Ich eß Blumen (und so)

Schon länger wollte ich einfach mal spaßeshalber als Experiment eine Weile vegetarisch leben. Aber erstmal rein ohne ethischen Hintergrund nur so um mal zu testen ob man so leben kann ohne unglücklich zu werden und um zu sehen ob sich das Befinden irgendwie verändert. Vor einer Weile begann ich mich mit jemandem zu unterhalten der schon länger vegetarisch lebt. Natürlich haben wir uns auch unter anderem darüber unterhalten. So kams dass diese Idee wieder auferstand und ich nach meinen Prüfungen, also am 15. damit beginnen wollte. Kurz darauf, glaub sogar am selben Tag, erzählte mich ein anderer Kumpel (Mädchenexperte Thomas Z. 😉 ), dass er jetzt auch wieder Vegetarier sein will. Also diskutierten wir über die Beweggründe… zwar waren wir nicht hundertprozentig einer Meinung, aber das Ergebnis war das selbe. Nur hab ich dann eben sofort angefangen das Fleisch wegzulassen anstatt erst am 15. Das war am 7. Februar.

Erstmal ist da eine gedankliche Barriere die mir sagt dass es voll schwer ist ohne Fleisch zu leben. Aber ich glaub das ist wirklich nur gedanklich. Vielleicht macht Fleisch auch irgendwie ein klein wenig süchtig… keine Ahnung. 🙂 Die ersten wenigen Tage ist das aber in Wirklichkeit garnicht so schwer. Ich bin sogar auf ganz neue “Rezepte” gekommen. Aber so nach ner Weile wenn man sich zum Beispiel zwischen Fleischsalat und Käsebrot entscheiden muss… dann wirds echt schwer. Fleischsalat ist so wahnsinnig lecker. Käse auch. Aber halt doch nicht soooo. 🙂 Das Problem ist also der Geschmack. Nen Ersatz gibts halt keinen. Und es gibt eben so viel was wegfällt und verdammt lecker schmeckt und bisher eigentlich zu meinen Leibgerichten gehörte. Gebratener Läberkäse, Maultaschen, Fleischsalat oder einfach nur ein Wurstbrot. Von daher weiß ich irgendwie nicht ob ich das ohne Wahnvorstellungen und verrückt werden lange aushalte. 🙂 Es gibt scheints so genannte Bratlinge. Die gibts im Bioladen und die bestehen aus Gemüsepampe mit Getreide und/oder Tofu und Seitan. Das wurd mir auch empfohlen. Muss ich mal testen.

Ganz arg schwierig wirds dann spätestens wenn die Grillsaison wieder losgeht. Ich mein wir haben letzten Sommer und den davor mindestens einmal pro Woche gegrillt. Eher öfter. Und naja… was soll man denn leckeres grillen so als Vegetarier? Immer nur Camembert? Oder auch Bratlinge? Hmm.. mussich auch testen. Aber so ein paar Nürnberger…

Jetzt grade liegt auch so ne schöne Packung Curry-King im Kühlschrank. Die Verlockung ist doch groß die einfach schnell mal für drei Minuten in die Mikrowelle zu schieben und zu verspeisen. Nuja… heute gibts dann vermutlich panierten Blumenkohl selbstgemachte Frühlingsrollen. Das ist auch wahnsinnig lecker. Mal sehen wie das noch wird…. 🙂

9 thoughts to “Ich eß Blumen (und so)”

  1. Falsch, ich wars zu dem Zeitpunkt schon, ich wollte es nicht erst. Wobei ich nach langem Überlegen zu dem Schluss gekommen bin nur “Hobby-Vegetarier” zu werden, denn
    1. ist ab und an Fleisch wohl ganz Gesund
    2. kann man bei weniger Fleischkonsum besser darauf achten, dass man da Tiere aus der Region, die am Besten noch etwas hinter sich habe, dass ein einigermaßen an soetwas ähnliches wie Leben erinnert
    3. wieso sollte man sich das Leben schwermachen und auf Sachen verzichten, auf die man wirklich Lust hat? Sprich, wenn ich in Zukunft Lust auf Pizza-Salami(-Baguettes) oder auf nen Krustenbraten (^^) hätte, dann gönn ich mir das auch
    4. nehme ich mir aber vor, so gut wie möglich auf Geflügel zu verzichten. Was ich bisher so in Erfahrung bringen konnte sind das wirklich die Tiere, die unter den schlimmsten Umständen gehalten werden. Sowas will ich nicht unterstützen, und wenn ich mir da manches Bild-/Videomaterial anschaue, vergeht mir dabei auch sehr der Appetit.

