HTC 7 Mozart – Klicki ohne Bunti

Ich weiß, ich bin spät dran. Aber besser spät als nie.

Dank der Deutschen Telekom durfte ich ein HTC Mozart testen. Ich möchte das Gerät hier mal umfassend beschreiben und bewerten. Angefangen bei der Hardware ansich.

Das Gerät sieht aus wie ein typisches HTC. Eine graue Schale, Vorderseite fast komplett aus Glas und ein paar Chrom-“Leisten”. Drin stecken eine 1 Ghz CPU, 576 MB Ram, ein 480 x 800 Pixel großes Touchdisplay. Also sehr ähnlich wie das iPhone 4. Das setzt sich auch bei den Sensoren und Funktechnologien weiter fort. Interessant fand ich, dass es neben einer Art Home-Button und einer Zurück-Taste auch einen Hardware-Button für Suche gibt. Den kann man als Entwickler zur Suche in der jeweiligen App nutzen. Wenn man zum Beispiel eine Telefonbuch-App hat, kann man durch Klick auf die Suchen-taste im Telefonbuch suchen. Wenn die geöffnete App aber den Suchen-Button nicht unterstützt, fliegt man aus der App raus und landet bei Google. Das fand ich schon etwas seltsam. Ich bin der Meinung einen Suchen-Knopf in Hardware braucht es nicht. iIn Vielen Apps ist das einfach unnötig. Man braucht ja dann eh ein Suchfeld in Software. Dann kann man auch irgendwo in seiner App ein kleines Suchen-Logo unterbringen. So verwirrt das mehr als es nützt.

Windows Phone 7 ist Microsofts Antwort auf iOS und Android. 2010 aufgetaucht, nachdem Microsoft seit Erscheinung des iPhones im Smartphone-Markt nicht mehr Fuß fassen konnte. Windows Phone 7 ist von Grund auf neu geschrieben. Es wurde besonders auf Touchscreens optimiert. Die Zielgruppe liegt nicht mehr nur bei Business-Kunden sondern auch Normalsterbliche sollen damit gut klar kommen.

Das Betriebssystem sieht auf jeden Fall erstmal sehr anders aus alles alles andere. Man findet keine typischen Icons vor, sondern zweifarbige Kacheln. Jede Kachel repräsentiert eine App. Wenn man drauf klickt startet die jeweilige App. Auf den Startbildschirm passen jeweils zwei Apps nebeneinander. Somit sieht man auch auf den ersten Blick nicht sehr viele. Die kacheln reihen sich so nach unten auf. Das heißt man scrollt nach unten wenn man mehr Kacheln sehen möchte. Nicht alle Apps die man installiert hat lassen sich hier finden. Es gibt oben rechts einen Pfeil nach rechts. Der führt einen zu einer Liste aller installierten Apps. Da sieht man wesentlich mehr auf einmal und hier kann man auch wählen ob die jeweilige App auf dem Start-Screen als Kachel zu sehen sein soll. Die Kacheln enthalten meistens den Namen des Programms und das zugehörige Icon in weiß. Manche Kacheln enthalten aber auch Bilder. Zum Beispiel natürlich die App mit der man seine Fotos anschauen kann. Außerdem kann die Kachel auch Informationen zur App liefern. Zum Beispiel zeigen die E-Mail und SMS-Apps an wieviele nachrichten man erhalten hat.

