Rock im Park 2007

Tja, eigentlich wollte ich nach dem letzten Jahr mir das nicht nochmal antun. Aber die tollen Bands und die luxuriöse Tatsache dass ich inzwischen Miteigentümer eines Campingbusses bin hat mich dann doch überzeugt.

Insgesamt waren wir so an die 20 Leute. Im Bus haben natürlich nur vier davon geschlafen. Wir vier und noch drei andere sind schon am Donnerstag gen Nürnberg mit Busle + PKW losgebraust um einen Zeltplatz für die Nachhut klarzumachen. Als wir zu zweit mit dem Busle ankamen und eigentlich auf den Wohnmobilparkplatz wollten hieß es dass der restlos voll sei und alle anderen Parkplätze ebenso. Toll. Auf gut Glück sind wir dann zu dem Parkplatz gefahren wo wir letztes Jahr geparkt haben. Dort hat man uns dann zu einem weiteren Parkplatz geschickt wo scheints noch was frei sein sollte. Und tatsächlich. 30 Meter neben der Hauptstraße war ein breiter Grünstreifen auf den wir uns stellen konnten. Dieser Platz stellte sich recht schnell als großes Glück heraus. Unsere anderen im PKW waren schon einige Stunden vor uns da und haben eine Stunde lang einen Zeltplatz für 5 Zelte gesucht. Als sie dann noch einen kleinen Platz gefunden hatten mussten sie nochmals eine Stunde mit den umliegenden Zeltbesitzern reden um die dazu zu bewegen etwas zusammen zu rücken. Wir konnten die Zelter unverständlicherweise nicht zum Wildcampen um unser Busle herum verleiten. Wobei sich da sicher kein Mensch drum geschert hätte, denn sie wären längst nicht die einzigen gewesen. Naja, dafür hatten wir mit einem kleinen Wäldchen nebenan in dem wir bequem unsere Notdurft verrichten konnten, einen ruhigen gemütlichen Ort zum Verweilen. Und mit meiner eigens für Rock im Park angeschafften Solardusche mit Wasser von der 100 m entfernten Tankstelle konnte man sogar duschen wann man wollte. Ich fands perfekt.

Aber kommen wir endlich mal zur Musik… weniger perfekt fand ich nämlich dass man das komplette Gelände durchqueren musste um zu der Center- und Alternastage zu gelangen. Mit zunehmendem Alter des Festivals wurde es immer ekliger zwischen den Dixies, Müllhalden, Menschen und Zelten durchzulatschen.
Aber ja angesichts des oben genannten Luxuses konnte man darüber getrost hinweg sehen.

Jetzt aber wirklich zur Musik. Der erste Tag, also Freitag, bestand für mich aus Velvet Revolver, Korn, Die Ärzte und Wir sind Helden. Die ersten beiden kann man vergessen. Dafür waren die Ärzte um so toller. Hat echt mal wieder einen heiden Spaß gemacht. Wie schon beim Fanta4-Konzert angemerkt haben es auch hier die alten Herren einfach drauf! Zum Beispiel hat Farin Schlagzeug gespielt und Bela ein unglaubliches Gitarrensolo hingelegt. Leider haben sie sich etwas mit der Zeit verkalkuliert, weswegen sie “Zu Spät” nicht spielen konnten.
Nach den Ärzten gab es ein riesen Gehetze, denn bei der Centerstage war für heute Schluß, also hetzten alle zur Alternastage wo Wir sind Helden angefangen hatten als die Ärzte aufhörten. Natürlich kam ich viiieel zu spät, aber das was ich noch gehört hab (ca. 5 – 10 Lieder) war genial. Auch die neuen Lieder sind live mal wieder toll. Ich würd so gerne am 21.07. zum Wir sind Helden Konzert nach Esslingen auf die Burg, aber da ist zum gleichen Zeitpunkt “Das Fest” in Karlsruhe. :-/
Am Samstag starteten wir mit TheHivesTheHivesTheHives, dann haben wir uns von Billy Talent vollplärren lassen (die sind live sooo schlecht 🙁 ). Auf der Alternastage war dann mit Jan Delay HipHop bzw. eher Funk angesagt. Das war wie erwartet sehr geil, aber leider zu kurz. Wobei das wieder gut war, denn deswegen hab ich tatsächlich noch was von Muse mitbekommen. Und das war eigentlich auch ziemlich okay. Nach Muse kamen dann mit 20 Minuten Verspätung Linkin Park. Die waren echt sehr geil. Nur fast etwas langweilig. Okay, ich hab eh nicht verstanden was die geredet haben. Aber sie haben die Lieder fast alle so gespielt wie auf den Alben. Geil wars trotzdem, denn die Musik von Linkin Park ist einfach perfekt! Nach Linkin Park war dann bei mir eigentlich die Luft raus. Aber wir sind dann doch noch zur Alternastage wo grade die White Stripes Krach machten. Die ersten Lieder empfand ich auch echt nur als Krach. Aber je länger sie spielten desto besser wurden sie! Um 0:50 Uhr kam dann auch noch Evanescence. Da waren wir dann sogar im Inneren Ring direkt vor der Bühne. Aber die fand ich irgendwie nicht so toll. Hört sich alles verdammt ähnlich an und der Bass war auch noch viel zu stark! Gerade unserem Bass-Freak war das Bass zu stark. Er ist deswegen gegangen.
Der letzte Tag begann mit den Kaiser Chiefs. Die hatten wir ja letztes Jahr hier kennen gelernt. Aber dieses Mal konnten die mich nicht so begeistern. Lag aber vielleicht auch daran dass ich mir meine Kräfte für die Beatsteaks aufheben wollte. Nachdem Mando Diao ausgesessen waren kamen sie dann auch. Und sie rockten. Spitze sind die! Harr. Zum Glück kommen die auch bei “Das Fest”. Die haben echt Stimmung in den Laden gebracht! Die Smashing Pumpkins haben wir uns dann auch noch paar Lieder lang angehört. Die kannte von uns ja bisher keiner. Joa.. eigentlich waren die garnicht so schlecht. aber recht eintönig. Placebo, mit denen sie ab und an verglichen wurden, ist deutlich besser.

Mein Fazit will ich mal so ausdrücken (in absteigender Reihenfolge):
Die Ärzte
Linkin Park
Beatsteaks
Jan Delay
Damit hat sich der betrag von 116€ wohl schon gelohnt.
Zusätzlich sei noch zu erwähnen, dass es wegen dem ganzen Regen und der schlecht organisierten Überfüllung dieses Jahr wohl besonders eklig war. Wir konnten uns das zum Glück von außen ansehen. Was bin ich froh über unsere saubere Wildsau! 🙂

Übrigens bleibe ich bei meiner Meinung: Einzelne Konzerte sind viel geiler als Konzerte auf Festivals! Da hat die Band Zeit so viel Scheiß zu machen wie sie will und so viele Zugaben zu spielen wies ihr Spaß macht. Ein Festival lohnt sich nur wenn wirklich gute Bands kommen und wenn der Preis angemessen ist. Auf jeden Fall kann ich auf die viel gepriesene Festival- Stimmung und -Party überwiegend verzichten.

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