Tschüss Cube, hallo Canyon

Gestern hat Canyon seine Website aktualisiert und die finalen Räder für 2011 präsentiert. Damit steht für mich quasi fest, dass ich bei meinem Umstieg vom Cross Country Hardtail auf ein All Mountain Fully nicht bei Cube bleiben werde, sondern zu Canyon wechseln werde. Das Strive wirde es zwar vermutlich nicht werden, dafür das Nerve AM. Und zwar das 7.0 Modell mit kompletter XT-Ausstattung, Avid Elixir 5 und Fox Talas. Auf letztere freue ich mich besonders. Bei dieser Gabel kann man den Federweg binnen Sekunden zwischen 110, 130 und 150 mm umstellen. Wie das funktioniert kann man sich zum Beispiel hier anschauen. Bestimmt extrem praktisch wenn man ein extrem steiles Stück erklimmen muss. Man kann einfach das Rad vorne um 4 cm absenken, dann kommt das Vorderrad nicht so leicht hoch. Wenn man dann oben ist kann man für die Trails bergab wieder die vollen 150 mm Federweg ausfahren.

Der Markenwechsel ist hauptsächlich dem unschlagbaren Preis/Leistungs-Verhältnis von Canyon geschuldet. Bei Canyon bekomme ich für 2000€ obige XT-Vollausstattung mit Avid Elixir 5 und Fox Talas. Bei Cube bekomme ich für 100€ mehr nur das AMS 130 Team mit einer gemischten Ausstattung aus SLX und XT.

Auch wenn im Wunschzentrum meines Gehirns die Entscheidung eigentlich eh schon fest steht, möchte ich das Rad mal probefahren. Das geht zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nur in Koblenz, direkt bei Canyon. Aber vielleicht schafft Canyon es ja noch die geplanten Stores in Konstanz und Weil am Rhein zu eröffnen.

Zecken

Sind gestern zwecks Pilzsuche ungefähr fünf Stunden durch den Wald gelaufen. Danach durfte ich zwei Zecken von mir runter sammeln. Wieder mal. Kam dieses Jahr leider schon recht oft vor. Ich mag ja Tiere. Aber Zecken sind für ungefähr alle anderen Lebewesen einfach nur total nervig. Graaah!!!

… wird Zeit, dass ich mich endlich mal impfen lasse!

All Mountain Bike

Wie schon erwähnt spiele ich mit dem Gedanken mein Hardtail durch ein “Einsteiger-Fully” zu ersetzen. Damit meine ich ein vollgefedertes Mountainbike, welches sich aber auf normaler Straße fast anfühlt wie ein Hardtail, im Gelände aber durchaus federt. Sowas fällt im Fachjargon in die Kategorie “All Mountain” oder “Cross Country”. Weil man mit sowas halt über jeden Berg quer durchs Land fahren kann. 🙂

Als zufriedener Cube-Kunde schaue ich da natürlich erstmal bei Cube nach. Da gibt es die AMS-Reihe. Seit 2011 gibt es die mit Federwegen von 110 bis 150 mm. Die einzigen die da preislich in Frage kommen sind das AMS 110 Pro und das AMS 130 Pro. Jedoch hat letzteres Hayes Bremsen. Da an meinem jetzigen Bike die Bremsen das einzig kritisierbare sind, kommen wir nicht nochmal Bremsen von Hayes ans Rad! Bleibt also das AMS 110 Pro. Das ist zwar nett, aber vielleicht will ich doch mal mehr als 110 mm Federweg?

Canyon Strive
Canyon Strive

Weiter gehts mit der nächste deutschen Fahrradfirma die mit C anfängt: Canyon. Die haben die Nerve-Reihe und seit 2011 auch das Strive. Das Strive ist eigentlich wohl etwas überdimensioniert für mich: 160 mm Federweg. Das wäre doppelt soviel als ich jetzt habe. Aber: Es ist unglaublich hübsch! So ein hübsches Fahrrad… Leider kostet das Strive mit der kleinsten Ausstattung vermutlich(!) schon 2000€. Dummerweise hat auch ausgerechnet diese Ausstattung ne hässliche Lackierung. Aber mal die offiziellen Preise abwarten. Das Strive würde ich eh erstmal probefahren wollen. Es soll ja angeblich ganz gut zum klettern taugen. Das möchte ich aber gern selbst beurteilen.

