Erste MTB-Marathons

Den Trainingsplan hab ich zwar nicht geschafft einzuhalten, trotzdem habe ich die beiden MTB-Marathons gut hinter mich gebracht. Beim Gonso-Albstadt-MTB-Classic habe ich mit 2:03.05,7 h auf 46 km den 263. Platz gemacht. Beim 86 km langen Albstadt-Bike-Marathon habe ich 4:48:44,4 h gebraucht und wurde 1213. Beides ganz akzeptabel.

Die Strecke des Gonso-Marathons bin ich am Tag davor noch einmal abgefahren, damit ich die Strecke kenne. Das war ganz gut. Trotzdem hat mich ganz am Ende die Kraft verlassen.

Beim Albstadt-Bike-Marathon hatte ich leider keine Zeit die Strecke abzufahren. Trotzdem habe ich im Nachhinein das Gefühl, dass es da besser lief. Und das obwohl ich dank ziemlich heftigen Wurzeln nach den ersten fünf Kilometern schon meine Trinkflasche verloren hatte. Ich war etwas hilflos, denn wie sollte ich bitte bei 36°C die kommenden 80 km überstehen? Es hat zwar drei Verpflegungsstellen auf der Strecke, aber dazwischen liegen jeweils 30 km. Zum Glück waren an der Strecke viele nette Zuschauer die Wasser verteilt haben. Eine ganz besonders nette Gruppe hat mir sogar kurzerhand eine frischgespülte Trinkflasche voll mit Wasser gescheckt(!)! Das find ich echt mal genial. Nicht dass so ne Trinkflasche unglaublich teuer wäre, mit 2€ ist man dabei, aber trotzdem, einfach mal so nem wildfremden die Flasche Wasser schenken – find ich super! Danach hab ich mich auch gleich beflügelt gefühlt und an einem Steilen anstieg einige stehen lassen. 😉

Die größten Probleme hatte ich bei den beiden Wettkämpfen damit einzuschätzen wieviel Kraft ich noch habe. Denn ich wollte ja nicht auf halber Strecke erster sein um dann einzubrechen. Eine weitere Herausforderung war, groben Schotter steil bergauf oder bergab zu fahren. Bergauf muss man aufpassen, dass man nicht umfällt und schon mehrere Meter vorher überlegen welchen Weg man einschlägt. Teilweise bestand die Strecke echt aus besseren Steinbrüchen mit nem halben Meter tiefen ausgewaschenen Löchern in der „Fahrbahn“. Bergab kommt man ins ganz ungewöhnliche Situationen wenn man sich plötzlich auf solchen Steinbrüchen mit 40 km/h ertappt und realisiert dass bremsen jetzt alles nur noch schlimmer machen würde. 🙂 Und wenn man dann noch von anderen mit 60 km/h überholt wird, fängt man schon an an der Realität zu zweifeln. Ich zumindest konnte mir nicht vorstellen da noch schneller runterzubrettern. Aber das zeigt ja, dass es noch Luft nach oben gibt.

Schön sind übrigens die Verpflegungsstände. An denen gibts leckere Riegel (so Fruchtzeug in Oblaten, nicht dieses komische Eiweiß-Power-Chemie-Zeug), drei Sorten Flüssigkeit und nette Menschen die einem die Sachen reichen. Praktisch ist auch dass es für jeden Wettkamp ein Finisher-Shirt gibt. Ich glaube ich werde mir nie wieder ein Fahrradtrikot zulegen. Wenn ich nen neues brauche, fahr ich einfach nen Marathon. 🙂

Nächstes Jahr werd ich auf jeden Fall wieder am Start sein. Dann vielleicht auch mit etwas mehr Vorbereitung als dieses Jahr. Das war ja das erste mal, dass ich dieses Jahr 86 km gefahren bin. 😉 Ende Sommer gibts noch ein 3-Etappenrennen von Bad Imnau bis Hechingen durch den ganzen Zollern-Alb-Kreis. Ich weiß noch nicht ob ich da mitmachen werde. Ich hab aber große Lust.

