Rock im Park 2011

Dieses Jahr bin ich dann durch glückliche Umstände dann doch noch zu nem Festival gekommen. Rock im Park also.

Weil arbeitende Menschen unter uns waren kamen wir am Freitag erst so gegen 17 Uhr in Nürnberg an. Der Wohnmobil-Campingplatz war wie immer hoffnungslos überfüllt. So kam es, dass wir in der Kongresshalle unseren Stellplatz hatten. Dieses imposante Gebäude wurde von den Nazis erbaut, aber nicht fertiggestellt. Die Tribüne und das Dach fehlt, weswegen heute der Innenhof einen wunderbaren Parkplatz für Festivitäten wie Rock im Park hergibt. Ein Vorteil war, dass da relativ wenig los war, kein Durchgangsverkehr und nach der ersten Nacht hat auch keiner von den paar Deppen die auch da drin untergebracht waren die halbe Nacht Musik laufen lassen. 🙂

Blick aus meinem Schlafgemach

Musikalisch gings dann los mit The Kooks. Die rufen bei mir immer so eine England-Stimmung hervor. Aber so grundsätzlich waren die eher laaangweilig. Die Söhne Mannheims wollt ich mir ja eigentlich nicht antun. Aber zwischen In Flames und Disturbed war Zeit, also sind wir kurz rüber. Erst dacht ich wir wären falsch weil das erste Lied so rockig war. Die ersten Leider waren dann auch eher untypisch für die, würd ich sagen. Aber der große Rest war dann doch wie erwartet (befürchtet?). Das erste Highlight stand dann mit Coldplay an. Die find ich ich ja eigentlich schon ganz große Klasse. Aber zur Zeit kann ich mit denen einfach nichts anfangen. Ich finde die Musik nicht schlecht, sie weckt einfach keinerlei Gefühlsregung in mir. Das ist manchmal so. Wird sicher auch mal wieder anders. Trotzdem fand ich das ganze Konzert ziemlich überwältigend. Die haben echt aus den Vollen geschöpft was Show(-Technik) angeht: Laser, Video-Wände, Papierschnipsel, und zu guter letzt – *kaboom* – schöön akzentuiertes Feuerwerk. Die will ich eigentlich mal noch in nem einzelnen Konzert sehen. Am besten in England. Aus irgendeinem Grund denke ich dass das nen Unterschied macht und viel toller ist. 🙂 Dann ganz was anderes: Korn – die obligatorische Rock im Park Band. Die sind irgendwie gefühlt immer da und ich nehm sie immer irgendwie mit und find sie immer total gut, weil ich null Erwartungen habe. Ich glaube auf ein Korn Konzert sollte ich nciht gehen, da würde ich Erwatungen mitbringen, die dann sicherlich enttäuscht werden würden. 🙂 Abends dann noch als “late night special” Rob “motherfucking” Zombie. Ich kannte den erst seit kurzem, allerdings als Regisseur von so Meisterwerken wie “Haus der 1000 Leichen”, nicht als Musiker. Ich hatte mir einen typischen Ami-Rocker mittleren Alters vorgestellt. Eigentlich hat nur das mit dem Alter gestimmt. Das ganze hat mich eher an Marilyn Manson 2009 erinnert, nur viiieel besser. Der Musik-Stil kommt auch ungefähr hin. Von dem muss ich auf jeden Fall mal noch mehr hören. Ersten Eindruck war Eindeutig positiv.