Wegen diesen “Widgrigkeiten” ist mein Top-Favorit momentan das Canyon Nerve. Ob AM (140 mm) oder XC (120 mm) weiß ich noch nicht. Das Nerve AM hat wohl den Vorteil, dass man die Fox Talas Federgabel schnell mal von 110 mm auf 130 mm umschalten kann. Das wäre für meine zwecke vermutlich die optimale Ausstattung. Das Nerve AM 7.0 2010 kostete sogar nur 1999€. Ein guter Preis, wie ich finde. Mal sehen wie das äquivalente 2011er Modell genau ausgestattet sein wird, und ob der Preis der selbe bleibt.

Zuschlagen werde ich dann vermutlich erst in einem Jahr wenn es wieder die Sparbuchaktion (PDF mit den Preisen) von Canyon gibt, die auch momentan läuft. Falls ich bis dahin so heiß auf die 2012er Modelle bin, dass ich kein 2011er mehr kaufen will, wär das ja auch ok. Schon Geld gespart. 😉

Ich geh mich derweil mal über den Unterschied zwischen Fox Talas und Rock Shox Lyrik informieren …

Eurobike 2010

Am vergangenen Wochenende war ich auf der Eurobike – die größte Fahrradmesse der Welt.

Ich überlege ja gerade mein treues Cube LTD CC gegen ein All Mountain auszutauschen. Etwas mehr Federweg wäre gut und hinten überhaupt ne Federung wär auch nicht schlecht. Bisher hatte ich drei Modelle im Blick: Das Cube AMS, das Specialized Epic und das Canyon Nerve. Jedoch musste ich auf der Eurobike feststellen, dass es noch mindestens zehn Fahrräder in der selben Kategorie gibt, die ich mir auch mal anschauen sollte. Einerseits ist viel Auswahl ja gut, andererseits muss ich da viel vergleichen und die Feinheiten lernen. Aber das macht ja Spaß. Zu jetzigem Standpunkt würd ich mir wohl ein Nerve XC 8.0 oder Strive ES 8.0 zulegen. Immerhin konnte ich auf der Eurobike das Specialized Epic schonmal ausschließen. Das fängt nämlich erst bei 2500€ an. Zuviel für mich.

Schade fand ich, dass man kaum Bikes ausprobieren konnte. Nichtmal draufsetzen ging. Das einzige Fahrrad auf dem ich saß stand bei Shimano. Dort konnte man die neue XTR durchschalten. Ich hab übrigens keinen Unterschied zwischen SLX, XT und XTR wahrgenommen. 😉

Die ganzen Räder die man sonst nur im Internet sieht mal live zu sehen war trotzdem interessant. So 20 kg Downhill-Boliden wirken wie ein Monster-Truck. Im Übrigen hat mich die Eurobike zu einer Entscheidung gebracht was meinen Sattel betrifft. Mein alter Selle Italia SLR Gel Flow löst sich spätestens bis zum Sommer auf. Darum wurds jetzt ein SQlab 611 active. Sollte nächste Woche eintreffen. Mal sehen was der kann.

Nächstes Jahr sehr gern wieder … 🙂

Katze gefunden

Vorhin habe ich eine angefahrene Katze gefunden. Sie saß am Straßenrand und bei näherem Hinsehen konnte man einige Blutstropfen aus der Nase rinnen sehen. Sie lag ganz still da, war aber bei Bewusstsein. Die Katze war recht jung und und komplett schwarz bis auf ein paar weiße Härchen an der Kehle. Ich war mit dem Fahrrad unterwegs aber es hielt auch gleich eine Autofahrerin an. Sie nahm die Katze mit, auf der Suche nach einem Tierarzt. Ich hoffe sie hat einen gefunden – abends um halb acht. Ich bereue es ja etwas, dass wir keinerlei Kontaktdaten ausgetauscht haben. Denn wer weiß ob die Katze wieder irgendwie zu ihrem Besitzer kommt? Die Autofahrerin hat schon eine Katze, vielleicht bringt sie diese ins Tierheim? Ich hätte sie genommen. Kann man als normaler Mensch über die Autonummer den Fahrzeughalter ermitteln?

Die Fahrerin eines weiteren Autos erzählte uns, dass sie gesehen haben wie das Kätzchen angefahren wurde. War also grade erst passiert. Wie kann man nur eine Katze anfahren und einfach weiterfahren? 🙁 Sowas merkt man doch normalerweise…

Erste MTB-Marathons

Den Trainingsplan hab ich zwar nicht geschafft einzuhalten, trotzdem habe ich die beiden MTB-Marathons gut hinter mich gebracht. Beim Gonso-Albstadt-MTB-Classic habe ich mit 2:03.05,7 h auf 46 km den 263. Platz gemacht. Beim 86 km langen Albstadt-Bike-Marathon habe ich 4:48:44,4 h gebraucht und wurde 1213. Beides ganz akzeptabel.

