10 Ideen für iOS 7

In einem guten Monat werden wir auf der WWDC die neue Version von Apple iOS vorgestellt bekommen. Ich selbst bin , abgesehen von einigen Kleinigkeiten, sehr zufrieden mit iOS wie es inzwischen ist. Darum habe ich mich mal umgeschaut was andere sich für iOS so wünschen.

1. Neues Design
Ein neues Design ist zwar nicht wirklich ein neues Feature, aber wohl der meist beschriebene Aspekt des nächsten iOS in letzter Zeit. Seit Jony Ive nicht nur Senior Vice President für Industrial Design, sondern auch Human Interface Chef für die Software ist, sind sich alle einig, dass er das Design früher oder später mächtig ändern wird. Jony Ive ist bekannt für schlichte Designs. Alle unnötigen Elemente werden weggelassen. Der vorherige iOS Chef Scott Forstall liebte scheints sehr den Ansatz Software von echten Objekten abzuleiten. So sind Apps wie Game Center, Notizen, Kalender usw. entstanden. Das soll nun alles umgekrempelt werden. So grundsätzlich finde ich es angebracht das 6 Jahre alte Design mal etwas aufzufrischen. Viele der iOS Apps die ihr eigenes Design mitbringen gehen inzwischen einen moderneren Weg, der aber trotzdem nicht aus dem Rahmen fällt. Aber abgesehen vom Aussehen hoffe ich, dass damit auch einige Benutzungsverbesserungen Einzug erhalten. Zum Beispiel finde ich das lange tappen auf den zurück-Button in Tweetbot super. Man kommt dann nicht nur einen Schritt zurück sondern alle, landet also wieder am Anfang.

Viele Benutzer wünschen sich einen schnellen zugriff auf Einstellungen wie Bluetooth, WLAN, Flugzeugmodus und UMTS. ich weiß zwar nicht wieso man diese Sachen andauernd umstellen sollte, aber anscheinend ist das ein großer Wunsch.

In vielen Design-Konzepten für iOS 7 finden sich veränderte Funktionen der typischen Listen-Elemente. Bislang kann man bei normalen Listen in iOS mit einem Finger-Swipe höchstens das Element löschen. Doppel- oder Dreifach-Taps gibt es nicht. Man könnte mit diesen zusätzlichen Gesten weitere Funktionen schneller erreichbar machen. Da ist wieder Tweetbot ein gutes Beispiel. Wischen nach rechts über einen Tweet zeigt die Unterhaltung an, wischen nach links zeigt den Tweet einzeln an. Ein einzelner Tap zeigt Funktionen an um etwas mit dem tweet zu machen. Ein doppelter Tap zeigt wiederum den einzelnen Tweet an und mit einem dreifachen Tap gelangt man zum Antwort-Bildschirm. So irgendwie, in der Art könnte Apple das auch in seinen Standard-Apps machen. Allen voran Mail.app.

Tweetbot for iOS

Das Design und Interface ist auf jeden Fall ein großes Thema. Es sollte auf jeden Fall alles etwas dynamischer werden. Vorhandene Möglichkeiten sollten besser ins System einbindbar sein. Inzwischen gibt es da viele Lösungsansätze anderer App-Entwickler. Die Schwierigkeit liegt darin die richtigen Ideen ins Hauptsystem zu übernehmen und sie den Entwicklern wiederum zur Verfügung zu stellen.

2. „Mission Control“
Bei Mac OS X gibt es Mission Control, oder Exposé, so hieß es bis OS 10.6 Snow Leopard. Alle offenen Programme werden nebeneinander auf dem Bildschirm angezeigt. Apple hatte sowas schonmal in einer Vorabversion von iOS 4 drin. In die finale Version hat es diese Funktion bisher nicht geschafft. Bei iOS ist es nicht so ganz einfach für das System zu bestimmen wann eine App läuft oder nicht. Es laufen ja immer nur Hintergrundprozesse, die von einer App angestoßen wurden. Apps die keine Hintergrundprozesse benötigen werden beendet bzw. angehalten sobald sie geschlossen werden. Läuft so eine App noch, oder wurde sie beendet? Außerdem ist es vermutlich eh nicht sonderlich aufschlussreich viele kleine Screens auf einmal zu sehen, da die dann ja doch sehr klein sind.

3. Sicherheit (Fingerprint-Sensor)
Seit ich in Berlin wohne habe ich eine Code-Sperre eingestellt. Nach 5 Minuten nicht benutzen muss ich einen vierstelligen Code eingeben um an mein iPhone ran zu kommen. Das ist nicht nur nervig, sondern auch nicht sonderlich sicher. Fürs den Nachfolger des iPhone 5 ist ein Fingerabdrucksensor im Home-Button im Gespräch. Damit könnte man dieses Problem wunderbar elegant hinter sich lassen. Man würde nichts davon mitbekommen und es wäre doch sicherer. Auch würde diese dämliche android’sche Gesicht-Erkennungs-Sperre, die Fotos nicht von echten Gesichtern unterschieden kann, vermieden.

