Watchmen – Die Wächter

[xrr rating=6/10]

Watchmen
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Zum ersten mal von Watchmen gehört habe ich als sich Warner und Fox um die Verwertungsrechte gestritten haben. Das war ungefähr Ende letzten Jahres. Sie haben sich ja dann aber doch sehr schnell geeinigt. Fox wird wohl einiges von Warner von den Einnahmen bekommen.

1985. In Nixons fünfter Amtszeit steht die Welt kurz vor ihrem letzten Krieg. Der alles vernichtende Atomkrieg zwischen der Sowjetunjon und den USA steht kurz bevor. Selbst der durch einen Strahlenunfall zu gottgleichem Wesen mutierte Dr. Manhattan (Billy Crudup) kann ihn vermutlich nicht abwenden. Die maskierte Superhelden-Truppe Watchmen wurde per Gesetz daran gehindert ihren Job zu tun und darf somit garnichts unternehmen. Doch es kommt Bewegung in die Sache als einer der Watchmen, der Comedian (Jeffrey Dean Morgan), aus seinem Wolkenkratzer-Apartment geworfen wird. Der letzte aktive Watchman Rorschach (Jackie Earle Haley) stellt sofort Nachforschungen an und warnt seine ehemaligen Kollegen. Und tatsächlich kommen sie einer Verschwörung auf die Schliche …

Am Anfang wird man erstmal mit Bildergschichtchen konfrontiert damit man versteht wie was zusammenhängt, wieso es die Watchmen gibt, wie sie entstanden sind und was sich seiht ihrer Entstehung geändert hat. Dann prügelt sich der Comedian mit dem schwarzen Mann. Hier sieht man schon sehr gut wer der Regisseur ist: Der selbe wie bei 300. Einige hübsche kleine Slow Motions geben dieser Szene das gewisse etwas. Ich mag das ja. Ich fand 300 auch schon toll – vom Schnitt her. Die Story war halt leider besch… nicht so gut. Naja, auf jeden Fall dacht ich an dieser Stelle ‘Ui, das wird ein hübsch anzuschauender Action-Film mit etwas Hirn’. Aber irgendwie ist dann kaum noch was mit Action. Hirn gibts zwar, aber das wurde mir zu langweilig transportiert. Der Film geht stolze 160 Minuten, was echt lang ist, und es passiert jetzt nicht so unglaublich viel. Nur müssen da noch einige Nebengeschichten drumrum erzählt werden. Wies Dr. Manhattans verflossenen geht, was er den ganzen Tag so Treibt, Silk Spectre II (Malin Akerman) und Nite Owl II (Patrick Wilson) kommen sich näher, Rorschachs Kindheit…. Das dauert. Es wird erst wieder voll und ganz interessant als sich die restlichen Watchmen außer Ozymandias (Matthew Goode) wieder zusammenraufen und Rorschach aus dem Gefängnis befreien und Dr. Manhattan auf dem Mars schmollt. Dem Film hätte es gewiss gut getan alles etwas zu straffen. Weil so ansich war er nicht schlecht. Aber halt zu langweilig stellenweise.

Toll fand ich Rorschach. Der ist ein Hardliner der seiner Ideologie nachgeht egal was kommt. Er bleibt sich auf ewig treu auch wenns unbequem wird. Er ist auch für die harten Szenen im Film zuständig. Aber ich finde die Härte die er mitbringt tut dem Film sehr gut. Sonst hätte ich ihn vermutlich noch langweiliger gefunden. Und solangs nicht überhand (haha! 😉 ) nimmt hab ich ja nix gegen bissl “Splatterelemente”. 🙂

Genervt hat mich die Silk Spectre II. Die hat nicht nur nen doofen Namen sondern ist irgendwie auch voll die dusslige Kuh. Eigentlich ist die im Film nur wichtig, damit auch mal ab und zu ne hübsche Frau durchs Bild huscht und man eine Sexszene einbauen konnte. Apropos… diese hat mich sehr an 300 erinnert. Ich glaub dem Zack Snyder machts Spaß Sexszenen zu drehen. Die sind bei ihm immer so lang und ohne Zensuren obwohl sie nicht wirklich wichtig für den Film sind.

Auf die Musik muss ich noch eingehen. Ganz toll fand ich als bei der Beerdigung des Comedians “The Sound of Silence” von Simon & Garfunkel läuft und man so einen typischen steinernen Friedhofsengel im Regen sieht. Das macht eine wundertolle ruhig nachdenkliche Stimmung. Im Trailer lief auch mal Muse. Hab ich aber im Film leider garnicht bemerkt. “99 Luftballons” von Nena find ich jetzt garnicht so befremdlich wie meine Mitseher. Zu dem ersten näherkommen von Laurie und Dan passt das meiner Meinung nach ganz gut. Weil ihr Treffen irgendwie etwas pubertär unbeholfen wird. Ich glaube das wirkt auf uns nur komisch weil wir den Text verstehen.

Die Comic-Fangemeinde hat den Film ja sehnsüchtig erwartet, zumal der Comic von Alan Moore und Dave Gibbons auf dem der Film basiert auch recht angesehen zu sein scheint. Ich denke wenn man den Comic kennt bzw. sich Comics dieser Art interessiert kann man den Film schon wirklich gut finden. Alle anderen haben nix verpasst wenn sie Watchmen nicht gesehen haben.

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