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Liebe Die Ärzte, seit ca. 6 Stunden besitze ich euer neues Album auch. Derweil musste ich es 6 mal durchhören und auch alle Videos zu den 16 Songs anschauen. Habe bisher nur Pinkelpausen gemacht. Ich glaube ich stelle einen neuen Dauerhörrekord auf. Nach der ersten Auskopplung ZeiDverschwÄndung hab ich ja befürchtet, dass das auch auch nicht so dolle wird. Zum Glück weit gefehlt.

Ist das noch Punkrock?

Die Ärzte-typischer Start in das Album. Mit einem – ähem – “starken” ersten Satz. Wundervoll toll finde ich das pseudo-dilletantische Rufen-Singen von Farin. Und super für die Dynamik ist der auf einen Schlag so langsame Refrain. (5/5)

Bettmagnet

Spricht die Problematik an, dass wenn man mal im Bett versumpft ist, da so schnell nimmer von selbst rauskommt. Kann man hören. Ist aber nix besonderes. (3/5)

Sohn der Leere

Ein Lied von Rod mit dem ich mal wieder wenig anfangen kann. Ich kann mir überhaupt garnicht zusammenreimen um was es da auch nur im entferntesten gehen soll. Das kann ich bei Farin zwar oft auch nicht (Unscharf, Atem), aber da ist die Musik dann wenigstens nicht so düdelig. (2/5)

TCR

Es geht darum, dass die Ärzte sie um “den Rock” kümmern, wärend wir Fans so unserem Kram nachgehen. Super genialer Song. Farin spielt mit allen möglichen Geschwindigkeiten, Lautstärken und Rock-Arten. Ich hör das Lied jetzt schon zum 6. Mal und ich bekomme bei dem so schön plötzlich leisen “Wir kümmern uns um den Rock” immernoch eine Gänsehaut. Hach das wir auch live super geil. Farin the Publikum-Diktator galore! 😀 Nebenbei ist der Titel auch eine kleine Reminiszenz an Elvis. Der hat wohl immer mit TCB – “Taking care of business” unterschrieben, seine Flugzeuge und sonstige Gegenstände bedrückt. Hier heißts halt: Taking care of Rock. Awesome! (5/5)

Das darfst du

Ein Bela Lied. Selber denken und so. Nichts machen weil mans halt macht. Gutes Thema, aber relativ langweiliges Lied. Außerdem hab ich immer das Gefühl, dass ich den Song schon von seinem ersten Solo-Album kenne. (3/5)

Tamagotchi

Da hat der Rod mal nen Knüller rausgehauen. Also zumindest für Rod-Verhältnisse. 😉 Es geht wirklich um das was der Titel verspricht. Eigentlich total sinnlos. Aber dieses hoch gesunge “Tamagotchi! Tamagotchi!” zusammen mit dem trashigen Synthi-Gesäusel ist schonwieder so bescheuert, dass es witzig ist. (4/5)

M&F

Wie viele schon richtig angemerkt haben steht dieser Song in der Tradition von Männer sind Schweine und Lasse reden. Ich finde er ist aber musikalisch weitaus besser als seine beiden Vorgänger. Extrem poppig und auch fast schon wieder trashig. Erinnert etwas an 3 Tage Bart. Der Refrain haut einen nach dem ganzen Uuuhuhuhuuu dann so richtig um. Ein Urlaub’scher Wortschwall in seiner höchsten Ausprägung und dazu nicht nur wundervolles Flamenco-Geklatsche, sondern auch noch in einer Melodie die kein internationaler Hit-Schreiber besser hingekriegt hätte. (5/5)

Freundschaft ist Kunst

Ja, Bela. Was is das denn jetzt wieder? Für mich kommt der Song rüber wie “Shit ich sollte noch nen Song machen, ach schreib ich mal irgendwas auf…”. Aaaaber dafür ist diesmal die Musik zum Text ganz gut. (3/5)

Angekumpelt

Das soll wohl ein kleiner Seitenhieb auf Facebook und Co. sein. Jeder will dein Freund sein und so. Nicht so spannend, Herr Gonzales. (2/3)

Waldspaziergang mit Folgen

Da musste ich schon vor drei Wochen lachen als ich den Titel zum ersten mal gelesen hatte. Mir war sofort klar, dass so ein dämlicher Titel nur vom Herr Urlaub kommen kann. Mann muss sich das mal auf Englisch vorstellen: A Walk in the Woods with Consequences. Großartig! 😀 Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass es bei diesem Lied um (einen) Gott geht. Ich deute das Lied so, wie wenn er sagen will, dass er es verwunderlich aber verständlich findet wenn man an Gott glaub, aber das für ihn nix ist. Man kann es aber sicher auch so deuten, dass es ziemlich gefährlich ist wenn man ein einen Gott glaubt. Da kann man auf jeden Fall noch ne Weile drüber nachdenken. (4/5)