Die Farbe der Kacheln richtet sich nach dem eingestellten Theme. Das Theme besteht jeweils aus zwei Farben. Da gibt es ein paar Vorlagen die man auswählen kann. Weitere Einstellungen außer der Farbe sind nicht möglich. Das bedeutet auch, dass in den Apps selbst nur zwei Farben vorherrschen. Meistens sind das schwarz und weiß. Und manchmal noch die “besondere” Farbe die, die selbe ist wie die KAcheln. Das bedeutet, dass in der E-Mail-App alles gleich aussieht. Nur Links sind dann in einer dritten Farbe. Die meisten Apps besitzen auch keine definierte Struktur. Es gibt keine trennenden Linien oder Verläufe zwischen unterschiedlichen Bedienelementen. Eine Unterscheidung findet nur durch Schriftgröße statt. Für die Benutzerführung funktioniert das überraschend gut. Ich hätte gedacht dass man so ab und an verwirrt ist wo man jetzt was drückt und nicht weiß was zum Inhalt und was zur Bedienung gehört. Aber für das Auge ist das furchtbar. Man hat sich soo schnell satt gesehen an der Zweifarbigkeit. Das hat bei mir nach einigen Tagen (nicht sonderlich intensiver Benutzung) zu echter Abscheu geführt. Man ist furchtbar gelangweilt von seinem Gerät. Ich verstehe das echt nicht. Nur zwei Farben zu benutzen… der Arbeitsalltag der meisten Manager usw. wird ja schon langweilig genug sein. Da wollen die doch nicht auch noch von ihrem gerät gelangweilt werden.

Natürlich gibt es auch für Windows Phone 7 eine Art App Store. Da gibt’s (gabs) allerdings noch nicht so viele Apps zu entdecken. Ich habe glaub nur Twitter und Navigon Select ausprobiert. Etwas verwirrend ist auch, dass man am Anfang einige Kacheln auf dem Bildschirm hat die keine Apps sind, sondern nur Links in den App Store. Diese Apps muss man dann erst runterladen. Noch verwirrender ist, dass sowohl die telekom, als auch HTC diverse eigene Apps vorinstalliert hat. irgendwelchen Medienkram, mit dem man ganz toll Bilder und Videos verwalten können soll usw. Davon führen manche allerdings auch wieder zu App Stores. Mehrzahl weil es von HTC dann nochmal so nen extra-Ding gibt, wo es HTC-Apps gibt.

Die allgemeine Benutzung ist vergleichbar mit dem iPhone und Android-Geräten. Mir ist nichts aufgefallen, was besonders schlecht oder besonders gut im Vergleich zu bestehenden Lösungen ist.

Für mich als Mac-User war die Datenübertragung ein Problem. Damals gab es nur eine Beta des Windows Phone 7 Connector for Mac. Da konnte man nichtmal Videos oder Bilder vom Handy runterziehen. Nur Musik draufspielen Ging. Aber seit ein paar Wochen gibt es die Finale Version ja sogar im Mac App Store Windows Phone 7 Connector - Microsoft Corporation. Gut so!

Als Fazit kann ich sagen, dass das noch keine gute Antwort auf Androide, geschweige denn das iPhone ist. Klicki ohne Bunti funktioniert halt nicht. Mit dieser Benutzeroberfläche kommt man nicht weit. Komplexere Anwendungen können nicht nur mit zwei Farben realisiert werden. Und wenn man in dieses Schema mehr Farben reinzwängt sieht’s auch wieder unkonsistent aus. Da muss mehr Struktur her. Es fehlen auch noch einige Funktionen, wie Multitasking und Copy & Paste. Aber das wird sicher schnell nachkommen. Ich hoffe Microsoft bekommt da was an den Start. Denn Konkurrenz ist immer gut für die Geräte. Wenn Microsoft es schafft in irgendwas besser zu sein als Apple oder Google müssen die anderen nachziehen. Außerdem wäre es doch schade um Nokia. Ich denke nämlich wenn Nokia es jetzt nicht mit den Microsoft-Telefonen schafft, gehen sie zu Grunde. Das ist weder ihnen noch ihren Marktbegleitern zu wünschen. Suit up, Microsoft!

Thunderbolt

Soeben hat Apple neue MacBook Pros vorgestellt. Die haben, wie schon die Gerüchte richtig voraus gesagt haben, einen so genannen Thunderbolt-Anschluss. Hierbei handelt es sich um Intels neue I/O-Schnittstelle die bisher unter dem Codename “Light Peak” entwickelt wurde. Ein neuer Übertragungsstandard der auf Glasfaserkabel ausgerichtet ist und (vorerst) 10 Gbit/s übertragen kann. Zum Vergleich: FireWire 800 schafft 800 Mbit/s. Und das war auch schon schnell. Im übrigen ist Thunderbolt auch ca. doppelt so schnell wie USB 3.0.

