Pixelmator vs. Photoshop

Bis heute morgen mochte ich Pixelmator eigentlich sehr. Die Photoshop-Alternative für den Mac sieht gut aus, ist billig und lässt sich leicht bedienen. Aber bis gestern hab ich noch nie größere Sachen damit gemacht. Ich wollte mich an diesem Tutorial versuchen. Das Problem ist, dass Pixelmator einem den ganzen Arbeitsspeicher vollrotzt. Die Datei hat am Ende so ungefähr 20 Ebenen. Das ist nicht wirklich viel. Das Bild ist mit 3456 × 2298 Pixeln zwar relativ groß aber auch nicht übermäßig. Pixelmator verbraucht quasi pro Ebene 100 MB Ram. Also über 2 GB. Wenn man dann am Ende des Tutorials alle Ebenen dupliziert und zu einer Ebene vereint, dann muss man Glück haben wenn Pixelmator das hinbekommt. Mir ist es dabei mindestens drei mal abgestürzt. Abgesehen davon ist es unglaublich langsam bei so Sachen wie eine Fläche mit einer Farbe füllen.

Am Ende lief es darauf raus, dass ich das was ich hatte als *.psd abgespeichert habe (nach weiteren Abstürzen von Pixelmator) und das ganze in Photoshop zu Ende gebracht habe. Das gute alte Photoshop CS3 für den Mac hat für die klitze gleiche Arbeit nie mehr als 1000 MB verbraucht und war nie langsam. Es gab nie Wartezeiten. Auch nicht beim Ebenen duplizieren.

Fazit: Pixelmator ist nicht wirklich eine Photoshop-Alternative. Man kann damit schnell mal eine Skizze zeichnen, ein Bild verkleinern (geht aber auch mit Vorschau), was ausschneiden, solche Kleinigkeiten eben. Aber richtig ernsthafte auch nur halbwegs professionelle Projekte kann man damit nicht durchführen. Der Autor des Tutorials schreibt am Ende auch noch “The purpose of this tutorial was to demonstrate that you can do nearly anything in Pixelmator.” Toll. Man kann zwar viel damit machen, aber nur wenn man viieel Zeit und Geduld, oder einen extrem leistungsfähigen Rechner hat. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das auf einem Mac Pro mit 16 GB Ram gut läuft. Vielleicht sogar schon mit 8 GB. Aber der Sinn eines 40€-Programms kann doch nicht sein sich nen 2500€-Computer anschaffen zu müssen damit man wirklich was damit anfangen kann.
Also auf die beiden Pixelmator-Brüder wartet noch ne ganze Menge Arbeit wenn sie Photoshop ernsthaft Konkurrenz machen wollen!


0 thoughts to “Pixelmator vs. Photoshop”

  1. Das es keine Photoshop ist, sagen sie ja auch deutlich. Aber das sich Pixelmator schon an einem normale 6 MP Bild so verschluckt ist schon blöd.

  2. Ich verstehe es nicht ganz… du bemängelst beim Pixelmator die schlechte Verwaltung des RAMs? Und deswegen ist es keine ernsthafte Konkurrenz für Photoshop? Mal ehrlich, wer das Programm wirklich ernshaft nutzen möchte wie du in deinen Beispiel beschrieben, der hat sowieso mind. 4 GB RAM. Außerdem kommen in relativ kurzen Intervallen Bug Fixes bzw. Updates raus. Das Problem müsste mit der aktuellsten Version ohnehin nicht mehr bestehen. Zeit für ein Pixelmator vs Photoshop Part 2….

  3. Hi Martin,

    ich hatte damals 4 GB Ram. ich habe mit Pixelmator 1.5 gestestet. Inzwischen ist nur Pixelmator 1.5.1 erschienen und in den Releasenotes steht nix von memory management. Ich werde es aber nochmal testen. Inzwischen mit nem iMac mit 8Gb Ram. Aber ich glaube nicht, dass sich das Ergebnis großartig geändert hat. Ich würde mich allerdings freuen, falls es doch so ist. 🙂

  4. was habt Ihr gegen Pixelmator? Jetzt in V2.x klasse
    Alternativ noch GIMP
    Und man spart sich die 1000 für das PS Monster mit immer teureren Updates

  5. Ich hab nix gegen Pixelmator! Ist ein feines Programm und verdient Unterstützung. Aber Photoshop hat halt trotzdem Jahre Vorsprung! Pixelmator holt zwar auf, kann aber halt noch nicht ganz mithalten.

    Ich hab inzwischen nen iMac mit 8GB Ram und trotzdem kommt Pixelmator (v. 1.6.2, also die aktuellste) bei mehreren Gruppen und Layern ins Ruckeln bei ner Bildgröße von 3700 × 2100 Pixeln. Photoshop CS3(!) kommt damit klar.

    Übrigens wirds Version 2 erst später im Jahr mal geben. Und auch nur im Mac App Store. Also momentan ist noch 1.6.x aktuell.

    Aber ich denke man kann davon ausgehen, das Pixelmator weiter aufholen wird und auch mal für die Belange der meisten Anwender mit Photoshop gleichziehen wird. Das ist ja immer davon abhängig welche kleinen Special-Features (die Photoshop nunmal massenhaft hat) man braucht. Bei mir selbst hängts ja nur daran, dass Pixelmator bei großen Bildern schlapp macht.

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