Gelbe Mäuse beißen nicht

Hab ich ja schon immer gesagt. Keiner hats mir geglaubt, obwohl ichs ja schon immer gewusst hab. War mir auch immer sicher. Gibts nichts dran zu rütteln. Ist ja auch total offensichtlich, hab ich mir gedacht. Aber irgendwie scheints doch nicht. Aber vielleicht liegts auch dran, dass manchen da einfach was fehlt. Das muss man halt erkennen können. Und manche tun das eben nicht, wies aussieht. Aber zum Glück gibts die Wissenschaft. Hab schon damals vorhergesehen, dass die Wissenschaft sich da irgendwann mit beschäftigt. Da gibts ja immer so nen Professor oderso den das bestimmt mal interessieren tut. Und, naja, was soll ich sagen, so wars dann auch. Heut erst stands in der Zeitung. Hab mich schon die ganzen letzten Tage so gut gefühlt. Das kommt ja nicht von ungefähr. Sogar geregnets hats weniger als sonst. Und das obwohls bei uns ja eigentlich immer sehr viel regnet, denn wir sind ja hier in einem Ganz-schön-viel-Regen-Gebiet. Da regnets immer sehr viel. Ja das ist meistens doof, aber oft auch nicht, weil dann hat man ja immer genug Wasser. So mit ohne Wasser isses ja immer schwierig. Sieht man ja da im Fernsehn immer. Da wo es immer nie regnet. Das muss ja auch schlimm sein. Kann man nicht mal Angeln gehn. Meine Güte was würd ich machen, wenn ich nicht angeln gehen könnte. Also ich geh ja nicht angeln. Weil was soll ich denn die Fische umbringen. Schmecken ja eh nicht. Blumenkohl ist da viel toller. Aber, ich mein, wär doch voll doof wenn man nicht mal die Möglichkeit dazu hätte Angeln zu gehn. Oder waschen. Geht ja auch nicht. Das wär ja … obwohl. Also was wollt ich sagen? Ahja. Gelbe Mäuse beißen nicht!

Frei-Käsebrote-Fest anstatt verschollener Gremlins

Geiler scheiß, oder? Da gibt es wieder Käsebrote in der Slowakei! Wer hätte das gedacht, nachdem der Maharadscha gestern noch verschollene Gremlins jagte. Das Volk war sich sicher, dass das nicht lange gut gehen kann, da die Orangenfarmer im Süden des Landes schon länger auf eine Entschädigung hofften. Dem Maharadscha war dies aber völlig egal – er liebt verschollene Gremlins. Daraufhin wurden die Orangen ob dieser Schmach sauer und ganz gelb, man nannte sie fortan Zitronen. Ihre neuen Freunde die Ameisen freuten sich über die Abwechslung der neuen Gelbheit und gründeten den “Verein zur Gründung eines neuen Staats zur Förderung der Zitronen”. Eigentlich wollten sie den neuen Staat “Bananenrepublik” nennen, denn die besten Freunde der Zitronen sind ja bekanntermaßen die Bananen. Aber, wie sich herausstellte, streiten sich um diese wundervolle Bezeichnung seit Jahrzehnten duzende Staaten im monatlichen Wechsel. Darum mussten die Ameisen den angestrebten Staat leider doch “Zitronenrepublik” nennen.