Die Strecke des Gonso-Marathons bin ich am Tag davor noch einmal abgefahren, damit ich die Strecke kenne. Das war ganz gut. Trotzdem hat mich ganz am Ende die Kraft verlassen.

Beim Albstadt-Bike-Marathon hatte ich leider keine Zeit die Strecke abzufahren. Trotzdem habe ich im Nachhinein das Gefühl, dass es da besser lief. Und das obwohl ich dank ziemlich heftigen Wurzeln nach den ersten fünf Kilometern schon meine Trinkflasche verloren hatte. Ich war etwas hilflos, denn wie sollte ich bitte bei 36°C die kommenden 80 km überstehen? Es hat zwar drei Verpflegungsstellen auf der Strecke, aber dazwischen liegen jeweils 30 km. Zum Glück waren an der Strecke viele nette Zuschauer die Wasser verteilt haben. Eine ganz besonders nette Gruppe hat mir sogar kurzerhand eine frischgespülte Trinkflasche voll mit Wasser gescheckt(!)! Das find ich echt mal genial. Nicht dass so ne Trinkflasche unglaublich teuer wäre, mit 2€ ist man dabei, aber trotzdem, einfach mal so nem wildfremden die Flasche Wasser schenken – find ich super! Danach hab ich mich auch gleich beflügelt gefühlt und an einem Steilen anstieg einige stehen lassen. 😉

Die größten Probleme hatte ich bei den beiden Wettkämpfen damit einzuschätzen wieviel Kraft ich noch habe. Denn ich wollte ja nicht auf halber Strecke erster sein um dann einzubrechen. Eine weitere Herausforderung war, groben Schotter steil bergauf oder bergab zu fahren. Bergauf muss man aufpassen, dass man nicht umfällt und schon mehrere Meter vorher überlegen welchen Weg man einschlägt. Teilweise bestand die Strecke echt aus besseren Steinbrüchen mit nem halben Meter tiefen ausgewaschenen Löchern in der “Fahrbahn”. Bergab kommt man ins ganz ungewöhnliche Situationen wenn man sich plötzlich auf solchen Steinbrüchen mit 40 km/h ertappt und realisiert dass bremsen jetzt alles nur noch schlimmer machen würde. 🙂 Und wenn man dann noch von anderen mit 60 km/h überholt wird, fängt man schon an an der Realität zu zweifeln. Ich zumindest konnte mir nicht vorstellen da noch schneller runterzubrettern. Aber das zeigt ja, dass es noch Luft nach oben gibt.

Schön sind übrigens die Verpflegungsstände. An denen gibts leckere Riegel (so Fruchtzeug in Oblaten, nicht dieses komische Eiweiß-Power-Chemie-Zeug), drei Sorten Flüssigkeit und nette Menschen die einem die Sachen reichen. Praktisch ist auch dass es für jeden Wettkamp ein Finisher-Shirt gibt. Ich glaube ich werde mir nie wieder ein Fahrradtrikot zulegen. Wenn ich nen neues brauche, fahr ich einfach nen Marathon. 🙂

Nächstes Jahr werd ich auf jeden Fall wieder am Start sein. Dann vielleicht auch mit etwas mehr Vorbereitung als dieses Jahr. Das war ja das erste mal, dass ich dieses Jahr 86 km gefahren bin. 😉 Ende Sommer gibts noch ein 3-Etappenrennen von Bad Imnau bis Hechingen durch den ganzen Zollern-Alb-Kreis. Ich weiß noch nicht ob ich da mitmachen werde. Ich hab aber große Lust.

Southside 2010

Zum Glück haben wir noch einmal Kehrt gemacht und meine Winterstiefel eingesammelt. Denn ohne wasserfeste Schuhe hätte das diesjährige Southside Festival nur halb so viel Spaß gemacht. Noch während der Anfahrt am Donnerstag – 5 km vor Neuhausen ob Eck – fing es an Bindfäden zu schütten. Einige Stunden Regen und ein paar tausend Menschen können dann auch eine grüne Wiese schonmal so aussehen lassen:

Uns hartgesottenen Kerlen konnte dieser Umstand aber natürlich nichts anhaben. Allerdings lebt es sich auf einem Asphalt-Stellplatz in einem VW-Busle zu solchen Zeiten vermutlich auch deutlich angenehmer als im Zelt auf flüssiger Erde. Trotzdem, es gibt eindeutig schöneres als auf dem Weg von Bühne zu Bühne zwischen lauter Menschen sich durch den teilweise knöcheltiefen Schlamm zu schleppen.