 

Quelle: Apple

Es gibt an der Tatsache, dass Apple das endlich verbaut mehrere tolle Seiten.

Erstens ist toll, dass über Thunderbolt nicht nur Daten übertragen werden können, sondern, da das DisplayPort-Protokoll in Thunderbolt integriert ist, kann man damit auch Monitore und Fernseher mit Bild und Ton versorgen.

Des weiteren kann man bis zu 6 Thunderbolt-Geräte in Reihe schalten (Daisy Chain). Man braucht also theoretisch nur einen Ausgang am Computer um 6 Geräte anzuschließen. Voraussetzung dafür ist natürlich dass die jeweiligen Geräte zwei Thunderbolt-Ports haben.

Quelle: Intel

So richtig toll find ich aber, dass der Formfaktor der Stecker der selbe ist wie Apples Mini DisplayPort. Das ist deshalb so toll, weil somit die Möglichkeit besteht, dass man mit Thunderbolt nicht ganz so auf “Verlorenem Posten” wie mit FireWire steht, das kein Mensch kennt. Dass diese Theorie klappt wird unterstützt von lobenden Zitaten auf der Intel-Website von Managern von LaCie und Western Digital. Das heißt, nachdem es seit heute erste Geräte am Markt mit Thunderbolt gibt, werden Festplatten usw. von LaCie und Western Digital hoffentlich auch nicht lange auf sich werten lassen.

Tjoa, brauch ich nur noch nen Gerät dass Thunderbolt unterstützt. In nem Jahr dann nen iMac. (Oderso…)

Quellen:
Intel Thunderbolt Technology
Apple

RFID-Leser fürs iPhone

Wegen meiner Studienarbeit habe ich vor kurzem einen RFID-Leser fürs iPhone gesucht. Also eben einen, den man unten an den Dock-Connector dran stöpselt. Ich dachte ja, dass es sowas auf jeden Fall gibt. Leider hat die eine Firma die so ein Gerät namens iCarte angekündigt hat seit der Ankündigung (November 2009) nichts mehr von sich hören lassen. Blöd. Allerdings haben die wohl vor ein paar Wochen eine Visa iPhone App herausgebracht, die mit der iCarte zusammenarbeiten soll. Aber zur iCarte selbst gibts trotzdem nix neues. Sehr seltsam. Wieso entwickelt ein Unternehmen eine App für ein Gerät dass es nicht gibt. Vielleicht tut sich da ja doch noch was…

Bei meiner Recherche habe ich auch eine relativ ausführliche Bauanleitung eines Studenten aus London gefunden. Aber um das daraus resultierende Gerät am iPhone betreiben zu können, muss man es natürlich Jailbreaken. Und das würde die Praxistauglichkeit schon sehr in Frage stellen.

Tjo, also wie kann ich mit dem iPhone RFID-Daten auslesen? Bleibt eigentlich nur einen externen RFID-Leser zu verwenden, der die Daten über Bluetooth oder WLAN dem iPhone zur Verfügung stellt. Ungefähr so wie in diesem Video. Wenn man von dem RFID-Leser direkt per Bluetooth ins iPhone gehen könnte wäre das natürlich am praktischsten. Aber ich habe keine Ahnung ob man inzwischen als Entwickler mit Bluetooth mehr machen kann also Ton ein- und ausgeben. Wenn das jemand weiß, darf er mich gern aufklären!

Man könnte natürlich theoretisch auch aufs iPhone 5 warten und hoffen dass da ein RFID-Leser drin ist! Aber fürs iPhone 4 gabs auch schon Gerüchte zu einem integrierten RFID-Leser, die sich nicht bewahrheitet haben. Allerdings gibt es ja mittlerweile weitere Anzeichen dafür, dass Apple eine Art Handy-Bezahlsystem entwickeln will – Stichwort: iWallet. Aber das können auch nur falsch interpretierte Gerüchte sein.

Ich nehme mal an, ich werde meine App vorerst mal über die Bluetooth- oder WLAN-Möglichkeit realisieren. Falls das iPhone 5 dann tatsächlich einen RFID-Leser hat auf den man als Entwickler auch ausreichend Zugriff hat, kann ich die App ja immernoch (vermutlich relativ) leicht umschreiben.

