WALL•E

[xrr rating=6/10]

WALL•E
via http://www.outnow.ch

WebsiteIMDbTrailerAmazon DVDAmazon OSTThomas Newman - Wall-E

Endlich hab ich auch mal WALL•E gesehen. Ich war ein halbes Jahr total hibbelig weil ichs kaum erwarten konnte bis er in den Kinos kommt. Ich wollte ihn sogar in England anschauen weil ich eh grad dort war und er da paar Wochen früher anlief. Aber irgendwie hab ichs in England dann nicht geschafft, und als ich wieder hier war lief er ja auch noch recht lang. Aber irgendwie hatte ich keine rechte Lust mehr. Vorahnung?

Die Geschichte kennt ja inzwischen glaube ich jeder. Die Erde wurde von den Menschen völlig verschmutzt. Sie haben sich auf ein riesiges Raumschiff gerettet. Derweil sollen Aufräumroboter sauber machen und aufräumen. WALL•E ist so einer. Über die Jahrhunderte hat er eine Persönlichkeit entwickelt. Er geht mit einer Art Handtasche zur Arbeit und füllt sie über den Tag mit Dingen die er interessant findet. Eines Tages schickt das Menschenraumschiff einen futuristischen Erkundungsroboter namens Eve zur Erde um herauszufinden ob es wieder Pflanzen und damit eine Grundlage für menschliches Leben gibt. WALL•E ist von Eve begeistert und verfolgt sie auf Schritt und tritt …

Die Story gibt halt leider nicht sooo viel her. Aber bisher hats Pixar fast immer geschafft auch aus einer nicht so tollen Story einen wenigstens guten Film zu machen. Diesmal ist er nur Mittelklasse. Eigentlich strotzt ein Pixar Film vor Ideen die gewitzt sind und auf die man im Traum nie gekommen wäre. Diesmal reicht es über einen Feuerlöscherspritzenden Roboter nicht hinaus.

Nette Ideen gibts trotzdem. Zum Beispiel fliegt das Erkundungsraumschiff als es von der Arde zurück zum Mutterschiff fliegt durch einen Krank von Weltraumschrott. Da ist auch Sputnik 1 dabei. Das war der erste Satellit. Außerdem tönt aus WALL•E wenn er aufwacht der Mac-Startsound. Vermutlich eine Hommage an Namensgeber Steve Jobs der da ja noch so eine Zweitprojekt hat. Abgesehen von diesen Details ist WALL•E wohl der erste Pixar-Film in dem ein Problem der heutigen Zeit thematisiert wird.

Aber ansonsten ist einfach zu wenig Witz drin. Keine Ideen bei denen um die Ecke gedacht wurde. Der Kurzfilm Burn-E der sich auch auf der WALL•E-DVD als Extra befindet ist da deutlich raffinierter als der eigentliche Hauptfilm. Schade, ich fand die beiden letzten Pixar-Filme nämlich schon nicht so gut wie “Findet Nemo” oder “Die Monster AG”. Ich hatte gehofft dass es am Regisseur liegt und Andrew Stanton nach zwei nicht ganz soo tollen Brad Bird Filmen wieder an seine alten Filme anknüpfen kann. War nicht so. Ich würde sogar soweit gehen und sagen dass WALL•E seit “Findet Nemo” der schlechteste Pixar Film ist. Nuja, mal sehen wie “Oben” wird. Wobei ich den Titel schon bescheuert finde. 😉

Trotzallem gibt es einige interessante Aspekte aus der Produktion der Films. Zum Beispiel hatten die in der Rohfassung des Film perfekt berechnete Kameraeinstellungen drin. Das sah aber zu glatt aus. Darum haben sie sich echte Kameras geschnappt und analysiert was ein guter Kameramann anders macht als eine perfekt computerberechnete Kamera. Da haben sich dann kleine kaum wahrnehmbare Bewegungen herausgestellt. Die sind aber für unser Auge so wichtig dass das den Eindruck der Szenen merklich beeinflusst. Darum wurde dann in die ganzen Szenen noch ein paar “Fehler” reingerechnet und es sah besser aus. 🙂

Auf der DVD ist eine kurze Dokumentation drauf in der gezeigt wird wie die Sounddesigner vorgegangen sind um die ganzen Roboter-Töne zu erzeugen. Ich hätte ja gedacht die haben da einfach mit ihren elektronischen Knöpfchen rumgespielt und haben die Sounds so erzeugt. Aber Ben Burtt, Chef-Sounddesigner, ist in das Disney-Archiv gegangen und hat sich da alte Soundmaschinen angeschaut. Für was für Geräusche die früher alles Maschinen gebaut haben: Regen, Laufen, Züge, Wind. Auch in WALL•E kommen noch so altmodische Methoden zum Einsatz. Einige der Roboter-Töne wurden erzeugt indem lange Eisenfedern angeschlagen wurden und dann schnell zusammen gedrückt oder auseinander gezogen wurden. Die Grollgeräusche wurden mit Donnerplatten erzeugt und sogar eine der alten Windmaschinen kam zum Eisnatz.

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