreut. Denn nach meiner Logik sollte dann im Zimmer daneben der Empfang auch nicht wesentlich schlechter sein. Allerdings hab ich dort nur dann Empfang, wenn ich das Book direkt an die Schrankwand stelle die an der Wand zu meinem Zimmer steht. Ich bin mittel bis sehr stark verwundert warum der Empfang da so abrupt abrupft. Denn 50 cm weiter ist der Empfang klasse. Vielleicht liegt es ja daran, dass die Schrankwand fast ausschließlich aus Videokassetten besteht. Vielleicht lenken die das Signal ab, bzw. schwächen es ab. Da muss ich mich mal schlau machen. Draußen hab ich den Empfang noch nicht getestet. Aber da hab ich selbst mit unserem labilen Asus-Notebook guten Empfang. Dann wird das mit dem MacBook hoffentlich auch kein Problem sein.
Bluetooth hab ich bisher nur mit meinem Handy getestet, und das klappt nicht. Aber ih glaube das liegt am Handy (S65) das ist nämlich sonst auch inzwischen gern mal ein ziemlicher Krüppel.

6. iSight, Tastaturbeleuchtung und Mikrofon
Die eingebaute iSight macht schöne Bilder, und ist vorallem in Verbindung mit Photo Booth ein heiden Spaß! ich habe sogar schon ganze Filme damit aufgenommen. Wenn wieder Vorlesungen sind werde ich das weiter testen! 🙂
Die Tastaturbeleuchtung ist echt praktisch und außerdem auch ein nett anzusehender Luxus. Die Tastaturbeleuchtung ist übrigens auch sehr gleichmäßig ausgeleuchtet. Vielleicht kann man das ja auf einem der Bilder erkennen.

7. Akku
Zuerst war ich ziemlich enttäuscht, denn nach dem ersten Ladezyklus hatte ich nur eine Laufzeit von ca. zwei Stunden. Und das bei heruntergeschraubter Displayhelligkeit, ausgeschaltetem Bluetooth usw. Aber nuja, nach ein paar Zyklen mehr, sinds inzwischen ca. vier Stunden die das Book mitmacht. Wenns sein muss auch mal länger. ich bin sehr zufrieden damit. Ich hoffe nur dass der Akku länge hält und ich nicht schon in nem halben Jahr an nen neuen denken muss.
Das Aufladen des Akkus nimmt ca. 1:30 Stunden in Anspruch. das ist recht schnell, wie ich finde.

8. Umstellung
Bisher hatte ich ja größtenteils mit Windows zu tun. Durch und in der Uni auch mit Unix und Linux. Mit OS X bin ich nur seeehr selten in Kontakt gekommen. darum wusste ich auch nicht so recht auf was ich mich da einlasse.
ich muss aber sagen. Nach einer guten Woche fast ausschließlich OS X, klappt das doch schon ganz gut. ich finde alles was man finden muss, ich kann Programme installieren und sogar deinstallieren und ich komme mit dem Handling ziemlich gut klar. In den ersten tagen hat mir aber fast schon der Kopf gebrummt, weil eben alles so anders war. ich denke das wird auch noch seine Zeit dauern bis ich mich vollends daran gewöhnt hab und ich fast schon blind diverse übliche Handgriffe erledigen kann.
Auf jeden Fall ist dazu zu sagen, dass jeder Depp OS X fähig ist. ich glaube sogar dass man besser damit klar kommt, wenn man nicht mit Windows vorbestraft vorbelastet ist.

Bild 2

Ein weiterer großer Vorteil von OS X ist meiner Meinung nach, das es keinen Neustart benötigt. Momentan läuft das System seit mehr als vier Tagen ununterbrochen. Ich kann keine Performanceeinbusen, Datenverluste oder sonstwas feststellen. Das einfach deshalb furchtbar praktisch, weil man seinen PC binnen sekunden volleinsatzfähig zur Hand hat. Da kann man einfach mal noch schnell was nachschauen.

