ADAC Fahrsicherheitstraining

Am 02.01. hab ich ein Fahrsicherheitstraining beim ADAC gemacht. Das Training fand auf einem Verkehrsübungsplatz statt der mal das Fahrerlager der Rennstrecke Solitude war.

Solitude

Morgens um sieben in strömendem Schnee-regen ging es los. Wir waren zu zweit unterwegs. Auf der Autobahn sah es geil aus. Durch die Nässe bildete sich so etwas wie ein Wasserdampftunnel um die Fahrbahn der von den ganzen Scheinwerfen angeleuchtet wurde. Das sah sehr cool aus. Leider hatte ich keinen Foto dabei. 🙂
Dort angekommen wurden wir kurz in Gruppen von ca. 10 Autos eingeteilt und schon gings raus auf die Strecke. 🙂 Dort standen wir wieder in dem angesprochenen Mistwetter und ließen uns die ersten Übungen erklären. Leider kam jetzt noch dazu dass es verdammt nass-kalt war. Aber da wir immer wieder in den Autos saßen gings.
Als erstes mussten wir einen mini Elchtest fahren. Also einfach ausweichen. Einmal mit 45, mit 50 und mit 60 km/h. Beim ersten Durchgang hatte ich einen jungen Smartfahrer als Beifahrer. Beim zweiten Durchgang bin ich bei ihm mitgefahren. Bei 60 hats uns dann mit dem Smart gleich mal ordentlich ins Gras gedreht. 🙂 Dann haben wir das ganze nochmal gemacht, wobei uns dann gesagt wurde dass wir so sanft wie möglich lenken müssen. Dann hats bei fast jedem geklappt. Auch beim Smart. 🙂
In der zweiten Übung wurden wir auf eine Rutschpartie geschickt. Dort mussten wir einschätzen wie schnell wir fahren können um mit einer Vollbremsung direkt mit der Stoßstange an einer Wasserwand zum Stehen zu kommen. Bei mir mit dem Peugeot hats zu 37 km/h gereicht. Das war eher gut. Ein Opel Astra Kombi hats grade mal auf 26 km/h gebracht.
Danach mussten wir auf der Rutschfläche ausweichen. Also quasi das selbe wie die erste Übung, nur dass der Untergrund viel rutschiger ist. Uns hats im Smart jedes Mal gedreht. 🙂 Sehr spaßig. Der Peugeot hat sich ganz gut verhalten. Mich hats nie wirklich gedreht bei dieser Übung.
Die nächste Übung war die schwerste. Wieder mussten wir auf der glatten Rutschfläche ausweichen. Aber diesmal wurde uns das Heck weggezogen. Wir mussten blitzschnell entscheiden was zu tun ist. Im Ersten Durchgang ohne jegliche Anweisungen hats fast alle gedreht, außer mich und noch einen Teilnehmer. Wenn das allerdings eine Straße gewesen wäre, wär ich gnadenlos in den Gegenverkehr oder in den graben gefahren. 😉
Die Instruktion lautete dann, dass man das Lenkrad blitzschnell in die Richtung reißen muss in die das Heck weggezogen wird. Also man soll quasi das Lenkrad ganz schnell in die Richtung reißen in die man auch fahren will. Nach dieser Info hats dann auch fast jeder hinbekommen.
Als nächstes kam eine Schwindelerregende Übung. Kreisverkehrheitzing extreme. So schnell wie möglich im Kreis fahren. So schnell dass man fast rausfliegt und dann entweder kurz und kräftig auf die Bremse hauen, oder zwei Sekunden lang die Kupplung drücken. Dadurch kommt wann wieder nach innen und weg von der gefährlichen Leitplanke oder dem noch gefährlicheren Abgrund. 🙂
Interessant war das verhalten des Golf 1 und des Twingos. Die hingen beide ganz schön in der Kurve. 🙂 Wir haben dann auch noch die Autos voll besetzt und haben die selbe Übung nochmal gemacht. Da fühlt sich der Karren schon gleich träger an! 🙂
Zum Schluss gabs dann nochmal paar Ausweichübungen und eine Demonstrationsübung zum Bremsweg.

Als Fazit muss ich sagen dass sowas einen heiden Spaß macht. 🙂 Ob ich das gelernte in der Realität wirklich so schnell abrufen und umsetzen kann weiß ich allerdings nicht. Das mit dem im kreis fahren ist wahrscheinlich das eheste was man mal brauchen kann und worauf man dann auch wirklich kommt. Ausserdem hilft einem bei fast all diesen Übungen auch die Elektronik wie ABS, ASR und ESP mehr und mehr. Was natürlich nicht heißen soll dass man sich blind darauf verlassen sollte. In extremen Situationen kann man das im Sicherheitstraining gelernte vielleicht doch mal brauchen.

Interessant fand ich auch die Reaktionen meiner Mitfahrer. Ein CLK-Fahrer meinte:”Boah geil, ich saß noch nie in nem Auto mit so nem Panorama-Dach. Das ist ja voll geil. Ganz anderes Raumgefühl. Da hat man auch so viel Platz… und bequem ist das. Cool ne Klimaanlage hats ja auch. ….und durch das ganze Licht wirkt alles noch größer und freundlicher…”
Eine Polofahrerin, auf deren 130PS-Polo in hübschem metallic dunkel-Orange ich sehr neidisch war, sagte:”Wow da hat man ja Platz wie Sau. Was ist denn das für ne Luxus-Limousine?”
Die die hinten saßen waren auch alle vom Glasdach überwältigt, denn da wirkt das ja noch bissl mehr. Als ich dann sagte dass das alles Serienausstattung ist waren sie sehr erstaunt. 🙂 Der mit dem CLK meinte dann nur noch:”Garnicht so schlecht die Franzosen inzwischen!” Hihi, find ich cool, dass sich sogar Mercedes-Fahrer von sowas beeindrucken lassen 🙂

0 thoughts to “ADAC Fahrsicherheitstraining”

  1. Ist ein tolles Gelände. War da ja auch, im Winter als es noch Schnee hatte – sprich letztes Jahr 😉
    Der war von meinem Auto so begeistert, dass er die ganze Zeit auch mal fahren wollte, weil er nicht oft nen Allrad beim Sicherheitstraining sieht 😉

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