Samstag startete der Tag mit Alter Bridge. Da kamen dann doch doch die öden Ami-Rocker. Die waren zwar sympathisch, aber musikalisch eher nich so meins. Dann mal wieder die Beatsteaks. Ganz nett. Aber joa. Die hauen mich ja schon seit längerem nimmer vom Hocker. ich weiß auch garnicht ob sie das jemals haben. zumindest finde ich das alte und mittelalte Zeugs auch nicht so toll. Royal Republic hab ich leider im Tausch gegen einen recht guten Platz bei System of a Down sausen lassen. Schade. Aber System of a Down war wie erwartet der beste Act vom festival. Hat sich also gelohnt. Alles. Die Musik ist ja eh schon super. Aber die Aneinanderreihung, war fast unverbesserlich. Nur B.Y.O.B. hätte ich mir etwas weiter hinten als auf Platz 2 gewünscht. Da war ich ja noch garnicht richtig ein-gegrooved. 🙂 Der Serj ist immernoch ein sympathisches Kerlchen. Bei System of a Down wars jetzt noch etwas krasser wie bei seinem Solo-Auftritt aufm Highfield 2008. So ein kleiner netter Kerl mach so böse klingende Musik und grinst nach jedem Lied wie ein kleiner Junge der ein Hanuta von der Oma bekommt. 🙂 Das find ich so toll. Der Daron wirkt irgendwie, wie erwartet, ziemlich verrückt. Ich stell mir den seeehr schwierig vor. 🙂 Aber Gitarre spielen kanner! Ja. Toll das. Am 15. dann gleich nochmal in Berlin in der Wuhlheide. Bin gespannt ob sie da dann etwas mehr mit dem Publikum reden. Das haben sie nämlich fast garnicht gemacht. Fand ich aber bei denen garnicht so Konzert-vermiesend wie ich das sonst finde. Bis Berlin muss ich dann noch paar texte auswendig lernen. Das Mitsingen hat mir nämlich etwas gefehlt. Ich kann zwar schon bissl was. Aber leider viel zu wenig. Direkt danach kam was deutsches: In Extremo. Die sind wzar nicht so ganz meine Musik, aber dafür ziemlich gut. Ganz zum Schluß hab ich mri dann nach And you will know us by the trail of dead gegeben. Endlich. Nachdem ich die bestimmt schon zwei mal auf Festivals verpasst hatte. De waren gut, fand ich. Starke Rock-Musik die aber nicht vom Rythmus, sondern von der Energie lebt. der Sänger ist auch total aufgegangen. Manchmal dacht ich jetzt heult er gleich vor Emotionen. Hatter nicht – aber seine Gitarre zweimal auf die Bühne geschmettert und ins Publikum geworfen. Hatte mich leider 5 Minuten davor auf die andere Seite der Halle gestellt. -.- Apropos Halle. Die war leider laut, sehr laut. Das war dann doch bissl viel nachts um eins nach mehreren Stunden Beschallung.

Sonntag war dann nichmehr so viel. Ich hatte mich da ja noch auf die White Lies und Wolfmother gefreut. Aber wie sich herausstellte hab ich die White Lies schonmal gesehen. Müsste aufm Highfield gewesen sein. Und wieder kam ich zum selben Schluß: Die find ich auf CD besser. Aber davor noch, als erste band des Tages quasi die zweite positive Überraschung des Festivals: The Pretty Reckless. Die sind nich nur zu mindestens 25% echt pretty, sondern machen auch ziemlich gute Musik. Einen Song kannte ich auch schon aus dem Soundtrack zu Kick Ass. Die Frontfrau Taylor Momsen hat eine tolle Stimme für ihre 18 Jährchen (ja, ich bin auch erschrocken). Die kennt man übrigens scheints aus Gossip Girl. Ich nicht, aber wenn die so gut schauspielert wie sie Musik macht, dann werd ich vielleicht jetzt Gossip Girl Fan. 🙂 Nach den White Lies gabs dann Wolfmother. Auf die bin ich durch Hangover aufmerksam geworden. Da gibt es eine Szene in nem Spielkasino wo deren tolles Lied “The Joker and the Thief” einsetzt. Grandiose Szene. Der Rest der Musik ist auch nicht schlecht. Da kann man live eigentlich nicht viel falsch machen. Aaaaber Wolfmother wusste es wohl besser. Man kann. Die haben ihre ganzen schönen Lieder total verhunzt indem sie jedes durch belangloses Gitarren-Genuschel auf 10 Minuten Länge aufgeblasen haben. Das hat pro Lied schön den Flow komplett zerstört. Man konnte sich nicht in ein Lied reinfinden, gleich wieder Gitarren-Gedüdel. Chrmpf. Dämlich. Da hab ich mir dann sogar nach ner Weile lieber Mando Diao gegeben. ICH! Jaa… maan Wolfmother. Mando Diao fand ich wie erwartet größtenteils langweilig. Aber wenigstens hab ich mich nicht drüber aufregen müssen. Um den dritten Headliner – die Kings of Leon – haben wir uns schön herumgedrückt. Lieber noch Interpol auf der Alterna Stage angeschaut. Aber die waren leider auch nicht so gut wie ich sie vom Album her kenne. Und dann gings auch schon heim. War wohl auch eine gute Entscheidung, denn der Act nach Interpol musste wegen Platzregen und Sturmböhen bis zu 70 km/h abgesagt werden. Hammer nix verpasst. 🙂