4. „Widgets“
Bei Android gibt es sowas wie Widgets. Also Bausteine, welche Informationen enthalten, die man sich in den Homescreen klatschen kann. Also zum Beispiel das Wetter, Aktienkurse, die ersten drei neuen E-Mails… Ich sehe durchaus eine Möglichkeit sowas einzubauen. Diese Blöcke könnten eben immer ein vielfaches von App-Icons groß sein. Das „Problem“ ist, dass das semantisch nicht zueinander passt und die potentielle Unübersichtlichkeit fördert. Bisher besteht der Homescreen nur aus Programmstartern, Informationen sind (abgesehen von den Badges, und die sind jeweils App-bezogen) keine dabei. Ich glaube das würde ich verwirrend finden. Darum denke ich, dass Apple das so nicht umsetzen wird. Wenn, dann könnte es extra Widget-Seiten geben. Also Seiten zwischen den Homescreens, die nur für Widgets gedacht sind. Allerdings muss man dann noch mehr wild wzsichen den Screens hin- und herscrollen wie bisher schon.

5. Siri
Siri ist jetzt schon 1,5 Jahre alt und immernoch Beta. Seither hat sich nicht wirklich viel getan. Siri kann kaum mehr als am Anfang. Im Vergleich zu Googles Sprachsuche ist es zudem recht langsam. Ich denke Siri könnte mit einer mächtigen API ein sehr starkes Argument für das Apple System im Vergleich zu Android und anderen sein. Zum Beispiel Navigations-Apps könnten damit sehr aufgewertet werden. Apple müsste dabei gewährleisten, dass die Server die zusätzliche Last zuverlässig meistern. Außerdem muss bei bestimmten Aufrufen klar sein welche App gemeint ist. Das heißt jede einzelne Siri-fähige App braucht ein für sie einmaliges „Siri-Stichwort“.

Mit der Einführung von Siri hat Apple leider die bisher vorhandene rudimentäre Offline-Sprachsteuerung über Bord geworfen. Wenn man mal kein Internet hat, oder Siri aus sonstigen Gründen nicht tut, funktioniert die Sprachsteuerung kein Bisschen. Wieso sollte ich ohne Internet nicht einen Anruf tätigen können? Eigentlich würde es reichen wenn sie einfach einen Fallback einbauen und dann die alte Sprachsteuerung einschalten.

6. Auto-Integration
Vor kurzem machte ein weiteres Gerücht die Runde, dass Apple sich mehr in Richtung Auto-Integration entwickeln möchte. Der bisherige Ansatz mit „Eyes Free“ ist ja nur eine Siri-Integration. Zum Beispiel könnte bei eingestecktem iPhone die Auto-Navigation durch die Apple-Navigation ersetzt werden. Früher oder später könnte so theoretisch das ganze „Infotainment“-System eines Auto aus dem Handy kommen. Das wäre ein weiteres großes interessantes Feld für Entwickler. Für Apple böte es die Möglichkeit seine Kunden weiter zu binden und seinen Kartendienst durch die vielen (genaueren) Daten weiter zu verbessern.

7. Standard-Apps
Am normalen Computer kann man für häufige Aufgabe Standard-Programme festlegen. Also für E-Mail, Browsen, Kalender, Musik usw. Am iPhone sind das bisher alles Programme die Apple auch liefert. Bisher werden Links automatisch in Safari geöffnet und Termine in Apple Kalender. Ich benutze inzwischen Fantastical als Kalendar-App. Es ist nervig in einer E-Mail den Termin nicht gleich in Fantastical öffnen zu können sondern erst noch rumkopieren zu müssen. Es wäre teilweise wirklich sinnvoll wenn man Standard-Apps einrichten könnte. Andererseits halte ich das nicht für sonderlich wahrscheinlich.

8.  „Fuchtel“-Gesten
Das Samsung Galaxy S4 bietet die Möglichkeit Anrufe mit  einem Winken anzunehmen. Das finde ich sehr praktisch. So sollte man auch Lieder weiter schalten und Nachrichten vorlesen lassen können. Am Besten sollte man damit Siri aktivieren können. So hätte man zugriff auf so ziemlich alle Funktionen des Handys. Ich stehe oft beim Kochen mit nassen Händen und würde gern das nächste Lied hören. Das Problem was ich dabei sehe, ist die Zuverlässigkeit mit der ein Winken als eines erkannt wird das das Handy meint. Also nicht dass dauernd das Handy sich meldet nur weil es auf dem Tisch liegt und mehrere Personen drumherum sind.

