Babel

[xrr rating=9/10]

Ich komme gerade aus dem kleinen schnuckligen Kino Arsenal in Tübingen in dem ich vorhin Babel gesehen habe. Momentan bin ich noch etwas erdrückt von det janze… Es gibt im Film vier Handlungsstränge. Zum einen ist da das relativ wohlhabende Ehepaar (Cate Blanchett und Brad Pitt), welches in Marokko Urlaub macht. Dann ist da deren Haushälterin und Kindermädchen (Adriana Barraza) die zur Hochzeit ihres Sohnes will obwohl sie auf die Kinder aufpassen muss. Als drittes gibt es noch eine Familie bzw. zwei Jungen in Marokko die Ziegen hüten sollen und Dummheiten mit Vaters neuem Gewehr machen. Die vierte im Bunde ist eine frustrierte gehörlose Japanerin (Rinko Kikuchi) die mit dem Freitot ihrer Mutter nicht fertig wird. Mit der Zeit wird klar dass all diese Problemhandlungen ineinanderverwoben sind, obwohl sie auf drei ganz unterschiedlichen Orten der Erde spielen. Der Film deckt sooo viele Problematiken unserer heutigen Zeit ab. Terrorismus, Probleme behinderter Menschen, Drogenmissbrauch, Erziehung, Verantwortung, ärztliche Versorgung, Armut, illegale Einwanderung, die USA… Das sind nur einige die mir so auf die Schnelle einfallen. Der Film thematisiert jedes dieser Probleme kurz. Manche eher von hinten durch die Brust ins Auge aber sie werden zumindest angesprochen. Aber nicht nur angesprochen, sondern vorallem miteinander verwoben. So verbinden sich dann auch nach und nach die vier Handlungsstränge. Babel fängt recht gemächlich an. Man weiß zuerst nicht so recht wie alles zusammengehört. Dazu kommt dass die Geschichten auch noch Zeitversetzt ablaufen. Aber mit der Zeit entsteht in jeder Handlung ein Höhepunkt, so dass die Spannung insgesamt immer hoch bleibt mit kleinen Verschnaufpausen in den Geschichten in denen der Spannungbogen noch aufgebaut wird oder schon am fallen ist. Das hat mich etwas an L.A. Crash erinnert. Nur dass das hier viel besser ist! 🙂 Am Ende ist Babel irgednwie sehr bedrückend. Man denkt nur noch: Die Welt ist schlecht. Wer zu Depressionen neigt sollte sich den wohl besser nicht anschauen. 😉 Dennoch ist es ein wirklich guter, überzeugender Film, mit einem anderen Brad Pitt und vielen guten Nebendarstellern. P.S. Trotzdem einen Punkt abzug, weil ich sooo bedrückende Dramen eigentlich nciht so mag. 😉 Mal sehen wie “Das Streben nach Glück” morgen wird. 🙂

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