Frauenquote in Unternehmen

Die Telekom hat vor ein paar Tagen eine Frauenquote in der Führungsriege eingeführt. Das bedeutet, dass ein bestimmter Anteil der oberen Belegschaft weiblich sein muss. Wenn also eine weibliche Mitarbeiterin das Unternehmen verlässt muss wieder eine Frau die Stelle besetzen um die Quote zu halten. Und genau das ist in meinen Augen das Problem. Wenn es auf diese Stelle keine guten weibliche Bewerberinnen gibt, muss man sie wegen der Quote mit schlechter qualifizierteren Kräften besetzen. Das hat zur Folge dass es ein Leistungs- und/oder Kompetenzgefälle geben kann.

Ich finde es gut wenn in einem Unzernehmen gleich viele Frauen wie Männer arbeiten. Aber nur wenn sich dies so frei entwickelt und nicht durch einen selbst auferlegten Zwang herbei geführt wird.

Man sollte einfach den Bewerber auswählen der einem am besten zusagt, ganz unabhängig vom Geschlecht.

Anstatt einer solchen Quotenlösung sollte man lieber im Bildungssystem Schauen wie man für Frauen Anreize schaffen kann um sie auch zu höheren Positionen zu bewegen.

Jedoch glaube ich eh, dass es ein völliges Gleichgewicht nie geben wird. Denn wenn man eine Führungsposition inne hat, hat man wenig Zeit. Somit bleibt auch kaum Zeit für Kinder. Und es ist nunmal biologisch so, dass Frauen beim Kinderkriegen mehr eingespannt sind als Männer. 😉 Natürlich gibt es heutzutage Mutterschaftsschutz und solche Dinge, trotzdem denke ich dass man in einem solchen Job ganz schön aus der Bahn geworfen wird, wenn man auch nur einige Monate weg ist.

3 thoughts on “Frauenquote in Unternehmen

  1. Ich halte Frauenquoten eher für kontraproduktiv. Solange Männer glauben, dass Frauen künstliche Quoten brauchen um in einem Unternehmen Fuß zu fassen, werden sie nie wirklich akzeptiert werden. Man sollte lieber wirklich etwas für Gleichberechtigung tun, statt zu glauben mit soetwas wirklich etwas zu bewegen. Wieso bezahlt man Frauen nicht endlich anständig und richtet mehr Betreuungsangebote für Kinder ein, die auch flexibel genug auf die Arbeitszeiten der Eltern reagieren können? Alles andere ändert gar nichts und verschlechtert die Nachwuchssituation in “gebildeten Schichten” nur weiter.

  2. eine Geschlechterquote kann schon etwas bringen. Es ist ja nicht so, dass Frauen grundsätzlich sagen ich will nicht Aufsichtsratmitglied sein. Viel mehr ist es ja wohl so, dass Frauen einfach solche Stellen weniger oft angeboten bekommen.
    Naütlich wäre das beste, die Unternehmen würden den Besten einstellen, unabhängig vom Geschlecht und obwohl es eigentlich unlogisch ist, machen Sie es wohl doch nicht.
    Also ich finde es schon okay wenn Stiftungen und AGs ab einer gewissen Größe ihren Aufsichtsrat und ihr Management Board mit sagen wir mind. 30% Frauen und mind. 30% Männer zu besetzten müssen. Da ist dann noch spielraum drin, wenn mal wirklich kein Mann für einen Posten geeignet ist, das eben noch eine Frau den Posten einnimmt (ist übrigens Absicht).
    Unsere Gesellschaft bewegt sich ja in die richtige Richtung nur eben zu langsam, eine Geschlechterquote könnte als Beschleuniger wirken.

  3. Frauen sind evolutionär anders entwickelt als Männer. Das wird nicht nur beim Körperbau jeder einsehen, vielmehr bedingen genetisch und gesellschaftlich auf Frauen anderswirkende Einflüsse all das, was unsere lieben Frauen gemein haben. Führungsstärke, Durchsetzungsvermögen und Standfestigkeit, ja sogar eine gewisse Art Aggressivität sind nun oft “Einstellungskriterien” für Entscheider/innen-Positionen in großen Unternehmen. Haben unsere Frauen DAS gemein ?
    Diese liebenswerten, wonnigen Geschöpfe, die aufopferungsvoll unseren Kindern mit stoischer Geduld jeden Winkelzug dieser Welt hundertfach erörtern ? Wie sollen sie hart, ungeduldig in ewiger Gier führen ? Ist das vereinbar ?
    Auch wenn Frauen ihre Sprunghaftigkeit zum Teil produktiv einsetzten können, z.B. um Abends von “Mama” auf “Eheweib” umzuschalten, ist, schon durch die hormonellen Schübe während der Menstruation bedingt, keine konstante Führungsqualität zu erwarten.
    Den Damen wird also nicht geholfen, hieft man sie durch derartige Quoten auf die Posten. Frau kommt zuerst einmal mit dem schlechten Gewissen nicht zurecht – die anderen haben sich ihre Position ja erarbeitet. Unsicherheit macht schlechte Chefs, schon wird die Frau nicht ernst genommen und scheitert letztendlich kläglich ob der Quote. Dabei hätte sie im Nachhinein ganz sicher lieber, wie gewohnt subordiniert für den alten Chef gearbeitet, dessen väterlicher Art konnte sie ohnehin nicht widerstehen.
    Eben ganz, wie es unseren lieben Damen dankenswerterweise und gottgegeben in die Wiege gelegt wurde.

    Gewidmet allen Ehemännern von Frauen in Quotenposten,
    Philipp

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