Aber Schluss mit den äußeren Umständen, kommen wir zur Kunst, wegen der wir uns überhaupt für drei Tage mit 50.000 Verrückten auf wenige Quadratkilometer versammelt haben.

Ein wenig doof war dass mein absolutes Festival-Highlight – mit Abstand – schon am ersten Tag die Latte unübertreffbar hoch ansetzte. Nein, ich spreche nicht von The Prodigy, Porcupine Tree oder Deichkind, von Florence and the Machine (Wikipedia Florence) ist die Rede. Dieses 23-jährige Mädchen (die auf dem Festival aber eher wie eine 40-jährige Frau wirkte) hat eine so unglaubliche Stimme die es schafft alles andere in den Schatten zu stellen. In Begleitung von intensiven, tragenden Melodien mit kraftvollen Beats war das ganze Schauspiel ein musikalisches Meisterwerk. Das war aber noch nicht alles. Frau Welch hat so eine unglaubliche Bühnenpräsenz und das obwohl sie fast immer ganz vorne an der Bühne an ihrem Mikrofonständer steht – die Band ganz im Hintergrund am Bühnenrand. Sie ist mit ihrem ganzen Körper und Sein ganz in der Darbietung ihrer Musik drin. Das beeindruckt! Vor allem wenn man kurz darauf so Knalltüten wie den Sänger von The Strokes sieht, der so wirkt wie wenn ihn einer auf die Bühne geprügelt hat. Ja, Florence and the Machine war eine tolle Empfehlung. Leider ist die Band jetzt erstmal in Australien und dann nicht mehr auf Tour. Wenn die mal wieder in der Gegend sind bin ich der erste der sich anstellt um eine Karte zu kaufen.
Richtig Gänsehaut bekam ich bei “Insomnia” von Faithless. Es ist irgendwie ein erhebendes Gefühl einen (guten) Welthit mal live zu hören der einen so nebenher schon seit mehr als seinem halben Leben begleitet.
Abends gabs dann noch Massive Attack. Die waren gut, wie erwartet. Muss man meiner Meinung nach aber nicht unbedingt live gesehen haben. Ist auf Platte genau so energiegeladen und tiefe Ruhe ausströmend. Allerdings ist der Tricky-Ersatz durchaus einen Blick wert. Bei diesem sympathischen Sänger/Sprecher handelt es sich um einen ergrauten kleinen Herrn schwarzer Hautfarbe, mit Rastas in schwarzen Klamotten. Immer wenn er dran war, marschierte er an sein Mikro, hielt seine Hände gefaltet und gab leicht schaukelnd seinen Part wieder. Besonders im Vergleich zu Daddy G (Wikipedia, Interview), der eine extrem eindrucksvolle Gestalt ist.

Der zweite Tag war leider aus meiner Sicht weniger erfolgreich. Die Shout out Louds, The Gaslight Anthem, Paramore und Phoenix waren zwar gut, aber irgendwie nichts besonderes. Dendemann hab ich jetzt auch mal gesehen. Mehr brauchts auch nicht.
Auf The Prodigy hatte ich mich ja sehr gefreut. Die waren auch wirklich gut. Aber erstens hat man an der blauen Bühne allgemein oft mehr bass als sonstwas gehört und zweitens spielten nebenan die Beatsteaks. Die hätte ich theoretisch auch gern mal wieder live gesehen.
Auch Deichkind war ein Mitgrund überhaupt auf das Festival zu gehen. Aber leider hat sich die Bühnenshow seit rock am See 2008 kaum verändert. Damals war das alles ja wenigstens noch witzig. Das ist inzwischen verflogen und die Musik allein ist halt alles andere als wirklich gut. Ich würde die eher in der Trash-Musik-Richtung sehen, so wie es auch Trash als Film-Genre gibt. Wenigstens weiß ich jetzt dass ich Deichkind auf keinem festival mehr sehen muss und schon garkeine teure Konzert-Karte kaufen brauche…

