Mosten

Die Apfelsaison ist zu Ende gegangen. Dieses Jahr war bei uns mal wieder Mosten angesagt. Für uns gibts immer nur alle zwei Jahre Most, weil unsere zwei Apfelbäume nur jedes zweite Jahr was abwerfen! Aber dann auch kräftig viel. Dieses Jahr 9 Säcke, also 9 Mal ca. 50 kg. Da war unser (nagelneues) Auto schön überladen. 😉 Aber wir hattens ja mit nem knappen Kilomenter nicht weit zur Mosterei. Dort angekommen wartet man meist mit anderen alteingesessenen Mostern darauf dass man dran kommt. Naja, bei uns uns wars diesmal bissl hektisch, weil wir dann plötzlich doch sofort drankamen und einem jeder irgendwelche anderen Anweisungen gibt und man selbst sich eben auch nicht soo gut auskennt. Aber am Schluß hats dann doch geklappt.
Ich hatte sogar noch etwas Zeit einige Fotos zu schießen. Wahrscheinlich müssen wir in zwei Jahren dann zu einer anderen Mosterei. Denn unser bisheriger Stammmoster wollte eigentlich dieses Jahr schon aufhören. Leider findet man selten welche bei denen man dann auch nur den Saft der eigenen Äpfel mitbekommt. Viele mischen alles zusammen und man bekommt dann seinen Teil vom Kuchen. Bei manchen kann man auch nur noch den fertigen Apfelsaft, oder noch schlimmer: Nektar oder Konzentrat, abholen.
Hier jetzt die Fotos mit Beschreibung:

Most 2006
Hier kommen die Äpfel zusammen mit etwas Wasser in den Häcksler.

Most 2006
Durch dieses Rohr links werden sie noch oben gehäckselt und aus diesem silbernen Schacht in der Mitte kommt dann der frische Apfelmatsch. Der wird dann in ein Jutetuch eingeschlagen. Zwischen jedes volle Tuch kommt eine Platte aus Holzlatten.

Most 2006
Nochmal der Häcksler mit Motor.

Most 2006
Im Hintergrund sieht man den Stapel der eingeschlagenen Jutetücher. Der kommt jetzt in die Presse. Nach dem Pressen ist der Stapel dann nur noch so hoch wie der im Vordergrund.
In den Jutetückern befinden sich jetzt fast trockenen Äpfel. Die werden auf einem Wagen ausgeschüttelt und dienen dann vermutlich als Sonntagsessen für irgendwelche Nutztiere. 🙂

Most 2006 Most 2006
Während auf der einen Seite in der Presse der Saft in ein Becken läuft gehts auf der anderen Seite wieder von vorne los.

Most 2006
Der fertige Apfelsaft bzw. Süßmost wird dann direkt in ein Fass im Auto gepumpt. Daheim wird dann der Most aus dem Auto raus in den Keller runter in die eigenen Fässer gelassen. Und da ist er dann und gärt vor sich hin bis er getrunken wird oder zu der Schnapsmaische zugeschüttet wird.

16 thoughts on “Mosten

  1. Ähm, räs = schon bissl bitter, angegohren eben. Hab noch nie halbfertigen Most getrunken. 🙂 Schmeckt das dann ähnlich wie Cidrè? Naja, das können wir ja am Donnerstag testen. 😉

  2. Es kommt auf die Qualität der Äpfel an, wie der Süßmost (=ungegorener Saft, bzw leicht angegoren) schmeckt. Bei uns steht schon seit ner Weile fertiger Most im Keller, vllt sollt ich mal ne Mostparty veranstalten – so mit deftigem Essen und so 😀

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