    Momentan ist in mir aber irgendwie der Ekel vor Fleisch noch Recht groß. Heute im Dönerladen hatte ich schon leicht Lust auf Fleisch, habe mich aber doch für den vegetarischen Döner (seeehr lecker, vor allem mti schön viel Schafskäse – habe ich in meiner ersten Vegetarierzeit (wohl vor ca. 5-10 Jahren, wars damals für ca. 2 Jahre, bis man mich dazu überredet hat, aus Gesundheitsgründen wieder Fleisch zu essen – damals war das Ausschlaggebende übrigens eine Diskussion mit meinem Onkel über die Jagd – er meinte man könne nicht auf sie verzichten, ich schon 🙂 )) entschieden und es nicht bereut.
    Die Bilder die mich vor ein paar Nächten zum Vegetarismus gebracht haben, scheinen noch nicht genug verblasst zu sein.
    Diesmal kam ich übrigens auf die Idee als ich in einer schlaflosen Nacht irgendwie auf Pferdefleisch kam, dann feststellen musste, dass tote Pferde irgendwie gar nichts mehr von ihrem Anmut & Eleganz (und das sage ich als Nichtpferdefreund – oder seht ihr das anders? http://www.universelles-leben.org/cms/typo3temp/pics/76448cd418.jpg ).
    So kam ich weiter zu Seiten auf denen die Schlachtung von Hunden und Katzen gezeigt wurden – vor allem in asiatischen Ländern – und das noch in einer Art und Weise, bei der man vor soviel Gefühlslosigkeit gegenüber der Tiere man ziemlich wütend auf diese Personen werden kann.
    Nur letztlich sehen die dort halt Katzen & Hunde als sowas an wie wir Schweine – also spricht ja gar nichts gegen den Verzehr solcher, wenn man das nun mit etwas Abstand betrachtet (von der Tierquälerei dort abgesehen!!!).

    Nur hat mich das alles so angewiedert, dass ich mich entschloss eben mal wieder kein Fleisch mehr zu essen. Dnn wäre ich etwas besseres, würde ich nur über die Zustände in China & co. meckern, mir dafür täglich nen halbes kg Fleisch oral einführe?

  2. @Zappy:
    Aber wo sind deine Gewissensbisse hin? Die sind ja jetzt quasi völlig weg…

    Joa.. auf die Jagd is ja wohl inzwischen voll und ganz zu verzichten… 🙂
    Naja klar sehen die nimmer sonderlich anmutig aus. Aber so ziemlich jedes andere Tier sind auch nicht anmutig aus wenns grad gehäutet wird.
    Joa, aber die ißt ja keine Tiere die so geschlachtet werden. Da gibts ja bei uns zum Glück Gesetze dagegen.

    Und jetzt willst nimmer meckern und dir wieder ein bissl Fleisch oral einführen?

  3. Ich bin Hobbyesser. Immer wenn ich Hunger habe esse ich. Und zwischen den Mahlzeiten bin ich Hungerstreiker. Ist wie mit dem Alkohol. Bin quasi Hobbyalkoholiker.

  4. Moment; da du ja einiges was nicht gelöscht werden sollte gelöscht hast
    oder einiges was gelöscht werden sollte noch da ist, hier ein paar
    essentielle Worte zu der Sache:

    Ich versuche weiterhin zu essen was mir schmeckt, mit
    der Einschränkung darauf zu Achten, dass
    ich möglichst wenig zu mir nehme, aus Gesundheitsgründen
    oder wenn ich Lust hab, erlaub ich mir den Verzehr dann
    trotzdem!

    Was soll da mein Gewissen dagegenhaben, wenn
    ich mir ab und an leckeres Fleisch zwischen die Kiemen schiebe anstatt
    chemischer Ersatzprodukte, oder sachen wie Soja. Das
    halte ich für deutlich gesünder. Abgesehen davon muss mein Gewis-
    sen ja dann das Leid weniger Tiere
    ertragen, was zwar nicht perfekt für es ist, aber doch eine
    relative Eingrenzung des Schadens

  5. Dann kann man aber auch nicht sagen, dass man Vegetarier ist, denn die essen nullkommanull Fleisch, Wurst,…! Es gibt genug Möglichkeiten, sein Leben so vegetarisch zu gestalten, dass man trotzdem gesund lebt. Aber es hört sich natürlich besser an, wenn man sagt, man ist Vegetarier, obwohl man eigentlich keiner ist!

  6. Klar ist es eine Verringerung des Scahdens. Aber eine noch größere Verringerung des Schadens wäre es komplett vegetarisch zu leben. Und ich versteh nicht wieso du das nicht machst wenn du eigentlich dieser Meinung bist (also der dass komplett vegetarisch Leben einen noch geringeren Schaden verursacht).
    Entweder du hast ernsthaft Angst um deine Gesundheit. Oder dir ist der Geschmack beim Essen doch wichtiger als die Tierleben.

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