So, jetzt noch was zur Organisation. End handelt sich ja um Rock im Park, und der Marek hats wohl nicht so mit Organisation, wie wir seit 2006 gelernt (und auch von anderen immer wieder gehört) haben. Wo fang ich an. Der Punkt von vorhin. Wie sind diesmal echt spät gekommen. Da kann man dem Veranstalter schonmal zugestehen, dass der Wohnmobil-Campingplatz voll ist. Aber bei den anderen beiden malen war das auch schon immer so. Nach einigen Jahren könnte man doch erwarten, dass man diesen Misstand behebt. Es wäre ja kein Problem gewesen zum Beispiel den Platz wo wir standen als weiten Stellplatz für Wohnmobile zu erklären. Da hätte sich sicher ne Möglichkeit gefunden. Dann hätten wir es auch nicht 1 km Fußmarsch zum nächsten WC gehabt. Da braucht man sich nicht wundern wenn in die Gegend gestrullert wird.
Simmer schon beim nächsten Punkt: WCs. Für die Herren der Schöpfung werden beim Southside immer Pissoirs aufgestellt. Das hat mehrere Vorteile: 1. Es ist nicht notwenig irgend eine Tür anzufassen die womöglich mit EHEC-Vogel-Schweine-Grippen-Influenza-BSE-Hasen-Schnupfen-Masern-Baktiviren kontaminiert ist. 2. Es geht schneller, die Dixies haben die Frauen quasi für sich.
Weiter mit dem Müll. Theoretisch ist jeder Festival-Besucher quasi verpflichtet zwei Müllsäcke vollzumachen. Wir waren zu dritt in einem VW-Bus. Wir haben nach 2,5 Tagen keine 6 (1) volle Müllsäcke. Nächstes mal bringt dann jeder ne volle Mülltonne für daheim mit. Ich kann mir ja vorstellen, dass man wenn man Zeltet ein wenig mehr Müll hat. Aber doch auch keine zwei Säcke voll. Immerhin haben sie die Müllsäcke wohl auch halb voll angenommen. Trotzdem irgendwie bescheuert. Bescheurt war auch, dass zwei von uns erst garkeine Müllpfandmärkchen bekommen haben. Wenn die das bei jedem dritten so machen haben sie gleich mal fast 20.000€ gespart.
Gespart wurde auch am Platz. Mir ist Rock im Park irgendwie immer zu eng. natürlich hat man in einem Park mitten in ner Stadt weniger Platz wie auf der Schwäbischen Alb auf nem riesigen Flugplatz. Aber wenn man dann die Hälfte der Fläche nicht nutzt oder sie für Luxus-Camper und Bungy verschwendet ist das schon dämlich. Die Hälfte des Zeppelinfelds wird für “Centerstage-Camping” und Bungy springen verwendet. Der Rest ist für die Centerstage Zuschauer. Den Bungy-Kram kann man auch woanders unterbringen oder abschaffen und die Centerstage-Camper fühlen sich hinter der Mauer auch wohl. Da wäre doppelt so viel Platz zum Zuschauen. Dann wäre der Rasen auch nicht nach einem Tag am Arsch und würde spätestens am Dritten Tag auch nicht nach Neapel im Sommer nach 5 Wochen Müllmännerstreik stinken. Ähnliches Bild bei der Alternastage. Im hinteren Bereich der Fläche vor der Bühne befindet sich ein wunderschöner Fußballrasen. Der wurde am ersten Tag zwar in Anspruch genommen. Aber es ist unklar ob das freiwillig geschah. tags drauf war auf jeden Fall wieder der ganze Rasen abgesperrt. Dass der 1. FC Nürnberg sich den nicht kaputt machen lassen will ist verständlich. Aber der Marek kann es sich doch sicherlich bei nem Ticketpreis von über 150€ leisten, nen Fußballfeld mit so hübschen Plastikplatten abzudecken. Da hätte es angenehm viel Platz und der Rasen ist auch noch halbwegs ok danach.
Zwei kleine Verbesserungen konnte ich aber dann doch auch entdecken. An einigen Punkten waren Wasserstellen aufgestellt. Da konnte man kostenlos trinken oder sich den Kopf befeuchten. War sehr sinnvoll, denn zumindest am Samstag wars doch zuweilen recht heiß.
Die Wege waren fast nie verstopft. 2006 bei meinem ersten Rock im Park war das die Hölle. Mitten im Wald im dunkel und überall Menschen ohne Abständen dazwischen. Diesmal haben die Securities schon intelligent Wege auf- und zugemacht um die stupiden Massen zu leiten. 🙂

Als Fazit kann ich sagen, dass das auf jeden Fall nicht mein bestes Festival war, aber System of a Down war seht gut und ich hab zwei neue Bands gefunden. In Zukunft werde ichs dann hoffentlich schaffen mich auf das gemütliche Southside und das mindestens genau so gute Highfield zu beschränken bzw. mal was neues ausprobiert und überhaupt eigentlich viel mehr auf einzelne Konzerte gehen. 🙂 Aber das sag ich ja schon seit 2006 und irgendwie war das jetzt doch mein 10. mehrtägiges Festival. Wenn sich genügend gute Bands zusammenfinden ist so nen Festival halt schon verlockend. zumal wenns nicht Rock im Park, sondern eins von den oben genannte gemütlichen Festivals ist.

