My Blueberry Nights

[xrr rating=8/10]

Ein Film auf den ich mich schon seit längerem gefreut hatte. Endlich mal wieder ein schöner Liebesfilm. Dachte ich.

Elizabeth (Norah Jones) kommt in das Café von Jeremy (Jude Law) und sucht bei ihm Rat. Ihr Freund hat sie verlassen und hat auch schon eine Neue. Jeremy hört ihr zu und hilft ihr somit ein Stück weit. Sie werden sogar richtige Freunde. Elizabeth geht aber schließlich weg von New York, weil sie Zerstreuung sucht. Sie arbeitet zunächst in Memphis in zwei Lokalen. In einem Tags über in einen Nachts. Dort lernt sie den Alkoholiker Arnie (David Strathairn) kennen, der immernoch seiner Frau Sue Lynne (Rachel Weisz) nachheult von der er schon lange getrennt lebt. Elizabeth schreibt Jeremy während dessen immer wieder Postkarten und erzählt ihm was sie so erlebt und was sie sich dabei denkt. Elizabeth reist weiter mit dem Bus und fängt in einem Casino an zu arbeiten. Dort lernt sie Leslie (Natalie Portman) kennen. Die ist eine leidenschaftliche Pokerspielerin. Als Leslie Geld braucht um sich wieder in ein Spiel einzukaufen, schlägt sie Elizabeth einen Deal vor. Elizabeth gibt ihr ihr gesamtes Erspartes und erhält dafür entweder im fall das Leslie gewinnt das Geld zurück plus 1/3 des Gewinns oder im Fall das Leslie verliert den nagelneuen jaguar von Leslie. Elizabeth läßt sich drauf ein…

Norah Jones spielt ganz gut, finde ich, aber sie ist immer so die kleine zurückhaltende. Sie wehrt sich nie gegen etwas, sie macht alles was man ihr sagt. Wütend ist sie nur ganz am Anfang kurz als sie rausfindet dass ihr Freund eine Neue hat. Ansonsten zeigt sie kaum was sie grade fühlt.
Natalie Portman ist das komplette Gegenstück. Sie ist kess, überheblich und vertraut niemandem. Sie lügt sogar vorsorglich obwohl es noch gar keinen offensichtlichen Grund gibt.
Toll sind aber vor allem Rachel Weisz und David Strathairn. Die verschwinden zwar eigentlich wieder recht schnell aus dem Film, aber deren Szenen fand ich irgendwie atmosphärisch am besten. Die haben gut gewirkt.
Das beste Bild des Films war als Rachel Weisz mit Sonnenbrille auf neben ihrem Auto steht, der Hintergrund unscharf, mit einem Blick ins Ungewisse. Toll. Genial quasi. Wie ein Foto. 🙂

Der Film arbeitet viel mit Stille. Oft ist gar keine Vertonung vorhanden. Auch über sehr lange Zeit. Das wirkt ungemein. Wenn Musik läuft ist die meist sehr ruhig. Wie Musik von Norah Jones eben so ist. 🙂 Aber das passt immer.

Die Erzählweise ist anfangs seltsam. Denn es werden immer kurze Passagen ausgelassen. Also Zum Beispiel sieht man jemanden Laufen, im nächsten Moment befindet der sich in einem Laden. Wie er rein geht wird nicht gezeigt. Damit muss man erstmal zurechtkommen. Unterstützt wird diese unkonventionelle Erzählweise von der Kameraführung. Oft wird durch Glasscheiben durch oder hinter Gegenständen hervor gefilmt. Es wird viel mit unscharfen Lichtern im Hintergrund gearbeitet. Aber trotzdem oft mit schnellen Bildern und schnellen Schnitten zwischenrein. Das ganze wirkt dann aber trotzdem nicht hektisch. Eher irgednwie beruhigend.
Super Film, da kann man sich so viele Gedanken drüber machen, wieso da wie welche Technik eingesetzt wurde… 🙂

Übrigens finde ich den Namen Sue Lynne genial. Den muss ich mir merken falls ich mal eine Tochter habe. 🙂

Also abschließend gesagt war der Film anders als ich dachte denn es ist ganz und garkein normaler schöner guter Liebesfilm. Der “Blaubeerenfilm” (.-. 😉 ) ist aber ein tolles experimentelles romantisches Drama mit viel Atmosphäre und Ruhe. Auch super.

Website zum Film

2 thoughts to “My Blueberry Nights”

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