Apples Aperture Grundlagen-Tips

Bei Apple selbst kann man auch schon eine kleine Einführung in Bildbearbeitung bzw. Natürlich im Speziellen in Bildbearbeitung in Aperture bekommen. Da lernt man zwar nix weltbewegendes, aber einige kleine aber extrem wichtige Grundlagen kann man da schon mitnehmen.

Es gibt da übrigens auch noch gaaaanz viele andere Beiträge zu den Pro-Anwendungen von Apple. Sollte man zumindest mal überflogen haben, wenn man eines davon nutzt.

Facebook Mails bouncen mit Apple Mail

Facebook ist jetzt auch ein E-Mail-Service bzw. will SMS, E-Mail und Instant Messaging vereinen. Das Problem ist dass Facebook so theoretisch weiß wer mit wem auch außerhalb von Facebook in Kontakt steht. Noch dazu ist die Kommunikation per Mail ja durchaus ab und an recht privat. Außerdem möchte ich jemandem der Privatsphäre für ein “veraltetes Konzept” hält nicht blind Daten in den Rachen werfen!

Darum möchte ich weder von Facebook-Adressen angeschrieben werden, noch selbst Mails an eine solche Adresse schreiben. Gegen das angeschrieben werden kann man leider relativ wenig machen. Allerdings kann man der E-Mail-Adresse gegenüber so tun als ob die eigene Adresse nicht vorhanden ist. Also einen Fehler zurückschicken. Das nennt sich bouncen. Für Apple Mail lässt sich das relativ leicht einstellen. Einfach eine Regel einrichten die bei jeder neuen E-Mail von Facebook ein Apple Script aufruft welches die E-Mail automatisch bounct. Die Mail kommt übrigens trotzdem an.

Hier die Einstellungen:

Und das AppleScript:

using terms from application "Mail"
	on perform mail action with messages selectedMsgs
		repeat with msg in selectedMsgs
			tell application "Mail"
				bounce msg
			end tell
		end repeat
	end perform mail action with messages
end using terms from

Das Skript funktioniert übrigens natürlich auch mit jeder anderen Regel. 🙂

iPad – Die Sinnfrage und der Hype

Ich selbst hab dafür immer noch keinen Verwendungszweck. Außer dass es Spaß macht damit zu hantieren. Aber das rechtfertigt den Anschaffungspreis nicht. Jedoch für jemanden der außer Surfen, Google Maps, Fotos anschauen und E-Mails schreiben keine Anforderungen hat ist das Ding optimal. Vor allem wenn derjenige noch nie einen normalen Computer bedient hat.

Darum: Es kann durchaus einen Sinn haben. 🙂

Allerdings finde ich den Hype auch total ungerechtfertigt. Wenn der Vorstandsvorsitzende des Axel Springer Verlags in den Amerikanischen Medien von sich gibt, dass man als Printmedien-Mensch jeden Tag  Steve Jobs für die Erfindung dieses Geräts danken soll, dann setzt das einer unglaublichen Blase die Krone auf. Das iPad ist nicht die Rettung der Printindustrie. Das ist doch lächerlich. Das iPad und seine jetzt vermutlich bald aus dem Boden spriessenden Marktbegleiter verschaffen den Printmedien höchstens noch etwas mehr Zeit sich neu auszurichten. Meine laienhafte Prognose besagt, dass sich in der langfristigen Zukunft nur noch Hochglanzmagazine und Bücher halten werden können. Tageszeitungen werden aussterben bzw. ein Nischenprodukt für Traditionalisten werden.

In diversen Berufen mag das iPad aber durchaus seine Berechtigung haben. Ich denke da an Ärzte bei der Visite, individueller Medienkonsum im Flugzeug, Speisekarten inklusive Bestellung und meinetwegen auch interaktives, spielerisches Lernen.

Ich denke ja dass Menschen die etwas mehr mit ihrem Computer machen als oben beschrieben, irgendwann merken dass man damit halt doch nicht sooo viel anfangen kann und alles andere praktischer wird sobalds über Kleinkram hinaus geht.

