Die Geschichte vom Brandner Kaspar

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Die Geschichte vom Brandner Kaspar
via http://www.outnow.ch

IMDbDVD • www.brandnerkaspar-derfilm.de

Gestern kam ich endlich dazu mir den Brandner Kaspar anzuschauen. ICh kannte die Geschichte schon vorher und fand sie lustig/interessant. Zudem fand ich schon den Trailer genial! Bully als Tod – phänomenal! 🙂

Der Brandnerkaspar (Franz-Xaver Kroetz) ist ein “varekter Hundling” also ein äh Spitzbub quasi. Er ist 69 Jahre alt und verdient sich seinen Lebensunterhalt mit wildern. Abgesehen von einem kleinen Husten ist er kerngesund. Seine Enkelin – das Nannerl (Lisa Potthoff) – lebt bei ihm in einer beschaulichen Hütte auf einer Alm in den bayrischen Alpen. Doch eines Nachts besucht ihn eine dunkle Gestalt. Nach anfänglicher Verwunderung steht fest: Es handelt sich um den Boanlkramer (Michael Bully Herbig). Also sozusagen der Tod höchstpersönlich. Der will den Brandner mitnehmen weil es jetzt Zeit ist und ihm von höchster Stelle aufgesetzet sei! Doch der Brandner erweist sich als stuhrer Hund und weigert sich mitzukommen. Sowas hat der Boanlkramer noch nicht erlebt. Er redet sich den Mund fusselig um den Brander davon zu überzeugen mit ihm zu kommen. Dann holt der Brandner auch noch seinen Kirschgeist raus. Dem ist der Tod ganz und garnicht abgeneigt. Schnell kann er nicht mehr klar denken und dem Brandner kommt eine teuflische Idee. Er spielt mit dem Boanlkramer Karten um weitere 21 Jahre seiner Lebens. Dank den zwölf Kirschgeist die der Boanlkramer inzwischen intus hat ist es ein Leichtes für den Brandner den Tod auszutricksen. Dann steht er da, der Boanlkramer. Das erste Mal hat er einen Auftrag nicht ausgeführt. Aber er hat dem Brandner sein Wort gegeben und das will er halten. So verlässt er des Brandners Hütte unverrichteter Dinge – und sturz betrunken. Durch glückliche Umstände kann er dieses peinliche Missgeschick vor dem Erzengel Michael (Herbert Knaup) und Petrus (Jörg Hube) ersteinmal geheim halten. Der Brandner freut sich derweil wie ein junger Hirsch überschwänglich. Doch seine Freunde sollte nicht von allzulanger Dauer sein. Denn bald merkt er dass doch irgendwie alles seinen Sinn hat.

Wer mehr zu dem Film erfahren möchte soll sich den Besuch von Joseph Vilsmaier beim Interview-Podcast Stars & Hits von Bayern 3 anhören.

Die Vermutung das Bully das wahnsinnig geil spielt hat sich mehr als bestätigt. Das ist so toll. Er spielt den etwas depperten Tod wirklich großartig. Sehr lustig! 
Im ganzen Film herrscht außerdem ein Detailreichtung vor der mir sonst kaum auffällt. So wird im Himmel Blasmusikgespielt, Lederhosen getragen und alle Trinken ständig Bier. Und natürlich gibts zum Essen immer Weißwürste mit Brezn. Ab und zu fliegt sogar Mozart auf seiner extra Wolke vorbei.
Aber auch im Himmel ist nicht alles perfekt. Der Heilige Conrad Nantwein (Jürgen Tonkel) meint dauern lateinisch reden zu müssen. Das regt den eh schon etwas verdrieslichen Erzengel Michael immer ziemlich auf, weswegen die beiden sich ständig anmucken. Vorlauter vergisst Michael dann auch immer sein Feuerschwert mitzunehmen oder anzumachen. Das nevt ihn dann noch zusätzlich.
Übrigens würde Jürgen Tonkel in Wolfratshausen geboren. Das ist genau der Ort in dem seine Filmfigur, Conrad Nantwein, 1286 zum Märtyrer  gemacht wurde. irgendwie lustig, finde ich. 🙂
Die Hauptfigur wird von Franz.Xaver Kroetz auch ganz fantastisch gespielt. Dafür dass der Ewigkeiten nichtmehr in einem Kinofilm mitgespielt hat, hat er sich sein Talent echt bravourös erhalten.

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