Fiasko

Farin hat Probleme eine Frau anzusprechen. Der Text ist nicht sonderlich tiefgründig. Aber wieder gute Musik. FU-Standard, und somit oberes Mittelfeld. (3/5)

Miststück

Das beste Bela-Lied des Albums. Der Text ist etwas shizophren. Es geht um eine Ex-Freundin die ne ganz schön dumme Kuh ist, aber die er vielleicht doch wieder zurück haben will. Der Refrain ist schön fies. (4/5)

Das finde ich gut

Ich glaube es geht ums Sterben bzw. um ein Leben nach dem Tod. Rod-typisch, relativ eintönig. Nichts was ich genial finden könnte.

Cpt. Metal

Schon allein wegen diesem Lied lohnt sich der Kauf des Albums. Abnormal. Ein Meisterwerk! Schon der Anfang. Wunderbaaaaarr evil! \o/ Ich hoffe sooo sehr, dass die drei Herren live darbieten werden. Das muss so abgehen. Der Text ist so schön bescheuert, voll knorke! 😀 Und dann so ab der Hälfte des Lieds, als ich dachte es sei schon vorbei, gehts musikalisch nochmal derart ab. Ich liebe es ja sowieso wenn Die Ärzte Metal spielen. Aber da kam bisher immer nur auf Konzerten mal kurz vor. Hier mindestens ein halbes Lied lang. Diese ganzen Gitarrenspielereien erinern mich sehr an Metallica. Das hätten sie auch gern noch weiter ausreizen dürfen. Aber live bietet sich das ja sowas von an. Da können sich Farin und Rod in Gitarren-Solis battlen und Bela, der am Schlagzeug auch sehr ins Schwitzen kommen dürfte, aus der Puste bringen. Erwähnsenswert ist auch das Video dazu. Toll dieser Cpt. Metal. (13/5)

Die Hard

Es geht schonwieder um den Tod. Hat der Rod schon Torschlusspanik? Musikalisch sehr gut. Textlich eher so eine Art Aufzählung von Dingen. (4/5)

ZeiDverschwÄndung

Jetzt wo ich den Rest des Albums kenne wirkt ZeiDverschwÄndung noch viel doofer. Heieiei, wie konnten sie nur? Bestimmt nur wegen diesem “dollen Text”. (2/5)

Im Bademeisterboard ist die einhellige Meinung bisher, dass Rod die Lieder seines Lebens abgeliefert hat. Selbst Farin ist da ähnlicher Meinung. Ich kann das für mich nicht so ganz nachvollziehen. Rods Lieder waren noch nie Lieblinge von mir. Aber ich fidne die jetzt auch nicht großartig besser als die alten. Nur weil er auf Jazz ist anders so extrem mies war, sind die jetzt nicht sau gut.

Apropos mies. Bela hat diesmal den Part übernommen die schlechten Lieder beizusteuern. Es wirkt ein bisschen so, wie wenn er nur noch nebenbei Musiker ist. Das ist schade. Er hatte schon auch mal sehr gute Lieder (Der Graf, Ich ess Blumen, Der Infant, Geboren zu verlieren, Elektrobier, Bravopunks). Tja, bleibt zu hoffen, dass das mal wieder besser wird. Jeder hat mal ne schlechte Phase.

Jeder? Nein! Ein unbeugsamer Gitarrist hört nicht auf, dem Fan musikalisch hochwertigstes Material zu liefern. Ich finde es echt bei jeder Veröffentlichung erneut überwältigend wie der vor Songs sprudelnde Herr Urlaub es schafft sich jedes Mal wieder selbst zu übertreffen. Zum Glück hat er vor kurzem bei einem Radiointerview gesagt, dass er vor hat irgendwann mal seine ganzen bisher nicht verwendeten Songs rauszubringen. Das wird super! 😀

Spannend. habe grade mal noch meine Bewertung der einzelnen Songs ausgewertet. Gefühlt finde ich Rods Lieder besser als die von Bela. Aber im Schnitt siehts so aus:

  • Bela: 3/5
  • Farin: 4,5/5
  • Rod: 2,8/5

Vielleicht ist das so, weil ich von Bela mehr erwartet hätte als von Rod. insgesamt kommt das Album somit auf 3,5/5. Wow! Subjektiv ist das auch viel besser. Wahrscheinlich weil die vier Farin-Hits so super genial sind! 🙂

Ich bin von auch begeistert. Die Ärzte werden sich hiermit in meiner Last.fm-Statistik sicherlich um einige hundert weitere Wiedergaben von den “Verfolgern” absetzen. Meine beiden Berlin-Konzerte werden ja so toll! 😀

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