Am dritten Tag stand eigentlich nichts mehr wirklich herausragendes an. Los gings mit Jennifer Rostock. Und das war dann auch das schlimmste was ich an dem Wochenende gehört hab. Deren Musik ist ja ganz ok, aber die Frau ist zwischen den Liedern ja SO schlimm!!!! Argh! Drei Ansagen hab ich mitbekommen. In der ersten gings darum ob die Sängerin von Paramore wohl auf den unglaublich langen Schwanz vom Bassisten von Jennifer Rostock steht, die zweite handelte von den wenigen brüsten die man wegen der Kälte beim Southside sieht und daher sollen die Mädels in der ersten Reihe doch bitte mal die dicken Brüste über die Absperrung hängen weil dazu sei die ja schließlich da…. die dritte Ansage war zu dem Lied “Muttermund” und angesichts der vorhergehenden Beispiele ist auch schon klar wie die ungefähr geht. Furchtbar! Bei manchen Bands geht man u.a. wegen den Ansagen zu einem Konzert (Die Ärzte, Beatsteaks, Oli Schulz, …) zu Jennifer Rostock kann man wegen den Ansagen nicht gehen.
Wir sind dann nach 20 Minuten zu den Deftones abgedampft. Die waren leider nicht viel mehr als laut. Auf Platte sind die ja schon stellenweise nicht schlecht. Aber so live kommt da nur noch Krach an. Schade.
Dafür waren die White Lies wieder ganz nett. Schöne melodische Lieder mit einer außergewöhnlichen Stimme, die mich aber nach ner Weile immer nervt. So leider auch live. Keine Ahnung wieso das so ist, denn eigentlich mag ich die Stimme.
Danach rüber zu Skunk Anansie auf der Green Stage. Das ist ja eine lustige Frau. Eine kahlrasierte schwarze (namens Skin) die wie verrückt auf der Bühne zu garnichtmal so schlechter Musik rumspringt. Die ist schon durch ihre Bewegungen so sympathisch, die muss man einfach gut finden. Zum Leidwesen der Securitys und zur Freude der Fans gab sich Skin sehr publikumsnah. Sie versuchte nicht nur, wie andere Künstler, auf der Menge zu diven, sie versucht auf ihr zu laufen. Dazu stand die einfach mit den Füßen auf viele viele Hände. Ein paar wenige kurze Schritte hat das sogar geklappt. Dann viel sie um. Die Securities haben sie sofort rausgezogen und wieder auf die Bühne gestellt. Allerdings sprang sie gleich wieder runter um sich nochmals der Menge hinzugeben. 🙂 Ich mag so Künstler die sich mitten zu ihren Fans stellen.
Direkt danach, an gleicher Stelle kamen Porcupine Tree. Und die sind auch live so toll wie erwartet. Mit ihrer Mischung bzw. Abwechslung von ruhigem Gesang, elektronischen Klängen und harten Gitarrenriffs haben sie was von Metallica, sind aber ruhiger und intensiver, nicht ganz so kraftvoll, etwas sanfter. Porcupine Tree haben mir nach Florence and the Machine am besten gefallen, allerdings war da ein deutlicher Abstand!
Zum Abschluss haben wir dann noch die blutjunge (22) La Roux gesehen. ich kannte ja nur ihren Hit “Bulletproof”. Der Rest ist ähnlich aber durchaus auch nicht schlecht. Allerdings war mir das alles etwas zu poppig, unecht und elektronisch. Dass das ein E-Schlagzeug war hat man nämlich leider auch gehört. Trotzdem ist die nicht schlecht und war ein schöner Festivalabschluss.

Nach mittlerweile acht großen Festivals und auch nicht wenigen einzelnen Konzerten gibt es immer weniger Bands die man sich “mal anschauen” kann. Darum muss ein Festival auch immer bessere (für mich) Bands bieten, damit es sich für mich lohnt hinzugehen. Aber es ist ja auch nicht schlecht wieder mehr auf einzelne Konzerte zu gehen. Die sind nämlich im vergleich zu einem Festivalkonzert eh immer noch in jedem Fall besser.

