iPhone Preise und erster Kurztest

Seit Anfang November sind die Kosten der iPhone-Verträge bekannt. Seit bald zwei Wochen ist das iPhone in Deutschland offiziell auf dem Markt. Am ersten Tag wurde das iPhone scheints 10.000 Mal in Deutschland verkauft. Ich glaube das ist eine gute Zahl. Aber ich hoffe, dass es sich insgesamt bis Weihnachten nicht so gut verkauft wie von T-Mobile und Apple erhofft. Denn für diese Tarife gehören sie beide gestraft.
Erstmal ist der billigste Vertrag mit monatlich 50€ viel zu teuer. Damit kann sich das Gerät nur vernünftig leisten wenn man sowieso viel Telefoniert oder zu den so genannten besser verdienenden gehört. Ich finde es blöd, dass die Unterhaltskosten extra teuer gemacht werden, damit die Exklusivität gewahrt wird. Wenn das Gerät auch ohne SimLock zu haben wäre, sähe es – je nach Preis – nochmal anders aus, aber so finde ich das doof.
Bei dem kleinen Vertrag sind dann auch nur läppische 40 SMS inklusive. 40!?!? Bei meinem jetzigen Vertrag (für 25€) hab ich 100 SMS inklusive und mit denen komm ich meistens grad so hin. Wenn immer eine SMS schreiben würde wann ich grade Lust hab, wären es sicher noch einige mehr. Eigentlich möchte ich bei einem Vertrag für 50€ nicht dran denken ob ich mir die SMS jetzt leisten kann oder nicht.
Ok, es ist eine Internet-Flatrate mit dabei. Mit dem schnellen Browser ist EDGE dann auch so schnell wie andere Handys mit UMTS. Man kann sogar alle T-Mobile Hotspots kostenlos nutzen. Das ist wirklich toll. Aber hier gibt es einen Haken. Wenn man mehr als 200MB pro Monat mit seinem iPhone versurft nimmt sich T-Mobile das Recht die Internetverbindung für diesen Monat zu drosseln. Hallo? Ich dachte das ist eine Flatrate und kein Volumentarif. 200MB sind ja wohl nicht sonderlich schwer zu schaffen. Da muss man nur 200 Websites pro Monat ansurfen und paar mal reloaden, dann hat man das. Gerüchten zufolge ist diese interne Funktion von T-Mobile bisher nicht aktiv. Aber falls mal einem das Netz gestrichen werden sollte der 400MB geladen hat, dann fänd ich das doch sehr unverschämt.

Dazu ein Screenshot aus dem Kleingedruckten von T-Mobile:
Screenshot
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Alles in allem muss ich sagen dass ich so auf keinen Fall ein iPhone von T-Mobile will. Manche munkeln ja, dass Anfang nächsten Jahres noch ein S-Tarif dazu kommt. Denn bisher gehts ja bei M los. Wenn das dann der jetzige M-Vertrag mit 100 SMS pro Monat ist wäre das eine Überlegung wert. 🙂

iPhone Werbung in München
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Am Wochenende kam ich zufällig an einem Gravis vorbei. Die hatten dort ein iPhone der ersten Generation in einem Glaskasten stehen. Auf Nachfrage durfte man es auch mal antouchen. Diese Gelegenheit hab ich natürlich gleich mal genutzt, weil ich ja mal die Tastatur testen wollte. Also bin ich in die SMS-Applikation und fing an. Allerdings habe ich schon für das simple Wort “mein” fünf Anläufe gebraucht. www.i-wars.net im MobileSafari war auch nicht sofort. Ist jetzt die Frage ob das mit einiger Eingewöhnungszeit besser wird. Weil mit meinem jetzigen Handy kam ich ja auch nicht sofort super klar. Die ganzen “Premium-Tester” wie David Pogue und Walt Mosberg haben ja auch berichtet dass sie mit der Tastatur erst garnicht klar kamen, aber so nach einigen Tagen wurds dann immer besser und am Ende fanden sie die Tastatur besser als bei normalen Handys. Sogar Apple selbst sagt ja, dass man “nach einigen Tagen” flüssig damit schreiben kann.

Das bestärkt mich in meinem Entschluss die Finger vom iPhone der ersten Generation zu lassen. Laut diversen Gerüchten und dem MacRumors Buyer’s Guide steht ein Hardware-Update des iPhones kurz bevor. Die MWSF (MacWorldSanFrancisco) die in 57 Tagen 1 Stunde 30 Minuten und 56 Sekunden ansteht, würde sich ja dazu anbieten. Ich wäre nicht überrascht, wenn Steve Jobs da dann ganz fascinated ankündigt, dass Apple es vollkommen überraschenderweise wie durch Zauberhand doch geschafft hat den Stromverbrauch von UMTS so in den griff zu bekommen, dass man diese Technologie in ein so tolles Handy einbauen kann. 🙂

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