Mac Developer Programm für $99

Soeben war der Apple Developer Bereich einige Stunden offline. Jetzt ist nichts mehr wie vorher, die WWDC wird überlaufen sein, genau so wie die Fileserver voll von illegalen Mac OS Developer Seeds sein werden. Das Mac Developer Program kostet nchct mehr mehrere hundert Dollar, sondern nur noch $99 – wie das iPhone Developer Program.

Das ist schon ein krasser Schritt. ich wollte immer in das Developer Program, war auch einige Zeit als Student dort registriert, aber die volle Mitgliedschaft konnte ich mir nie leisten. Jetzt wird es um ein Vielfaches mehr registrierte Entwickler geben. So spekuliert 9 to 5 mac nicht ganz weltfremd über eine Art App Store für den Mac.

Es wäre schon praktisch seine ganze Software über eine zentrale Stelle immer aktuell halten zu können. Die Viren-Thematik ist auf dem Mac zwar (immer) noch kein Thema, aber dadurch wäre man auch größtenteils davor gefeit. Jedoch wäre es um ein vielfaches schlimmer als auf dem iPhone wenn dieser Store die selben Probleme hätte wie auf dem iPhone. Es wäre fatal wenn man auf eine Aktualisierung Tage, Wochen oder gar Monate warten müsste weil sie im Überprüfungsprozess von Apple stecken bleibt. Beim iPhone geht es zum Großteil um relativ billige Apps. Man stelle sich vor was es für Adobe bedeuten würde wenn die Creative Suite 5 drei Monate nicht zugelassen würde. Das wäre vermutlich dann das letzte Programm was Adobe für den Mac entwickeln würde. Darum bedarf das Konzept des App Stores vor einer Adaption für den Mac noch einer stattlichen Überarbeitung.

Ich frage mich auch was Apple nun an der WWDC 2010 machen will? Weniger Leute zulassen? Dann sind noch mehr Entwickler die zuhause bleiben müssen sauer auf Apple, als es in den Jahren zuvor schon der Fall war. Eine größere Location mieten? Wohl eher … ich bin gespannt. Ich denke auf jeden Fall, dass diese Preissenkung alleine eine merkliche Bewegung in die Mac-Entwickler-Szene bringen wird.

Einen Wehmutstropfen gibt es aber: Es gibt keine Hardware-Rabatte mehr. Früher bekam man als Entwickler eine zweistellige Prozentzahl Rabatt auf Apple-Hardware. Das fällt jetzt wohl leider weg. Schade ist das, wird aber wohl durch den um ein vielfaches günstigeren Preis adäquat ausgeglichen.

Wenn zwei sich Streiten hat der Dritte das Nachsehen

Momentan wartet die geballte Apple-Welt auf die neuen Apple MacBooks. Doch sie wollen einfach nicht eintreffen. Jetzt wurde bekannt dass es vermutlich daran liegt, dass Nividia für die aktuelle iX-Prozessorgeneration von Intel keine Chipsets herstellen darf. Somit kann es keine MacBooks mehr geben die einen on-board Grafikchip von Nvidia nutzen. Zumindest wenn die CPU ein iX sein soll. Die on-board Grafik kann nur noch von Intel selbst kommen. Jedoch sind die Intel on-board-Chips einerseits (leicht) langsamer als die 9400M – und die ist 1,5 Jahre alt – außerdem kann bei einem Intel-Chipset eine zusätzliche extra (dezidierte) Grafikkarte nicht zum Stromsparen abgeschaltet werden.

Daraus ergeben sich zwei Probleme für Apple:

  1. In den kleinen Notebooks würde man wenn man z.B. einen i3 verbauen wollte auf der Grafikleistung von vor 1,5 Jahren verharren. Oder man muss zusätzlich eine dezidierte Grafikkarte einbauen, was aber den Preis in die Höhe Treibt, mehr Platz und Kühlung benötigt und die Akkuleistung drückt.
  2. Bei den größeren Books könnte man die dezidierte Grafikkarte nicht wie bisher abschalten somit würde die Akkuleistung vermutlich auch spührbar fallen.