Trainingsplan

So sieht bisher mein Trainingsplan bis Anfang Juli aus. Diese Woche habe ich angefangen. Damit sollte ich theoretisch top fit für den Albstadt Bike-Marathon Mitte Juli werden. Am 12. Juni findet allerdings die 2,5 stündige Trainingsrunde mit 3 x 12 min K3 beim Gonso-Albstadt-MTB-Classic statt. So sammle ich gleich noch etwas Wettkampferfahrung. Ist ja mein erster. 🙂 Ich bin gespannt ob das so hinhaut mit dem Training, ob ich mich immer motivieren kann und wie das ist wenn ich an den Ruhetagen trotzdem fahre. Überhaupt bin ich gespannt ob und wie ich eine Veränderung feststelle. bisher habe ich zwar immer irgendwie gemerkt, dass ich im August flotter bin als noch im April, aber so genau darauf hingearbeitet und darauf geachtet habe ich noch nie.

Zur Zeit bin ich am überlegen, ob ich mir eine Pulsuhr zulegen soll. So könnte ich mein Training etwas besser überwachen. Ich neige nämlich leicht dazu dauernd Vollgas zu geben. Und das widerspricht dem Trainingseffekt ja. Mit einer Pulsuhr wäre ich davor gefeit. Bei Pulsuhren fällt einem natürlich erstmal Polar ein. Allerdings gibts von Polar für 30€ nur das Einstiegsgerät FS1. Das kann grade mal die Uhrzeit, die aktuelle und die durchschnittliche Herzfrequenz anzeigen. Von Sigma Sport gäbe es für das selbe Geld schon das Topmodell PC 15. Ich kenne Sigma bisher nur von Fahrrad Computern. Aber da sind sie echt gut, finde ich. Daher tendiere ich momentan extrem zur PC 15 von Sigma. Aber ich bin mir eh noch nicht komplett sicher ob so ne Pulsuhr wirklich sinnvoll für mich ist. Andererseits sind 30€ jetzt nicht sooo viel Geld, man könnte es ja einfach mal ausprobieren. Auf jeden Fall wären noch mehr auswertbare Daten für einen Liebhaber von Statistiken, wie mich, schon toll. 🙂 Trotzdem werd ich wohl die ersten Wochen ohne Pulsuhr trainieren.

Wer gute Literatur zu Fahrradtraining hat, darf mir gerne Links und Buch- und Zeitschriftenempfehlungen zukommen lassen. Ich hab keine Ahnung ob das so gut ist wie ich mir das ausgedacht habe. Bei der Erstellung meines Trainingsplans habe ich mich übrigens am Alpencross-Trainingsplan von MountainBike Magazin orientiert.

Winterliche Lampentestfahrt

-5°C, Schnee, Nacht – optimale Voraussetzungen um mal wieder richtig Rad zu fahren. Es sind dann doch stolze 23 Kilometer geworden. Habe gestern meine neue Lampe von Deal Extreme bekommen. Die wollte ausgiebig getestet werden. Dazu morgen mehr. Wenn ich so weiter fahre komm ich noch unter die ersten 2000 beim Winterpokal! :mrgreen:

Ich bin die schöne Strecke am Neckar entlang nach Tübingen gefahren. Manchmal schon etwas mulmig, wenn rechts von einem der rauschende breite Fluss und links der ruhige große See liegt. Ging aber alles gut. Sogar von der Kälte her lief alles überraschen glatt (höhö). Kalte Füße bekam ich erst gegen Ende und auch nicht so sehr dass es nicht mehr auszuhalten war. Für nächsten Winter leiste ich mir vielleicht mal Reifen mit Spikes. Für diesen lohnts wohl kaum noch.

Ich finds einfach toll, dass ich jetzt dank richtiger Kleidung und neuer guter Lampe auch im Winter gut Fahrradfahren kann. So verliere ich meine Kondition nicht völlig. Daher hab ich mich auch gleich mal für zwei MTB Marathons angemeldet. Der Albstadt Bike Marathon (86 km, 1600 hm) und der Gonso Albstadt MTB Classic (46 km, 950 hm), auch in Albstadt. Das wird toll. Dann kann ich mich endlich auch mal einschätzen wie „gut“ ich so bin. 🙂

Bis dahin brauch ich dann noch Fahrradhandschuhe und am besten auch Klickpedale samt Schuhen. Und vielleicht auch so komisch aussehende Radlerklamotten in knallrot. 🙂