Trainingsplan

So sieht bisher mein Trainingsplan bis Anfang Juli aus. Diese Woche habe ich angefangen. Damit sollte ich theoretisch top fit für den Albstadt Bike-Marathon Mitte Juli werden. Am 12. Juni findet allerdings die 2,5 stündige Trainingsrunde mit 3 x 12 min K3 beim Gonso-Albstadt-MTB-Classic statt. So sammle ich gleich noch etwas Wettkampferfahrung. Ist ja mein erster. 🙂 Ich bin gespannt ob das so hinhaut mit dem Training, ob ich mich immer motivieren kann und wie das ist wenn ich an den Ruhetagen trotzdem fahre. Überhaupt bin ich gespannt ob und wie ich eine Veränderung feststelle. bisher habe ich zwar immer irgendwie gemerkt, dass ich im August flotter bin als noch im April, aber so genau darauf hingearbeitet und darauf geachtet habe ich noch nie.

Zur Zeit bin ich am überlegen, ob ich mir eine Pulsuhr zulegen soll. So könnte ich mein Training etwas besser überwachen. Ich neige nämlich leicht dazu dauernd Vollgas zu geben. Und das widerspricht dem Trainingseffekt ja. Mit einer Pulsuhr wäre ich davor gefeit. Bei Pulsuhren fällt einem natürlich erstmal Polar ein. Allerdings gibts von Polar für 30€ nur das Einstiegsgerät FS1. Das kann grade mal die Uhrzeit, die aktuelle und die durchschnittliche Herzfrequenz anzeigen. Von Sigma Sport gäbe es für das selbe Geld schon das Topmodell PC 15. Ich kenne Sigma bisher nur von Fahrrad Computern. Aber da sind sie echt gut, finde ich. Daher tendiere ich momentan extrem zur PC 15 von Sigma. Aber ich bin mir eh noch nicht komplett sicher ob so ne Pulsuhr wirklich sinnvoll für mich ist. Andererseits sind 30€ jetzt nicht sooo viel Geld, man könnte es ja einfach mal ausprobieren. Auf jeden Fall wären noch mehr auswertbare Daten für einen Liebhaber von Statistiken, wie mich, schon toll. 🙂 Trotzdem werd ich wohl die ersten Wochen ohne Pulsuhr trainieren.

Wer gute Literatur zu Fahrradtraining hat, darf mir gerne Links und Buch- und Zeitschriftenempfehlungen zukommen lassen. Ich hab keine Ahnung ob das so gut ist wie ich mir das ausgedacht habe. Bei der Erstellung meines Trainingsplans habe ich mich übrigens am Alpencross-Trainingsplan von MountainBike Magazin orientiert.

Eisschicht unter Schneedecke

Eine Woche nach dem rasanten Eintreffen meiner NC-17 Pedale von ChainReactionCycles in Nordirland, hab ichs endlich geschafft sie zu montieren. uns sind doch tatsächlich die Schraubenschlüssel abhanden gekommen. Nach zwei Tagen intensiver Suche gab ich mich geschlagen und kaufte im Baumarkt für 10€ neue. Damit hats dann gleich super geklappt.

Leider bin ich zur Zeit a) etwas angeschlagen und b) ist das Wetter eher suboptimal fürs Radfahren. Darum hab ichs nur zu einer knapp vier Kilometer langen nächtlichen Testfahrt bisher gebracht. Allerdings hat diese gleich meinen Sturz und ein verschrammtes Pedal zur Folge gehabt. Erfolg auf ganzer Linie quasi. Es lag ca. 5 cm Neuschnee. Den Schlittenbuckel bin ich noch gut hoch und runter gekommen. Allerdings verbarg sich auf der Rollschuhbahn unter der Schneedecke offensichtlich eine Eisschicht. Das hatte ich nicht bedacht und schwubbs lag ich. Allerdings gings dann noch weiter. Dank der Eisschicht rutschte ich samt Fahrrad noch gemütlich mindestens einen Meter. 🙂 Das Pedal hat jetzt wie gesagt eine nicht unerhebliche Schramme, aber das wird sicher nicht die einzige bleiben. Ich hoffe nur dass mir das nicht öfter passiert, weil sonst ist irgendwann vom Pedal nix mehr übrig.

An sich funktionieren die Pedale im Zusammenspiel mit den Schuhen von 5.10 echt gut. Die Pins krallen sich spürbar in den Schuhen fest und man hat einen guten Halt. So macht im holprigen Gelände fahren gleich viel mehr Spaß. Ich freue mich schon auf die Wurzeltrails im Schönbuch und auf der Schwäbischen Alb! Die sind allerdings nur ohne Schnee zu fahren. Daher hoffe ich dass sich das Wetter bald mal entscheidet ob es Schnee oder keinen Schnee haben möchte denn die Mischung und der daraus resultierende Schneematsch ist einfach beschissen zum Fahrradfahren.