9. Wallet
Mit iOS 6 hat Apple Passbook eingeführt. Darin können Gutscheine und Bonussysteme von diversen Unternehmen elektronisch gespeichert werden. Das ist der erste Schritt zum digitalen Geldbeutel. Google ist da mit Google Wallet schon einen Schritt weiter. Damit kann man theoretisch im Geschäft seine Rechnung mit dem Handy bezahlen. Zur Identifikation wird NFC verwendet. Angeblich soll ins nächste iPhone auch ein NFC-Chip wandern. Ich persönlich fände diese Zahlungsart sehr praktisch – aber nur wenn es auch die meisten Läden nutzen. Dazu müsste Apple einen eigenen Bezahl-Dienst auf die Beine stellen, über den dann das ganze Geld fließt. Das ist wiederum schwierig an die einzelnen Läden zu vermitteln. Zumal es schon jetzt mehrere konkurrierende Anbieter gibt. Vielleicht setzt sich ja früher oder später ein standardisiertes Verfahren durch mit dem es Möglich wäre, dass ein Laden mehrere Bezahl-Anbieter verwendet. So wie es jetzt möglich ist mit EC-Karten unterschiedlicher Banken bezahlen zu können.

10. Mehrnutzer-Modus
Selbst besitze ich zwar noch kein iPad, aber ich plane mir ein iPad mini zuzulegen, sobald es mit Retina-Display verfügbar ist. Da das dann als Wohnzimmer-Computer gedacht ist, wäre es extrem praktisch, wenn meine Freundin und ich eigene Accounts darauf haben könnten. Durch den neues Fingerabdruck-Sensor könnte das Umschalten zwischen den Accounts auch sehr einfach realisiert werden.

Da war jetzt kein wirkliches Hammer-Feature dabei. Aber ich denke das braucht es garnicht. iOS ist ja wie es jetzt ist schon ziemlich gut. Nur sollte das Betriebssystem mal einer Frischzellenkur unterzogen werden. Alles sollte wieder etwas vereinheitlicht werden und vielleicht nochmal neu überdacht werden. Vielleicht wäre es tatsächlich sinnvoll wenn Apple seinem iOS mal so etwas wie ein Snow Leopard spendiert. Also keine neuen Features, sondern nur bestehendes verbessern damit alles wieder rund läuft und bereit ist für neue Features. Aber ich denke das wird nicht passieren. Denn zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung ist iOS mehr und mehr Android hinterher. Auch wenn das realistisch betrachtet oft Funktionen sind, die zwar nett aussehen, aber im Alltag kaum nützlich sind. Aber ich denke Apple kann auch beides hinbekommen. System überholen und ein paar neue Features die die Presse am Jubeln halten.

Siri – Was fehlt

Seit über zwei Monaten benutze ich nun schon das iPhone 4S – und somit auch Siri. Das was es kann, kann es gut. Wenn niemand dazwischen redet klappt es allermeistens ohne Probleme. Ich benutze es hauptsächlich um Wecker und Erinnerungen zu erstellen, manchmal um kurze Mails und Tweets zu schreiben und um Telefonate zu starten. Aber natürlich kommen einem gleich ein Dutzend weitere Anwendungsfälle in den Sinn.

Einige weitere Funktionen sind in englischer Sprache bereits verfügbar. Zum Beispiel Integration in die Karten-App und Zugriff auf Daten von Yelp und Wolfram Alpha. Besonders die „Fakten-Abfrage“ durch Wolfram Alpha habe ich schon oft vermisst. Mit diesem Funktionen kann man in der ersten Jahreshälfte 2012 auch auf Deutsch rechnen.

Aber was könnte man noch mit Siri machen? Ich verstehe ja nicht, dass Apple nicht auch gleich die Möglichkeit mit Siri zu twittern eingebaut hat, obwohl Twitter ja jetzt in iOS fest verankert ist.

Das was am meisten fehlt ist eindeutig die Entwickler-Integration. Ich fände es genial wenn ich Runkeeper per Siri zum GPS-Daten tracken starten, in der IMDb-App einen Schauspieler suchen oder Zugverbindungen mit der DB-App suchen könnte. Da tut sich ein schier endloses Feld an neuen Möglichkeiten auf. Das hat Apple mit Sicherheit auch bemerkt und wird sicher im Moment an einer Möglichkeit arbeiten Siri für Entwickler zugänglich zu machen. Vermutlich ist das garnicht mal so einfach zu lösen, wenn man es schön und einfach haben will. Man stelle sich nur mal vor, man hat mehrere Fahrplan-Apps oder mehrere GPS-Apps. Muss man dann erst den Namen der App sagen und dann erst „Wie komme ich um 15 Uhr nach Berlin Simpsonweg“? Man könnte jeder App eine eindeutige Anrede zuordnen. Das könnte aber auch schnell zu Verwirrung führen. Bei vielen ähnlichen Apps müssten manche auf entweder ziemlich seltsame oder total unpassende Anreden ausweichen. Aber genug des Brainstormings. Es sollte klar sein, dass das mal wieder eine anspruchsvolle Aufgabe für Apple sein wird. Aber ich denke sie werden bis spätestens iOS 6 eine Lösung dafür gefunden haben.