Aber zurück zum Thema. Die Ameisen lieben neben ihren neuen Freunden – den Zitronen – auch Käse mit Brot drunter. Darum machten sie dem Maharadscha ein unglaubliches Geschenk. Der Maharadscha ist, wie man weiß, der einzige, der bevollmächtigt ist Frei-Käsebrote in der Slowakei zu verteilen! Bei dem Geschenk handelte es sich um eine von Marienkäfern handgewebte Replika des ersten Abendmahls der verschollenen Gremlins um 1217 (nach Gremolanischer Zeitrechnung)! Ist das zu fassen?! Als der Maharadscha, sich im Slowakischen Dschungel befindet, davon Notiz nahm, brach er seine Jagd nach verschollenen Gremlins umgehend ab und reiste zurück in seinen Palast in der Hauptstadt. Bereits Tags drauf wurde das zwei-drei-viertel-wöchige Frei-Käsebrote-Fest in Anwesenheit des gesamten Hofstaats und seiner Verwandten feierlich eröffnet. Das war ein Spektakel. Vierunddreißig Eberschwänze, zwölfundsiebzig Frauenmantelkrautmäntel tragende Gänseblümchenverkäufer und sogar zwei staatlich geprüfte Schupfnudelpfannengerichtkenner waren angereist um ihre Kunststücke dem Volk und dem Maharadscha zur Untehaltung vorzutragen. Als erstes wurde durch eine Schraubkonstruktion eine riesige Pferdeschaukel zwischen den beiden 513 und 517 Meter hohen Türmen des Mahardscha-Palasts befestigt. Leider konnten in der Schaukel nur die Pferde und ihre Großneffen, die Zebras, damit Schaukeln. Jedoch gab es für alle anderen ja immernoch die staatlich geprüfte Schupfnudelpfannengerichtkenner. Die philosophierten in ausschweifenden Vorträgen über die positive Wirkung von Schupfnudelpfannengerichten auf die Nieren- und Blasenfunktion des Maharadschas. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der maharadschanischen Urinsteinproduktion. Diese Vorträge waren sehr gut besucht. Jedoch lag das vermutlich daran, dass die Gänseblümchenverkäufer hinter der Bühne heimlich, aber mit staatlicher Erlaubnis (der Mahardscha kennt schließlich die staatlich geprüften Schupfnudelpfannengerichtkenner – und sein Volk!), die leckersten Profiteroles seit der Entdeckung des vegetarischen Ziegenkäses verkauften. Außerdem trugen die Eberschwänze einige beschwingte Interpretationen von James Hetfield und Daron Malakian vor. Diese beiden waren übrigens nach eigenen Angaben auch zu Gast, wurden aber nicht gesehen.

Wie man sich sicherlich schon selbst denken kann war das Eröffnungsfest des Frei-Käsebrots-Fests ein voller Erfolg und eine nette Angelegenheit!

Winterlicher Weg zur Wirkungsstätte

Wenn morgens der Hahn kräht gilt meine erste Tat der Zahnbürste. Bürstend brüste (Paronomasie) ich mich im Spiegel unter gleissendem Licht. Kurz darauf geht es geschniegelt und gestriegelt (Alliteration) mit einem Mund voll Müsli (Alliteration) schleunigst weiter. Kaum geschluckt, haste ich bibbernd zum Bus. Sofern ich ihn noch erwische drücke ich mich zwischen die anderen Fahrgäste, die meist aus lauten Schülern bestehen. Konnte ich wider Erwarten keinen der kostbaren Plätze ergattern, sacke ich froh und frei auf meinem harten Sitz zusammen und lausche den Kindern beim schnattern. (Reime) Unterdessen schaue ich mit verträumtem Blick die kalte weiße Welt da draußen an. Wenn mich diese nicht sonderlich begeistern kann, oder mich die Schreihälse zu sehr stören, gönne ich mir auch gern mal eine halbe Stunde gute Musik aus meinem MP3-Player – mit Freude von Slayer, (Reim) als Vorbereitung für die Höchstleistungen welche mein Hirn in der Uni an diesem Tag vollbringen wird. Die holprige Fahrt geht über diverse verschlafene Dörfchen bis ins schöne Tübingen. Dort wird der Bus allerdings nicht voller, sondern eher leerer, weil die meisten Fahrgäste direkt am Hauptbahnhof aussteigen. So erlebe ich tagtäglich (Anapher) eine geruhsame kostenlose Stadtrundfahrt durch Tübingen und beobachte all die Leute, vornehmlich auch Studenten, die sich grummelnd, schlafend oder fröhlich auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz befinden.

Aktenzeichen Hamster_09/01

Am Mittwoch den 09.01.2009 um 7:13 Uhr erreichte uns ein Anruf von der 49-jährigen Hilde Hildesheimer aus Flensburg in der Harrisleerstraße 13. Sie erzählte völlig aufgelöst dass ihr Hamster, der den Namen „Teddy“ trägt in einen am Boden stehenden PC-Drucker geklettert sei und sich dort aufgrund seiner Leibesfülle verkeilt habe. Frau Hildesheimer hat davor bereits versucht das Tierheim zu erreichen. Dort ist aber um die Uhrzeit noch niemand anzutreffen. Auch ein bereits alarmierter Tierarzt sah sich außer Stande zu helfen und verwies an einen Techniker. Der Beamte Eduard Hund traf um 7:29 Uhr in der Harrisleerstraße 13 ein. Er konnte sich noch vom Wohlbefinden des Tiers überzeugen. Eine beherzte Nachbarin hatte den Hamster bereits mit einigem handwerklichen Geschick aus der Maschine befreit. Herr Hund konnte nur einige blauen Flecke von der Druckentinte an dem schlafenden Tier feststellen. Frau Hildesheimer bedankte sich um 10:34 Uhr mit einem freundlichen Fax bei der Polizei.