Geliebte Jane

[xrr rating=9/10]

Endlich mal wieder eine Film-Besprechung. Irgendwie fehlte mir bislang meist die Lust. Mal sehen…

Die alte Leier… die mittelständische Familie Austen die von der Oberschicht als mittellos gesehen wird will seine jüngste Tochter unter die Haube bekommen. Die Mutter ist bestrebt sie mit dem Neffen (Laurence Fox) der benachbarten Adligen (Maggie Smith) zu vermählen. Doch die junge Jane (Anne Hathaway) denkt nicht daran, denn sie ist fest entschlossen nicht ohne Gefühle zu heiraten. Außerdem hält sie den stillen Neffen für einen Dummkopf.

So oder so ähnlich haben sich wohl viele Geschichten aus dieser Zeit um 1800 herum zugetragen. Auch Jane Austen wollte das so nicht einsehen. Sie war auch stets skeptisch dem anderen Geschlecht gegenüber. Hat sich in diesem Fall aber dann doch richtig verliebt. Der ganze Film ist eine wunderschöne Liebesgeschichte, gespickt mit Humor und Niveau. Es macht einfach Spaß da zuzuhören. Leider geht die Geschichte nicht so glücklich aus wie die meisten von Jane Austens Romanen. Trotzdem wird man versöhnlich aus dem Kino entlassen.
Der Dummkopf Neffe vom Anfang stellt sich übrigens als garnicht so dumm heraus, sondern als junger Mann der eigentlich nach genau dem selben strebt wie Jane nur sich eben nicht so gut ausdrücken kann. Schön fand ich da den Satz von ihm:”Zuneigung ist zuweilen eine zarte Blühte die Zeit braucht um zu erblühen!”

Sehr schön. Im übrigen auch schön gespielt von James McAvoy auf den ich auch schon in Abbitte gespannt bin! Anne Hathaway war natürlich auch gut, aber die fand ich ja auch schon in Der Teufel trägt Prada gut! Insgesamt ist der Film nicht ganz so gut wie Stolz und Vorurteil, aber dazu hat ja das Drehbuch quasi Jane Austen selbst geschrieben! 🙂 Ich muss unbedingt mal einen ihrer Romane lesen. Unsere Uni-Bib hat sowas doch bestimmt.

PS: Ganz allein ins Kino gehen ist besser als nicht ins Kino gehen! 🙂

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