S/MIME Verschlüsselung mit Apple Mail und iOS

Vor einigen Jahren hab ich mal davon gehört, dass man Mails ja auch verschlüsselt verschicken kann. Das ging damals am Mac mit Apple Mail nur mit GPGMail, war aber wahnsinnig kompliziert. Auf jeden Fall hab ichs, nachdem ich eine Tage für dieses Vorhaben aufgewandt habe, nicht zum laufen bekommen ohne dass immer mal wieder mein gehacktes Mail zerschossen wurde. Darum hab ich das mit dem Mails verschlüsseln und signieren erstmal aufgegeben.

Als jetzt für Lion eine neue GPGMail-Version verfügbar war hab ich mir das auch mal wieder angeschaut. Das ging deutlich einfacher. Hat recht schnell halbwegs funktioniert. Allerdings musste ich feststellen, dass ich ja logischerweise verschlüsselte Mails nichtmehr am iPhone lesen kann. Denn MobileMail kann kein OpenGPG und lässt es sich auch nicht beibringen. Es gibt im App Store einige (hässliche) Mail-Clients die OpenGPG beherrschen, zum Beispiel Secure-Mail Secure-Mail - Felix Schulze. Aber ich bin nicht gewillt auf ein anderes Programm zu wechseln, welches zumal nicht im System verankert ist.

Bei der Recherche zu OpenGPG, iOS und Apple Mail bin ich auch auf S/MIME gestoßen. Ich hatte keine Ahnung was das ist, aber iOS unterstützt das wohl seit Version 5. Bei S/MIME handelt es sich um Secure / Multipurpose Internet Mail Extensions und ist auch ein Verschlüsselungsstandard für E-Mails. Dieser wird im Gegensatz zu OpenGPG auch von vielen Mail-Programmen von haus aus unterstützt, so auch Apple Mail und iOS.

Apple Mail:

  1. Zertifikat für die gewünschte E-Mail-Adresse besorgen. Solche Zertifikate kann man z.B. bei VeriSign für einen jährlichen Beitrag kaufen. Es gibt aber auch kostenlose Zertifikate, die sind aber nur ein Jahr gültig. Ich habe meins von TrustCenter
  2. Zertifikat herunterladen und per Doppelklick dem Schlüsselbund hinzufügen.
  3. Ab sofort sollten in Mail beim Verfassen neuer Mails Icons zum signieren und verschlüsseln auftauchen.

iOS:

  1. Zertifikat aus Schlüsselbund als *.p12-Datei exportieren. 
  2. Zertifikat auf iOS-Gerät bringen. Per Mail schicken ist einfach aber unsicher, da diese Mail abgefangen werden kann. Ist ja noch nicht verschlüsselt. Der sicherste Weg ist da vermutlich über die iPhone Configuration Utility.
  3. Datei auf iOS-Gerät öffnen und auf installieren tappen. Unter iOS wird das Zertifikat als Profil installiert. (Einsehbar unter Einstellungen -> Allgemein -> Profile)
  4. In den Einstellungen des entsprechenden Mail-Accounts unter Account -> Erweitert -> S/MIME: S/MIME einschalten.
  5. Bei Signieren und Verschlüsseln das eben importierte Zertifikat auswählen.

Allgemein gilt, dass man verschlüsselte Mails erst entschlüsseln kann wenn man den public key des Senders hat. Den bekommt man indem der Sender einem erstmal eine signierte Mail schickt. Beim Mac wird das Zertifikat des Senders dann automatisch in den Schlüsselbund übernommen. Bei iOS muss man bei der eingetroffenen Mail auf das Häkchen neben dem Absender tappen. Dann kann man das Zertifikat installieren. Wenn das erledigt ist werden neue Mails verschlüsselt versandt, sofern man den public key des Empfängers im System hat. Wenn nicht werden sie nur signiert verschickt. Wenn man auf signierte Mails antwortet werden sie grundsätzlich verschlüsselt. beides gilt für Mail und für iOS. Unter iOS muss man da aber etwas aufpassen, denn man kann beim schreibend er Mail nicht einstellen ob man verschlüsselt oder nicht versenden will. Das geht nur in den Account-Einstellungen. Man sollte sich also sicher sein ob der jeweilige Empfänger die Mail auch wirklich entschlüsseln kann.