Zum Schluss noch special thanks an das Café Wanner. Dieses hübsche Café direkt am Dutzendteich lag auf unsrem Weg zu den Bühnen und war uns mehrmals ein angenehmer Platz zum Wasser lassen. Die Klos waren immer sauber, die Reinigungskräfte nett und es hat sich keiner Beschwert über die zusätzliche Klonutzung durch das Festival.

Laternen Joe in Fürstenfeldbruck

Gerade komme ich vom Laternen Joe Konzert in Fürstenfeldbruck wieder. Es war, vermutlich allein dank Zwickau, extrem einzigartig.

Aber von vorn. Gestern begann die “small world” Tour von Laternen Joe, die Band die eine nicht unerhebliche Ähnlichkeit zu Die Ärzte haben. Einige Fans von Die Ärzte haben in Zwickau eine typische Ärzte-Show im Stil der Jäzz-Fest-Tour erwartet. Sprich: Die typischen Klassiker und 2 – 3 Stunden Laufzeit. Jedoch haben sich Laternen Joe wohl gedacht wir machen dass nicht wie Die Ärzte, wir sind schließlich Laternen Joe. Also gab es in Zwickau ein 95 minütiges knackiges Konzert mit einer erlesenen Setlist. Die oben erwähnten Ärzte-Fans fanden das aber ganz schön doof. Immerhin war das ja ganz schön teuer und es waren ja nicht mal die Klassiker wie Westerland und Zu Spät dabei, die sonst bei jedem Konzert gespielt werden. Da haben die doch gleich mal nen Sitzstreik gemacht. Aber dessen nicht genug. Als die drei Laternen nochmal auf der Bühne erschienen bekamen sie Pfiffe und Becher entgegen. Beim Besteigen des Busses würden sie (anscheinend) sogar aufs übelste beleidigt. Da ganze zog auch noch eine kleine Internetschlacht in diversen bekannten Foren nach sich. Das spannende daran war, dass Konzerte vergleichen wurden zwischen denen acht Jahre liegen und dass offensichtlich Leute mitdiskutiert haben die garnicht anwesend waren.

Vor dieser Ausgangssituation stand das Konzert in Fürstenfeldbruck. Es war also schon gestern abend klar, dass es irgendwie einzigartig werden musste. Ich fand es im Vorfeld spannend darüber zu spekulieren ob sie irgendwie Zwickau erwähnen würden, und ob sie irgendwas an ihrer Setlist ändern, oder die Tour wie geplant so durchziehen. Ich hatte aber vor allem die Befürchtung, dass sie ganz schön mies drauf sind. Hätte mich nicht gewundert. Von den eigenen Fans beschimpft zu werden ist bestimmt nicht schön. Aber da hab ich mich wohl (mal wieder) in den Äääähh… Laternen Joe getäuscht.

Zu Beginn gab es drei Songs von Laternen Joe die ohne groß Federlesen weggespielt wurden. Dann hat der große Blonde angekündigt: “Für dieses Konzert haben wir uns was ganz besonderes ausgedacht! Genießt es, ist ja eh gleich wieder vorbei!” Julia Laterne kam ihm dann zu Hilfe und verkündete, dass sie jetzt ein Album von 1984 spielen werden, dass Laternen Joe wohl am stärksten beeinflusst hat. Jealousy:”Wir spielen die komplette Debil und zwar in der Originalreihenfolge.” Joa, witzig. Aber haben sie dann tatsächlich gemacht. Ich bin zwar großer Fan, aber kann trotzdem nicht alle Titel aller Alben auswändig aufsagen. Darum war es von Song zu Song immer wieder überraschend was da so alles dabei ist. Zum Beispiel so Schmankerl wie Claudia, Micha und das Schlaflied. Extrem grotesk war es auch Jack Laterne am Bass die Sahnie-Schnulze Kamelralley trällern zu hören.