Andere Hersteller haben diese Probleme nicht so auffällig. Die haben meistens eine breitere Produktpalette als Apple und sind dadurch etwas flexibler.

Ich hoffe das war verständlich! Ich möchte nochmal festhalten, dass Apple sich nicht etwa doofer anstellt, als andere Notebookhersteller. Das was die können, könnte Apple auch herstellen. Aber die möchten halt ihre Speziallösungen beibehalten weil alles andere ein Rückschritt wäre den die allermeisten auch irgendwie bemerken würden.

Übrigens denke ich dass am Ende dieses Krampfes eine gute Lösung rauskommen wird. Jedoch braucht es jetzt seine Zeit bis diese Lösung reift. Selbst mit einem riesigen Kapital wie es Apple gerade hat kann man nicht einfach mal kurz nen neuen Chip aus dem Boden stampfen oder nen Quasi-Monopolisten besänftigen. Ich denke die kommende MacBook-generation wird vielleicht etwas komisch werden von der Ausstattung her. Aber bis zur nächsten hat Apple das irgendwie in den Griff bekommen!

More Games for Mac

Ein nicht von der Hand zu weisender Nachteil eines Macs ist nicht Vorhandene Vielfalt an Computerspielen. Viele, viele Spiele laufen auf dem Mac nicht. Wenn überhaupt gab es Monate nach der Veröffentlichung für Windows und/oder diverse Konsolen eine Portierung für OS X die mehr schlecht als recht war. Die einzige Spieleschmiede die schon immer zeitgleich zum Windows Verkaufsstart eines Spiels auch eine Mac-Version herausgebracht hat ist und bleibt Blizzard. Aber vielleicht gibt es jetzt Licht am Ende des Tunnels…

In einer Version von Valves Spieledistributionsplatform Steam sind letzte Woche Mac OS X Bedienelemente gesichtet worden. Und heute sind diversen Mac-News-Portalen Teaser Bilder von Valve zugeschickt worden. Das bedeutet wohl, dass es Steam und zumindest einige Spiele von Valve wie Half-Life oder Counterstrike bald auch für den Mac geben wird. Noch spannender ist diese ganze Aktion, wenn man bedenkt, dass auf Steam nicht nur Spiele von Valve, sondern auch von immer mehr anderen Herstellern erhältlich sind. Zum Beispiel gibt es dort auch “GTA IV” und “Need for Speed: Shift” zu kaufen. Es besteht also die Hoffnung dass auch weitere Hersteller durch den somit bald vorhandenen Vertriebskanal auf die Idee kommen ihre Spiele künftig auch für den mac zu programmieren. Gerade bei Electronic Arts und Rockstar Games würde ich das sehr befürworten!

Abgesehen von dieser tollen Neuigkeit finde ich die Art wie die Teaser-Bilder auf Apple anspielen großartig. Erstens sind alle nicht wirklich eindeutig, zweitens habe alle abgerundete Ecken und zeigen durch Punkte darunter – wie beim Springboard des iPhones – an dass es noch mehr gibt. Außerdem spielen viele auf eine (ehemalige) Werbekampagne von Apple an.

"hello. Steam" via Rock, Paper, Shotgun

Die Zeichen stehen also gut für Mac-Gamer. Genau der richtige Zeitpunkt um sich einen leistungsfähigen Mac zuzulegen! 🙂

Apple iPad

Gestern wurde erwartungsgemäß das Apple iPad vorgestellt. Steve Jobs platzierte das iPad zwischen iPhone und MacBook. Aber ist wirklich dazwischen noch Platz für ein zusätzliches Gerät? Warum besitzt man denn einen mobilen Computer, also ein MacBook? Um es schnell mal irgendwo mit hinnehmen zu können. Zum Beispiel um damit in der Uni oder am Arbeitsplatz arbeiten zu können. Mit dem iPad kann man nicht wirklich arbeiten. Arbeiten heißt Artikel schreiben, Programmieren – längere Texte schreiben eben. Mit dem iPad und seiner Bildschirmtastatur macht das keinen Spaß. Und wenn man eine externe Tastatur mitnimmt kann man fast gleich ein MacBook mitnehmen.