10 Jahre iPod

Zu Ehren des 10. Geburtstags des iPods möchte ich mal die Erfahrungen eines iPod nano Langzeittests aufschreiben.

Ende 2005 habe ich mir mein erstes Apple-Produkt gekauft: Ein iPod nano der ersten Generation. Der kam da grade frisch raus und hat den iPod mini abgelöst. Er war unglaublich flach und klein und hatte sogar nen Farbdisplay und hat stolze 14 Stunden Audio gespielt.

Der iPod nano hat mir bis Anfang 2008 treue Dienst geleistet. Ich habe ihn täglich auf der Fahrt zur Uni genutzt. Dann bin ich aufs iPhone umgestiegen. Den iPod hat dann ein Kumpel weiter benutzt. Irgendwann hat der iPod dann mal ein Duell gegen einen Arsch verloren und hatte ein gebrochenes Display. Trotzdem wurde er weitergenutzt. Seither halt als großer Shuffle. Seit diesem Jahr ist der iPod im Ruhestand. Ich habe ihm aber noch ein neues Display gegönnt. Das hat auch gleich wunderbar funktioniert. Er funktioniert immer noch wie am Anfang. Sogar der Akku hat nicht spürbar nachgelassen. Er hat nur etwas an Glanz verloren. Vielleicht wird er später mal wieder als Badezimmer-Musiker gebraucht!

iPod nano

Auf jeden Fall ein super Produkt der iPod nano von damals. Er hat mich zu Podcasts gebracht und natürlich zum Mac. Natürlich hat er mich auch mehr zur Musik gebracht, weil ich so plötzlich gaaaanz viel (im Vergleich zu 128 MB vorher) Musik fasste. Außerdem kam man dank des iTunes Music Stores an so ziemlich alles sofort ran. Ich finde übrigens immernoch, dass iTMS viel toller klingt als iTunes Store. Von daher eigentlich schade, dass es da inzwischen alles gibt. 🙂

Leider ist meiner Meinung nach der aktuelle iPod kein würdiger Nachfolger. Durch den Touchscreen lässt er sich unmöglich blind bedienen. Geil als Uhr, aber kein wirklich praktischer Musik-Player. Somit gibt es grade bei Apple zwischen dem iPod shuffle und dem iPhone eigentlich kein sinnvolles Produkt.

iPhone 4S

Das iPhone 4S ist da. Ich bin vollauf zufrieden, denn fast all meine Wünsche sind erfüllt worden. Dank Siri bin ich sogar richtig aufgeregt. Ich glaube ich war seit dem Kauf meines 3GS nicht mehr so erfüllt von Vorfreude. 🙂

iPhone 4S

Siri hört sich wirklich gut und extrem nützlich an. Wie oft habe ich mir gewünscht eine E-Mail einfach diktieren zu können. Die Integration von WolframAlpha ist dann noch das Sahnehäubchen auf die Steuerungs-Tasks. Schön ist auch zu hören, dass Apple weitere Dienste zu Siri hinzufügen will. Das erste was mir da einfällt ist eine IMDb-Integration.

Neben Siri ist für mich die neue Kamera das Highlight. 1080p-Aufnahmen sind wirklich sehr nett. Dazu noch Bildstabilisator und Gesichtserkennung für Fotos. Endlich kann ich brauchbare Videos machen.

Leider hat Apple nicht, wie ich vermutet hatte, dem neuen 64GB iPhone den Preis des alten 32GB iPhones gegeben, sondern einfach ein drittes teures Modell hinzugefügt. Nunja, am Freitag wird trotzdem wie geplant das 32GB iPhone 4S bestellt.

iPhone 4S Preise

Komisch finde ich allerdings, dass so viele Menschen enttäuscht zu sein scheinen. Mal abgesehen davon, dass die Gerüchte eh eine ziemliche klare Sprache gesprochen hat, worauf habt ihr denn gewartet? Ich frage mich echt was man da außer dem Design groß anders machen könnte. Ein neues Design hätte zwar nett sein können, aber das iPhone 4 sieht ja wahrlich nicht schlecht aus und so im täglichen Gebrauch kommt es ja eindeutig auf die inneren Werte an. Aber sonst, fehlt dem iPhone ja nicht wirklich irgendwelche wichtige Hardware. So Sachen wie LTE und NFC sind ja auch bei den anderen paar Herstellern die das schon haben nur Spielereien. Also nur weil das neue Gerät aussieht wie das alte und auch ähnlich heißt ist man enttäuscht, obwohl innen drin die wichtigsten Sachen neu sind. Irgendwie lächerlich. Für mich sieht das iPhone 4S nach einer ziemlich runden Sache aus. Apple weiß halt wie man zu Hardware die passende Software schreibt. „It just works!“

Meine Tipps zum nächsten iPhone

Heute erschein das neue iPhone. Da das Gerät was morgen vorgestellt wird mein iPhone 3GS ablösen soll habe ich interessiert jedes Gerücht der letzten Monate in mich aufgenommen. Hier kommt mein „Abschlußbericht“.