Ich verwende übrigens ganz geheimnistuerisch die “Decknamen”, weil die drei das auf dem Konzert auch ständig versucht haben. Farin zugleich am Anfang zum Beispiel, als es um die große Ankündigung ging:”Ihr denkt euch bestimmt wieder, aaach der Urlaub reißt wieder die Klappe auf…” Bela:”Urlaub? Wer ist denn immer dieser Urlaub?” Farin:”Na, öhm, Jealousy Laterne ist grad im urlaub … oderso.” Also sie haben sich in derHitze des Gefechts eben immer wieder versprochen und sich mit den “richtigen” Namen angeredet. Wundertoll, wie sie sich dann immer versucht haben zu korrigieren und manchmal selbst überrascht waren als es bei einer spontanen Ansprache geklappt hat.

Nochmal bezüglich Zwickau. Ich hätte gedacht, wenn Zwickau erwähnt wird, dann nur in leichten Anspielungen. Aber die und besonders Farin hat ganz schön auf die Kacke gehauen. 😀 Die drei waren wirklich wirklich gut drauf. Fast nach jedem gelungenen Gag hat sich Farin mit Petze-Stimme ans Mikro gestellt und gemeint “Wäh, der Urlaub, war gestern aber wieder scheiße druff. Hatta wieder miese Laune gehabt…” Etc. pp. Herrlich. Das ging soweit dass er im Scherz behauptet hat er schreibt mindestens 50% der Hass-Einträge selber. Er hat aber auch trotzdem ganzen Spaß ernsthaftes zum Thema beigetragen. Farin meinte, dass man heute wenn amn von nem Konzert kommt erst mal bloggt und dann noch sich in Foren auslässt und bei Facebook und YouTube likes und dislikes vergibt. Die Daumen-hoch und -runter Geste wurde dann übrigens quasi zu einem Running-gag auf dem Konzert. 🙂 Naja, aber da hat er schon recht. Ich mache bei Konzerten gern mal ein (1!)  Bild von der Band. So als Erinnerung. Aber da muss ich mich schon dazu zwingen, weil jede Sekunde die ich mich auf das Foto machen konzentriere und mich dann ärgere, dass es evtl. doch nicht so toll geworden ist und noch eins mache ist eine verlorene Sekunde. Man hat dann zwar vielleicht ein Bild, aber vom Konzert weiß ich weniger, wie wenn ich das einfach nur genieße. Zu dem ganzen überflüssigen Content kommt dann noch diese like-Mentalität die bewirkt dass viele meinen zu allem ihre Meinung abgeben zu müssen. Selbst wenn, wie gestern teilweise, sie garnicht dabei waren. Einige sind ja aufgrund der Zwickau-Berichte tatsächlich nicht nach Fürstenfeldbruck, manche haben die Auflösung der band gefordert. Und all das wegen einem (1!!!) Konzert das (im Gegensatz zu den allermeisten anderen) nicht ganz optimal verlief. ich will nicht von gönnen sprechen, aber ich muss zugeben, dass ich durchaus amüsiert wäre wenn die doch-nicht-hingeher jetzt etwas gefrustet wären. 😉

Das Konzert ging übrigens ziemlich genau 120 min. Vielleicht ein wenig länger. Am Ende wurde trotzdem nicht Zu Spät (aber das kam ja in der Originalversion in Debil vor.) gespielt und auch das oft gehörte Westerland kam nicht zur Sprache. Jedoch wieder so Perlen wie Am Ende meines Körpas, Uns geht’s prima. Leider haben es Opfer und Hey Huh nicht von Zwickau nach Fürstenfeldbruck geschafft.

Nunja, ich bin müde und leicht abgekämpft, und habe sicher einige tolle Dinger vergessen, die mir vielleicht morgen (also nachdem ich geschlafen habe) wieder einfallen. Aber vor dem Schlafen muss ich mir noch die einschlägigen Foren durchlesen. Mal gucken ob wirklich wieder, wie von Farin prophezeit, mindestens 40 Leute ins Internet schreiben wie scheiße es doch war. habe extra noch nicht geschaut damit ich dies hier, möglichst unbefangen niederschrieben kann. Hach spannend. Die beste Band der Welt eben! 😀 Bis Ulm dann!

Protektoren

Bin gestern zum ersten Mal mit Protektoren durchs Gelände gehüpft. Gleich nach den ersten 30 Metern wurden sie nützlich. Ein Schuhbändel hat sich ums Pedal gewickelt, konnte nicht mehr absteigen -> bums! Ich kann bestätigen, bin den Protektoren fühlt man sich wirklich etwas sicherer. Man traut sich schwierige Stellen eher zu, was meistens dazu führt, dass man sie eh ohne Probleme schafft. Morgen gehts auch gleich wieder auf Tour. Total toll, dass das Wetter seit meiner so sommerlich ist. Sehr praktisch. 😀 Ich genieße es.