Um Filme zu schauen ist das Ding immernoch zu klein und unhandlich. Wenn ich im Zug oder Flugzeug sitze schau ich dann darauf Filme? Vor allem, wenn ja, wie oft? Mal abgesehen von Vielreisern wird sich niemand ein 500$+ Gerät kaufen nur um darauf Filme zu schauen.

Bücher darauf lesen finde ich noch die sinnvollste Anwendung. Das iPhone ist zu klein das Notebook zu unhandlich. Das iPad ist wie ein Buch. Jedoch sind die iBook-Store Bücher eindeutig zu teuer. Für 14.55$ bekommt man auch schon ein normales Taschenbuch. Dieser Anwendungsfall ist gut, aber dafür dass man sich kein Buch ins Regal stellen kann sollte man schon auch effektiv weniger zahlen müssen.

Man kann mittels eines SD-Karten- und USB-Adapters für den Dockanschluss sogar Fotos direkt auf das iPad importieren. Es wird von Apple auch ein Dock mit Tastatur dran angeboten. Man kann auch bestehende Bluetooth-Tastaturen an das iPad anschließen. Diese beiden Möglichkeiten unterscheiden das iPad im wesentlichen auf funktioneller Ebene vom iPhone bzw. iPod touch. Dadurch steigt es meiner Meinung nach zum potentiellen MacBook-Ersatz auf. Trotzdem bleiben oben genannte Zweifel bestehen, weil man daran eigentlich nichts produktives über lange Zeit machen kann/will.

Das iPad passt definitiv nicht zwischen iPhone und MacBook, meiner Ansicht nach. Höchstens (reiche) Leute die gern was zum rumspielen haben kaufen sich so eins zusätzlich zu MacBook und iPhone. Ich selbst könnte mir so eins nur als MacBook-Ersatz vorstellen. Daheim nen iMac, für unterwegs das iPhone und um im Urlaub auch bissl was arbeiten zu können und seine Fotos und Videos auf das Gerät zu bekommen und anzuschauen ists nett. Für die Uni ist das iPad vermutlich auch recht praktisch, weil es reicht um Skripte markieren zu können und sich Notizen zu machen.

Richtig interessant finde ich allerdings die Tatsache, dass Apple einen eigenen Chip für das iPad entwickelt hat. Zu betonen ist, dass es sich bei dem Apple A4 nicht (nur) um eine CPU handelt, sondern um ein sogenanntes System On Chip. Das heißt da ist alles drin was man für sein System an Prozessoren zu braucht. Also eine CPU, eine Grafikeinheit und die diversen Controller. Der A4 enthält als Hauptprozessor einen ARM Cortex-A9 MPCore ((http://www.brightsideofnews.com/news/2010/1/27/apple-a4-soc-unveiled—its-an-arm-cpu-and-the-gpu!.aspx)). Für die Grafik ist vermutlich ein PowerVR SGX545 zuständig sowie ein PowerVR VXD für Videowiedergabe ((http://www.imgtec.com/corporate/AnnualReports/IMGAnnualReport2009.pdf)). Entwickelt haben die ehemaligen PA SEMI Mitarbeiter den Chip bei Apple. Spannend wird auch ob Apple im nächsten iPhone auch auf ein eigenes System setzt oder wieder ARM Chips von Samsung nutzt.

Das iPad macht sicher unglaublich Spaß in der Bedienung. Auf dem Sofa sitzen und Internetseiten und Fotos rumschubsen ist sicher super, weil man eben so direkt am Geschehen dran ist. Aber so ein richtiger Anwendungsfall für den es sich lohnen würde 500$ aufwärts zu bezahlen offenbahrt sich mir noch nicht. Jedoch kommt das dann auch auf die iPad Apps im Appstore an. Wenn ich meinen iMac habe und mein MacBook mal aus irgendwelchen Gründen ersetzt werden will überlege ich mir nochmal ob die Anschaffung eines iPads anstatt eines MacBooks sinnvoll wäre. 🙂