Sodelle, das war also mein Review zu meinem MacBook Pro. Resümierend kann ich sagen dass das Book durchaus meine Vorstellungen komplett erfüllt und es genau das richtige für mich ist. Das große ABER ist eben wie gesagt der Speicher. das muss einfach mehr rein, damit es etwas schneller wird.
Ich hoffe ich habe nichts vergessen. Falls doch noch Fragen offen geblieben sind, darf man mich gerne fragen! 🙂
Bilder habe ich bewusst nciht ganz so viele gemacht, denn es gibt schon soooo viele in den Tiefen des Internets.
Auf die Software bin ich auch nicht so näher eingegangen. Das liegt einfach daran dass die meiste Software entweder gleich wie unter Windows ist, oder ich einfach noch ne Weile brauche bis ich was dzu schriben will, kann.
Vielen gibts ja auch leider noch nicht nativ für die InteMacs. darunter sind zum beispiel die für mich so wichtigen Sachen wie:
Mozilla Thunderbird, Mozilla Firefox, HP Photosmart Treiber, Ecto, GarageSale, Eclipse, OpenOffice, Dreamweaver, Photoshop, Skype.
Ich hab bestimmt noch par vergessen. Aber das ist ja so schon ne ganze Latte! Aber das allermeiste wird wohl in naher Zukunft als UniversalBinary vorhanden sein.

©Juuro

16 thoughts to “MacBook Pro – Review”

  1. *hüpf*

    Freut mich, dass du genau die gleichen EIndrücke hast, wie ich, als ich das erste Mal mit einem Mac gearbeitet habe und dann nicht mehr davon weeg wollte!

  2. Hast alles durchgelesen? Respekt! 😉
    Hattest du auch den Eindruck dass derdiedas mehr Ram braucht? 😉 Ich glaube OS X ist eh sehr speicherhungrig. Da macht sich eben die ganze Grafik und die Animationen schon bemerkbnar.

  3. Bisher lief das auch mit nicht all zu viel RAM recht flüssig.
    Mittlerweile braucht es mehr.
    Und deines braucht halt sehr viel mehr!

    Mein eMac läuft mit 512 MB. Das merke ich schon, wenn ich die Kamera RAWs aufmache und durchschaue.
    Da sollte er mehr haben. Aber osnst laufen die Dinger sehr sehr rund!

  4. Also mein Eindruck ist halt grad recht schlecht. Das Betriebssystem ist zwar ganz nett, aber was bringts mir wenns rumlahmt wie nochwas?! Und irgendwie ists doch Schwachsinn so ein Notebook aufd en Markt zu bringen, oder? :gruebel: Denn es fühlt sich an wie wenns 3 Jahre alt ist. Das is doch keine gute Werbung für Apple.

  5. An welchem Dingens?

    An Intel kanns kaum liegen. Wie gesagt, ich ahb ein Video eines MBPs mit 2 Ghz und 1 GB gesehen. Das geht ab wie nochwas! Also scheints wohl oder übel einzig und allein am Ram zu liegen.

  6. Nojo, also wie gesagt, an der CPU ansich kanns nciht liegen, denn die ist nie auch nur zu 50% ausgelastet. Selbst wenns mal wieder hängt sind die CPUs immer so bei 10 – 40% Auslastung. Also daran kanns nicht liegen. Nur braucht halt eine PPC Anwendung unter Rosetta ca. das doppelte an Speicher als sie auf nem PowerPC bräuchte. Und bei Photoshop oderso haut das dann schon mal rein. Und HP hat ja nicht nur einen Prozess, nein die müssen ja gleich 6 oder 7 Prozesse gleichzeitig laufen haben.
    Wenn ich nur mit Intel nativen Programmen arbeite gehts, aber schnell isses auch nicht. Und momentan braucht man die alten Programme halt noch. Ich brauch zumindest Firefox, Thunderbird, Skype, HP treiber und Canon Treiber.
    Aber ich hab halt auch den Eindruck das es lahmt wenn kein PPC Programm läuft. Wenn z.B. iPhoto offen ist, dann dauert das wie gesagt erstmal ewig. Aber währenddessen kann ich kaum zwischen den Fenstern wechseln. Oder wenn ich das Dashboard öffnen will, stirbt der hier fast.
    Und gestern hatte ich nen Absturtz weil ich 199 Objekte in den Papierkorb verschieben wollte…
    Hmhmhm… manchmal denk ich da stimmt irgendwas nicht dran. Wenn mein Informatiker Kollege sein 1,83 Ghz mit 1 GB Ram hat, muss ich mal vergleichen.

  7. Also werd ich mir wenn ich nen Mac hab niemals so ein Kombigerät zulegen!
    Beschlossene Sache!
    Und was Rosetta angeht, naja, das wissen wir ja! 🙂
    Setz ihn frisch auf!

  8. Na in Zukunft werden die ja wohl hofentlich auch in UniversalBinary programmiren. Dann ists ja okay.
    Und Programme die unter Rosetta laufen sollen ab 1,5 Gb Ram schneller sein als auf nem G4.

  9. Pingback: ..:: d-brain ::..

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