Jetzt fehlt mir zu meinem Glück eigentlich nur noch ein Fully. Möh! Im Herbst dann hoffentlich. Bis dahin werd ich meine frisch eingestellte Gabel meines Hardtails noch etwas quälen. Bisher spielt sie gut mit. 🙂

Mit dem Schienenbus durchs Eyachtal

Morgen und übermorgen fährt zwischen Eyach und Hechingen wieder der alte MAN Schienenbus der Hohenzollerischen Landesbahn. Jedes Jahr anlässlich des Christkindlesmarkts in Haigerloch findet auf dieser eigentlich für den Personenverkehr stillgelegten Strecke Museumsbetrieb statt. Schon die letzten zwei Jahre bin ich jeweils mit dem Schienenbus gefahren. Diese alten klapprigen Ggefährt sind einfach toll. Grade im Winter auf einer lauschigen Strecke wie dieser strahlen sie durch ihre Langsamkeit Gemütlichkeit und Ruhe aus.

Mehr Infos gibts hier.

Tschüss Cube, hallo Canyon

Gestern hat Canyon seine Website aktualisiert und die finalen Räder für 2011 präsentiert. Damit steht für mich quasi fest, dass ich bei meinem Umstieg vom Cross Country Hardtail auf ein All Mountain Fully nicht bei Cube bleiben werde, sondern zu Canyon wechseln werde. Das Strive wirde es zwar vermutlich nicht werden, dafür das Nerve AM. Und zwar das 7.0 Modell mit kompletter XT-Ausstattung, Avid Elixir 5 und Fox Talas. Auf letztere freue ich mich besonders. Bei dieser Gabel kann man den Federweg binnen Sekunden zwischen 110, 130 und 150 mm umstellen. Wie das funktioniert kann man sich zum Beispiel hier anschauen. Bestimmt extrem praktisch wenn man ein extrem steiles Stück erklimmen muss. Man kann einfach das Rad vorne um 4 cm absenken, dann kommt das Vorderrad nicht so leicht hoch. Wenn man dann oben ist kann man für die Trails bergab wieder die vollen 150 mm Federweg ausfahren.

Der Markenwechsel ist hauptsächlich dem unschlagbaren Preis/Leistungs-Verhältnis von Canyon geschuldet. Bei Canyon bekomme ich für 2000€ obige XT-Vollausstattung mit Avid Elixir 5 und Fox Talas. Bei Cube bekomme ich für 100€ mehr nur das AMS 130 Team mit einer gemischten Ausstattung aus SLX und XT.

Auch wenn im Wunschzentrum meines Gehirns die Entscheidung eigentlich eh schon fest steht, möchte ich das Rad mal probefahren. Das geht zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur in Koblenz, direkt bei Canyon. Aber vielleicht schafft Canyon es ja noch die geplanten Stores in Konstanz und Weil am Rhein zu eröffnen.

Zecken

Sind gestern zwecks Pilzsuche ungefähr fünf Stunden durch den Wald gelaufen. Danach durfte ich zwei Zecken von mir runter sammeln. Wieder mal. Kam dieses Jahr leider schon recht oft vor. Ich mag ja Tiere. Aber Zecken sind für ungefähr alle anderen Lebewesen einfach nur total nervig. Graaah!!!

… wird Zeit, dass ich mich endlich mal impfen lasse!

All Mountain Bike

Wie schon erwähnt spiele ich mit dem Gedanken mein Hardtail durch ein “Einsteiger-Fully” zu ersetzen. Damit meine ich ein vollgefedertes Mountainbike, welches sich aber auf normaler Straße fast anfühlt wie ein Hardtail, im Gelände aber durchaus federt. Sowas fällt im Fachjargon in die Kategorie “All Mountain” oder “Cross Country”. Weil man mit sowas halt über jeden Berg quer durchs Land fahren kann. 🙂

Als zufriedener Cube-Kunde schaue ich da natürlich erstmal bei Cube nach. Da gibt es die AMS-Reihe. Seit 2011 gibt es die mit Federwegen von 110 bis 150 mm. Die einzigen die da preislich in Frage kommen sind das AMS 110 Pro und das AMS 130 Pro. Jedoch hat letzteres Hayes Bremsen. Da an meinem jetzigen Bike die Bremsen das einzig kritisierbare sind, kommen wir nicht nochmal Bremsen von Hayes ans Rad! Bleibt also das AMS 110 Pro. Das ist zwar nett, aber vielleicht will ich doch mal mehr als 110 mm Federweg?