Es wird kein iPhone 5 geben, sondern „nur“ ein iPhone 4S. Es wird genau so aussehen wie das iPhone 4, nur mit dem Unterschied, dass ein größeres Display bis zum Rand verbaut wurde. Hardware-Neuerungen sind ansonsten: 8MP-Kamera, A5 Prozessor und 1GB Ram mit 16 bis 64GB Speicherplatz. Nur das mit dem größeren Display zweifle ich selbst noch etwas an, das entspricht mehr meinen Wünschen als der aktuellen Gerüchte-Lage. Aber so in dieser Ausstattung wäre das mein Wunschgerät. Da könnte ich das mittlere mit 32GB nehmen.

Ansonsten wird es heut Abend viel um iOS 5 und den „Assistant“ (worauf ich mich echt freuen würde) gehen, natürlich auch um die iCloud und vermutlich auch um iPods. iOS 5 und die iCloud werden entweder sofort verfügbar sein, oder Ende der Woche. Das neue iPhone wird man vorbestellen können. Verkaufsstart ist dann kommenden Samstag oder Montag. Die Veranstaltung wird zwei Stunden dauern. Steve Jobs wird auch mal kurz Hallo sagen, aber nur ganz kurz.

So, damit hab ich mich jetzt auch doch noch dem Glaskugel-Lesen angeschlossen. Mit den iPhone-Tipps bin ich mir wie gesagt ziemlich sicher. Ehrlich gesagt fällt mir so langsam auch nichts mehr ein was man da noch anderes an toller Hardware einbauen könnte…

Was ist die iCloud?

Heute hat Apple nicht nur bekannt gegeben, dass dir übliche Keynote zum Start der WWDC Steve Jobs halten wird, sondern auch dass ein neuer Service namens iCloud präsentiert wird. In der Pressemeldung ist von „cloud services offering“ die Rede. Aber was kann man sich darunter vorstellen?

Schon im Dezember 2009 hat Apple den Musikdienst Lala aufgekauft. Lala bot seinen Mitgliedern die Möglichkeit die eigene Musiksammlung auf die Lala-Server hochzuladen um sie über das mobile Internet überall abspielen zu können. Seither hat sich mit iTunes diesbezüglich nichts getan. Es verlor etwas an Farbe und die CD im Icon und Lala stellte seinen Dienst ein. Derweil zog Apple ein riesiges Datencenter in North Carolina hoch, welches seit Ende letzten Jahres fertig sein dürfte. Auf jeden Fall steht es jetzt bereit um genutzt zu werden.

Ende März diesen Jahres stellte Amazon sein Cloud Drive und Cloud Player vor. Dort hat man 5 GB kostenlosen Wolken-Speicherplatz. Da kann man seine eigene Musik hochladen. Alles was man bei Amazon online kauft nimmt keinen Platz weg. Wenn man trotzdem mehr als 5 GB braucht kostet das. Erst vor knapp drei Wochen zog Google nach mit Music Beta. Dort kann man 20.000 Songs hochladen und diese im Browser oder über eine Android App abspielen.

Diese Vorgeschichte zum Thema „Musik in der Cloud“ kann man als Zusage nehmen, dass Apples iCloud auch dies irgendwie anbieten wird. Nur wie? Den Ansatz von Amazon finde ich ganz gut. Das was man schon besitzt kostet, alles was man zusätzlich über den angeschlossenen Shop kauft verbraucht keinen Platz. Ich denke sowas ähnliches wird auch Apple anbieten. Aber vielleicht ohne kostenloses Modell. Allerdings bin ich mir sicher, dass der Service von Anfang an gut in iTunes und iOS eingebunden sein wird. Das hören über den Browser wird wegfallen, denke ich.

Was aber wird iCloud noch beinhalten? Es gibt da noch eine Baustelle von Apple die man mal angehen könnte. Zum Einen wäre da iWork.com. Das wurde zusammen mit dem letzten großen iWork-Update Anfang 2009 als beta vorgestellt. Seither hat sich weder an iWork.com noch an den Desktop-Apps was getan. Nur die iOS Geräte wurden mit Pages, Keynote und Numbers versorgt. Zuletzt heute mit iWork fürs iPhone. Ich denke Apple wird iWork.com überarbeiten und zu einem Teil der iCloud machen. Vielleicht wird es sogar möglich sein die Dateien direkt online im browser zu bearbeiten – ähnlich wie bei Google Docs. Aber das halte ich für unwahrscheinlich. Apple setzt da eher auf Apps auf den jeweiligen Geräten.