Canyon Strive
Canyon Strive

Weiter gehts mit der nächste deutschen Fahrradfirma die mit C anfängt: Canyon. Die haben die Nerve-Reihe und seit 2011 auch das Strive. Das Strive ist eigentlich wohl etwas überdimensioniert für mich: 160 mm Federweg. Das wäre doppelt soviel als ich jetzt habe. Aber: Es ist unglaublich hübsch! So ein hübsches Fahrrad… Leider kostet das Strive mit der kleinsten Ausstattung vermutlich(!) schon 2000€. Dummerweise hat auch ausgerechnet diese Ausstattung ne hässliche Lackierung. Aber mal die offiziellen Preise abwarten. Das Strive würde ich eh erstmal probefahren wollen. Es soll ja angeblich ganz gut zum klettern taugen. Das möchte ich aber gern selbst beurteilen.

Wegen diesen “Widgrigkeiten” ist mein Top-Favorit momentan das Canyon Nerve. Ob AM (140 mm) oder XC (120 mm) weiß ich noch nicht. Das Nerve AM hat wohl den Vorteil, dass man die Fox Talas Federgabel schnell mal von 110 mm auf 130 mm umschalten kann. Das wäre für meine zwecke vermutlich die optimale Ausstattung. Das Nerve AM 7.0 2010 kostete sogar nur 1999€. Ein guter Preis, wie ich finde. Mal sehen wie das äquivalente 2011er Modell genau ausgestattet sein wird, und ob der Preis der selbe bleibt.

Zuschlagen werde ich dann vermutlich erst in einem Jahr wenn es wieder die Sparbuchaktion (PDF mit den Preisen) von Canyon gibt, die auch momentan läuft. Falls ich bis dahin so heiß auf die 2012er Modelle bin, dass ich kein 2011er mehr kaufen will, wär das ja auch ok. Schon Geld gespart. 😉

Ich geh mich derweil mal über den Unterschied zwischen Fox Talas und Rock Shox Lyrik informieren …

Eurobike 2010

Am vergangenen Wochenende war ich auf der Eurobike – die größte Fahrradmesse der Welt.

Ich überlege ja gerade mein treues Cube LTD CC gegen ein All Mountain auszutauschen. Etwas mehr Federweg wäre gut und hinten überhaupt ne Federung wär auch nicht schlecht. Bisher hatte ich drei Modelle im Blick: Das Cube AMS, das Specialized Epic und das Canyon Nerve. Jedoch musste ich auf der Eurobike feststellen, dass es noch mindestens zehn Fahrräder in der selben Kategorie gibt, die ich mir auch mal anschauen sollte. Einerseits ist viel Auswahl ja gut, andererseits muss ich da viel vergleichen und die Feinheiten lernen. Aber das macht ja Spaß. Zu jetzigem Standpunkt würd ich mir wohl ein Nerve XC 8.0 oder Strive ES 8.0 zulegen. Immerhin konnte ich auf der Eurobike das Specialized Epic schonmal ausschließen. Das fängt nämlich erst bei 2500€ an. Zuviel für mich.

Schade fand ich, dass man kaum Bikes ausprobieren konnte. Nichtmal draufsetzen ging. Das einzige Fahrrad auf dem ich saß stand bei Shimano. Dort konnte man die neue XTR durchschalten. Ich hab übrigens keinen Unterschied zwischen SLX, XT und XTR wahrgenommen. 😉

Die ganzen Räder die man sonst nur im Internet sieht mal live zu sehen war trotzdem interessant. So 20 kg Downhill-Boliden wirken wie ein Monster-Truck. Im Übrigen hat mich die Eurobike zu einer Entscheidung gebracht was meinen Sattel betrifft. Mein alter Selle Italia SLR Gel Flow löst sich spätestens bis zum Sommer auf. Darum wurds jetzt ein SQlab 611 active. Sollte nächste Woche eintreffen. Mal sehen was der kann.

Nächstes Jahr sehr gern wieder … 🙂

Katze gefunden

Vorhin habe ich eine angefahrene Katze gefunden. Sie saß am Straßenrand und bei näherem Hinsehen konnte man einige Blutstropfen aus der Nase rinnen sehen. Sie lag ganz still da, war aber bei Bewusstsein. Die Katze war recht jung und und komplett schwarz bis auf ein paar weiße Härchen an der Kehle. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs aber es hielt auch gleich eine Autofahrerin an. Sie nahm die Katze mit, auf der Suche nach einem Tierarzt. Ich hoffe sie hat einen gefunden – abends um halb acht. Ich bereue es ja etwas, dass wir keinerlei Kontaktdaten ausgetauscht haben. Denn wer weiß ob die Katze wieder irgendwie zu ihrem Besitzer kommt? Die Autofahrerin hat schon eine Katze, vielleicht bringt sie diese ins Tierheim? Ich hätte sie genommen. Kann man als normaler Mensch über die Autonummer den Fahrzeughalter ermitteln?

Die Fahrerin eines weiteren Autos erzählte uns, dass sie gesehen haben wie das Kätzchen angefahren wurde. War also grade erst passiert. Wie kann man nur eine Katze anfahren und einfach weiterfahren? 🙁 Sowas merkt man doch normalerweise…

Erste MTB-Marathons

Den Trainingsplan hab ich zwar nicht geschafft einzuhalten, trotzdem habe ich die beiden MTB-Marathons gut hinter mich gebracht. Beim Gonso-Albstadt-MTB-Classic habe ich mit 2:03.05,7 h auf 46 km den 263. Platz gemacht. Beim 86 km langen Albstadt-Bike-Marathon habe ich 4:48:44,4 h gebraucht und wurde 1213. Beides ganz akzeptabel.

Die Strecke des Gonso-Marathons bin ich am Tag davor noch einmal abgefahren, damit ich die Strecke kenne. Das war ganz gut. Trotzdem hat mich ganz am Ende die Kraft verlassen.

Beim Albstadt-Bike-Marathon hatte ich leider keine Zeit die Strecke abzufahren. Trotzdem habe ich im Nachhinein das Gefühl, dass es da besser lief. Und das obwohl ich dank ziemlich heftigen Wurzeln nach den ersten fünf Kilometern schon meine Trinkflasche verloren hatte. Ich war etwas hilflos, denn wie sollte ich bitte bei 36°C die kommenden 80 km überstehen? Es hat zwar drei Verpflegungsstellen auf der Strecke, aber dazwischen liegen jeweils 30 km. Zum Glück waren an der Strecke viele nette Zuschauer die Wasser verteilt haben. Eine ganz besonders nette Gruppe hat mir sogar kurzerhand eine frischgespülte Trinkflasche voll mit Wasser gescheckt(!)! Das find ich echt mal genial. Nicht dass so ne Trinkflasche unglaublich teuer wäre, mit 2€ ist man dabei, aber trotzdem, einfach mal so nem wildfremden die Flasche Wasser schenken – find ich super! Danach hab ich mich auch gleich beflügelt gefühlt und an einem Steilen anstieg einige stehen lassen. 😉

Die größten Probleme hatte ich bei den beiden Wettkämpfen damit einzuschätzen wieviel Kraft ich noch habe. Denn ich wollte ja nicht auf halber Strecke erster sein um dann einzubrechen. Eine weitere Herausforderung war, groben Schotter steil bergauf oder bergab zu fahren. Bergauf muss man aufpassen, dass man nicht umfällt und schon mehrere Meter vorher überlegen welchen Weg man einschlägt. Teilweise bestand die Strecke echt aus besseren Steinbrüchen mit nem halben Meter tiefen ausgewaschenen Löchern in der “Fahrbahn”. Bergab kommt man ins ganz ungewöhnliche Situationen wenn man sich plötzlich auf solchen Steinbrüchen mit 40 km/h ertappt und realisiert dass bremsen jetzt alles nur noch schlimmer machen würde. 🙂 Und wenn man dann noch von anderen mit 60 km/h überholt wird, fängt man schon an an der Realität zu zweifeln. Ich zumindest konnte mir nicht vorstellen da noch schneller runterzubrettern. Aber das zeigt ja, dass es noch Luft nach oben gibt.

Schön sind übrigens die Verpflegungsstände. An denen gibts leckere Riegel (so Fruchtzeug in Oblaten, nicht dieses komische Eiweiß-Power-Chemie-Zeug), drei Sorten Flüssigkeit und nette Menschen die einem die Sachen reichen. Praktisch ist auch dass es für jeden Wettkamp ein Finisher-Shirt gibt. Ich glaube ich werde mir nie wieder ein Fahrradtrikot zulegen. Wenn ich nen neues brauche, fahr ich einfach nen Marathon. 🙂

Nächstes Jahr werd ich auf jeden Fall wieder am Start sein. Dann vielleicht auch mit etwas mehr Vorbereitung als dieses Jahr. Das war ja das erste mal, dass ich dieses Jahr 86 km gefahren bin. 😉 Ende Sommer gibts noch ein 3-Etappenrennen von Bad Imnau bis Hechingen durch den ganzen Zollern-Alb-Kreis. Ich weiß noch nicht ob ich da mitmachen werde. Ich hab aber große Lust.