Apropos Apps… ich weiß nicht ob ich hoffen soll, dass iCloud auch so ähnlich wie Dropbox funktioniert. Es wäre schon schön wenn man als iOS- bzw. Mac-Developer schön mit den eingebauten APIs seine Daten und Einstellungen über iCloud synchronisieren könnte. Andererseits würde das, wenn es gut funktioniert, das sympathische Dropbox überflüssig machen.

Das wirds wohl gewesen sein an neuen Features. Ich denke die iCloud wird zum speichern von Daten da sein, wobei der Fokus sicher auf der Musik liegen wird. Das heißt WebApps werden weiterhin MobileMe unsterstellt sein. Aber was passiert zum Beispiel mit der iDisk? Eigentlich ist diese wie dafür geschaffen mit iWork.com zur iCloud zu verschmelzen. Hat ja auch schon ne Wolke im Icon. 🙂

Ich denke übrigens nicht, dass die bisherigen MobileMe-WebApps eine größere Überarbeitung erfahren werden. Die sind ja bisher schon ganz ok, außerdem sind die meisten ja in den letzten Monaten immer mal wieder aufgefrischt worden. Sie werden höchstens irgendwie anders im neuen iCloud/MobileMe-Konzept eingebaut.

Es gibt auch Gerüchte die meinen, dass ein Teil von MobileMe kostenfrei wird und ein anderer Teil weiterhin als MobileMe Pro oder so ähnlich weiterhin was kosten wird. Das fänd ich aber zusammen mit dem vermutlich ebenfalls kostenpflichtigen iCloud eine viel zu unübersichtliche Mischung. Apple wird sich da was halbwegs einheitliches einfallen lassen und das ganze unter ein bis zwei Hüten vereinen.

Soviel mal zu meinen Einschätzungen. Was wirklich passiert wird wohl am Montag auf www.apple.com und www.icloud.com zu lesen sein.

iOS Development Start

Seit ungefähr einem Monat hab ich endlich so richtig mit iOS-Entwicklung begonnen. Das schiebe ich ja schon seit drei Jahren vor mir her. Genau, so lang ist es schon her, dass überhaupt die Möglichkeit besteht Apps fürs iPhone zu entwickeln.

Ich habe so lange gebraucht, weil ich mich einfach nicht an dieses große Thema herangetraut habe. Irgendwann hatte ich mir ein Buch gekauft. „Objective-C und Cocoa Band 1“ von Amin Negm-Awad. Das war aber eher nicht so toll. Man muss da erstmal ganz viel Theorie lesen, bevor man im Schneckentempo ein kleines Progrämmchen baut. Es ist ja einleuchtend, dass man sich beim Programmieren auch mit der Theorie befassen muss. Man sollte im Optimalfall die Theorie von wichtigen Konzepten verstanden haben bevor man loslegt. Aber man muss nicht jedes Konzept nicht bis ins kleinste Detail erklären und man kann Schrittweise vorgehen. Mir gehts so, dass ich am besten lerne wenn ich das eben gelernte gleich anwenden kann. Dann kann ich in Code denken und muss das nicht immer erst aus der Theorie her übersetzen wenn ichs noch kaum versteh. Wenn ich erstmal ganz viel Theorie lerne hab ich das was am Anfang kam schon lang wieder vergessen wenn es dann mal ans Praktische geht.

Aber zum Glück gibt es noch andere Bücher. Ende letzten Jahres hab ich mir dann eins von u.a. dem hochgelobten Aaron Hillegass zugelegt. „iPhone Programming – The Big Nerd Ranch Guide“ hat nicht nur nen coolen Namen, sondern macht alles weiter oben „richtig“. Außerdem ist das auch im Gegensatz zu dem anderen auf iOS Programmierung ausgelegt. Das machts nochmal ein wenig leichter.

Zusammen mit dem Internet, Beispiel-Code von Apple und Apples Library zum Nachschlagen funktioniert dieses Buch für mich ziemlich gut. Aber der Schlüssel war eigentlich nur einfach mal anzufangen. Wenn man mal angefangen hat und ein kleines Programm hinbekommen hat, bekommt man schon ein Gefühl für Xcode, Objective-C usw. Es geht bei mir momentan immernoch ein wenig schleppend, aber ich lerne jeden Tag was neues und kann es dann auch anwenden.

Soviel mal zum Start. Demnächst mehr dazu was ich damit mache.

GarageBand fürs iPad

Gestern ist GarageBand fürs iPad GarageBand - Apple® im App Store erschienen. Die App läuft, im Gegensatz zum ebenfalls erschienen iMovie iMovie - Apple®, sowohl auf dem alten iPad als auch auf dem iPad 2. Und ich habs gleich mal am alten iPad ausprobiert.

Steve Jobs hat bei der Keynote gesagt „this is not a toy“. Da kann ich ihm leider nicht so ganz zustimmen. Schneiden funktioniert zwar ganz gut, aber die Smartinstruments sind doch sehr limitiert. Das fängt schon allein bei der Tatsache an, dass es eine klitze-kleine Latenz gibt bis das iPad den Ton den man drückt wiedergibt. Das ist zwar kaum wahrnehmbar, aber stört beim flüssigen spielen durchaus. Dazu kommt, dass man an so einem virtuellen Instrument lang nicht so direkt dran ist wie bei einem echten. Bei der Gitarre ist man außerdem sehr eingeschränkt was die spielbaren Töne angeht. Entweder man spielt die von Apple vorgegebenen Chords, oder normale Noten. Eine echte halbwegs komplexe Melodie zu spielen ist quasi unmöglich, denn einerseits muss man sich mit der Anschlagsstärke rumschlagen und andererseits klingen die (Akkustik-)Gitarrentöne meiner Meinung nach etwas unecht.

Die vier von Apple vorgegebenen Gitarren-Spielarten sind zwar relativ abwechslungsreich, aber daher auch quasi unplanbar. Man weiß nicht was einen erwartet. So bekommt man zwar eine halbwegs nette Melodie deren Tonhöhe man steuern kann, aber dazu einen passenden Schlagzeugtrack zu finden ist extrem schwer.

Die in der Keynote angepriesene Anschlagsstärkenerkennung kann man meiner Meinung nach in die Tonne treten. Ich hatte während dem Testen schnell das Bedürfnis diese Funktion auszuschalten. Habe aber leider keine entsprechende Einstellung gefunden. Die Anschlagsstärke ist unterteilt in nur drei verschiedene Stärken. Den Unterschied hört man relativ deutlich. Da man bei iPad keine echte Taste in der Hand hat, ist es schwierig die benötigte Stärke einzuschätzen. So passiert es, dass man wild durcheinander unterschiedliche Anschlagsstärken spielt. Total nervig.

Schneiden funktioniert dafür ziemlich gut. Es sind ausreichend Funktionen vorhanden um einfache Schneidearbeiten zu erledigen. Acht Spuren sollten für Hobby-Musiker auch reichen. Allerdings hab ich auch Funktionen vermisst. Zum Beispiel kann man zwar die Lautstärke einer Spur ändern, aber innerhalb einer Spur lassen sich keine Lautstärkevariationen vornehmen. Man möchte ja vielleicht mal für einen Übergang ein Instrument ausblenden und ein anderes einblenden. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Etwas versierteren Audio-Menschen als ich es bin fehlen sicher noch einige weitere Funktionen.

So als mobiles Podcasting-Studio wäre das iPad mit GarageBand sicherlich ganz nett. Aber es gibt keine Möglichkeit Sounds von außen einzubringen. Man möchte ja vielleicht mal Soundschnipsel (Intros, …) in einem Podcast abspielen. Es gibt zwar einen „Sampler“ aber mit dem kann man nur Sounds direkt aufnehmen und dann einbauen.

Eine E-Gitarre konnte ich, mangels Audio-Interface, noch nicht ans iPad anschließen. Das sollte ja eigentlich ganz gut funktionieren. Da hat man ja dann ein richtiges Instrument in der Hand. Im iPad 2 Video von Apple wird ein kleines schickes Audio-Interface gezeigt welches das möglich macht. Dabei handelt es sich um ein neues Gerät von Apogee Electronics. Es heißt JAM und ist wohl extra für das iPad 2 hergestellt worden. Man kann es aber auch an einen Mac oder sonstigen PC anschließen. JAM wird direkt mit USB- und Dock-Anschluss geliefert. Es ist ab 31. März in den USA für 99$ verfügbar. Auf meine Anfrage hin bestätigte mir Apogee, dass JAM auch in Europa ab Mitte April erhältlich sein wird. Ein Euro-Preis ist noch nicht bekannt. Ich wollte ja schon länger mal so ein Audio-Interface kaufen um meine E-Gitarre an den Mac anzuschließen. Dieses Teil kommt da wie gerufen.

Ich bin also doch etwas enttäuscht. Dachte das mit den Instrumenten funktioniert etwas besser. Vielleicht braucht man da auch die Rechenpower des iPad 2. Ab und zu habe ich auch die Meldung „Leistung optimieren“ bekommen. Das passiert wenn man zwischen Schnitt- und Instrumenten-Modus wechselt. ist aber verschmerzbar.