WISO-Duell McDonald’s gegen Burger King

Krankheitsbedingt habe ich vor kurzem mal wieder fern gesehen. Unter anderem auch das “WISO-Duell McDonald’s gegen Burger King” im ZDF. Dort wurden in zehn Kategorien jeweils ein Punkt vergeben. Komischerweise nicht nach ein und dem selben System. In den Kategorien Preis und Geschmack bekam der bessere den Punkt. In den restlichen acht Kategorien bekamen beide Duellanten unabhängig voneinander jeweils bis zu einen Punkt.

Allgemein war der Test recht oberflächlich. Die Service-Geschwindigkeit haben je fünf Hamburger Taxifahrer getestet. Den Geschmack durfte eine Football-Mannschaft, also richtig harte Kerle, nach dem Training bewerten. Auf der (vermutlich eh erfolglosen) Suche nach den glücklichen Bauernhöfen von McDonald’s aus der zynischen Werbung haben die WISO-Tester relativ schnell aufgegeben.

Das Ergebnis  war mit 2,5 bzw. 3,5 von 10 Punkten trotzdem ziemlich niederschmetternd für beide. Aber ich denke das überrascht niemanden. Dieses Duell hat also eigentlich keine neuen Erkenntnisse gebracht, sondern nur bestehende Vermutungen und Klischees bestätigt. Auch Alternativen wurden nicht aufgezeigt. Gerade in Großstädten wie Hamburg, wo der Test meist ablief, lassen sich auch gesündere und bessere Möglichkeiten finden um den Hunger schnell zu stillen. Das ZDF die ARD (siehe z.B. “Der Apple Check“) scheinen so langsam das Galileo-Konzept zu übernehmen. Einfach mal ein öfter besprochenes Thema nehmen und irgendwelche lustigen Tests dazu machen, die eigentlich aber eh zu nix führen.

Liebes ZDF, liebe ARD, überlasst das doch bitte wie bisher auch den Leuten die bei euch für sowas zuständig sind. Also Frontal 21 beim ZDF und Monitor in der ARD. Die haben in der Vergangenheit schon gezeigt, dass sie das drauf haben und die haben vermutlich auch mehr Zeit um sich mit Studien zu befassen und selbst zu recherchieren. Man muss ja ernste Themen nicht unbedingt in möglichst launige Tests verpacken, so dass sie so leichte Kost sind, dass sie jeder nach 5 Minuten wieder vergessen hat.

Harald Schmidt

So heißt die neue Late Night Show von – klar – Harald Schmidt. Sie läuft schon ab dem 17. September wöchentlich um 22:45 Uhr im ersten.

Interessant dabei ist, finde ich, dass Katrin Bauerfeind jetzt in seinem Team ist. Als Katrin Bauerfeind damals bei Schmidt und Pocher Gast war, war Schmidt sichtlich begeistert von ihr. Als sie ihn vor ner weile mal in ihrer 3sat-Sendung ausführlich interviewt hat waren sie beide begeistert voneinander. Und jetzt holt er sie in seine Sendung. Toll! 🙂

Das restliche Team besteht aus mehr oder weniger bekannten Köpfen. Erwähnenswert ist dabei Jan Böhmermann der sich einst einen Namen als Podolski-Nachmacher in seinem Podcast “Lukas Tagebuch” gemacht hat. Der wird dann wohl den Pocher-Fußball-Part jetzt übernehmen. Und ich bin mir sicher, er kann es besser! 🙂

Komisch auch dass das neue Team so groß ist. Außer den schon genannten wären da noch Ralf Kabelka alias Dr. Udo Brömme – der war ja auch bisher schon dabei -, “FAZ”-Videokolumnist Dr. Peter Richter sowie Caroline Korneli und Pierre M. Krause. Sechs Leute springen da um ihn rum. Bin gespannt was die dann so alle machen. Ob die kommen und wieder gehen, oder ob die in der Sendung rumsitzen, vielleicht sind manche auch nur für die Einspieler zuständig. Frau Bauerfeind wird aber sicherlich eine relativ gewichtige Rolle bekommen. Da bin ich mir sicher! 🙂

via Filmstarts.de

Ulrich Wickert – Der Richter aus Paris

Juhu, ich habe mal wieder einen Autor gefunden dessen Bücher ich gut finde! 🙂

Es handelt sich um Ulrich Wickert – Der Richter aus Paris. Dieses Buch lag schon seit bestimmt einem Jahr in meinem Zimmer rum. Meine Mutter hatte es mir zusammen mit einigen anderen zum lesen hingelegt. Ich wollte ja auch immer wieder mal was lesen. Aber irgendwie hat mich nie die rechte Lust gepackt. Vor kurzem hab ich ein Interview von Ulrich Wickert beim Podcast der Bayern 3 Sendung Stars & Hits gehört. Das hat mich wieder daran erinnert was für ne coole Sau der Wickert doch ist. Um es mal sehr euphorisch auszudrücken! 🙂

Darum hab ich mir sein Buch geschnappt und angefangen zu lesen. Ich musst gleich mehrere Kapitel lesen, weil es wirklich toll geschrieben ist. Wickert schweift manchmal etwas von der eigentlichen Handlung ab um durch einige eigentlich unwichtige Nebenbemerkungen gekonnt auf die Folter zu spannen oder einfach nur aufzulockern. Er beschreibt außerdem viele Sachen auffallend genau. Wie jemand aussieht, was in einem Zimmer so rumsteht, Farben, Wetter, Wärme, Gefühle der Hauptperson. So kann man sich wunderbar in den Untersuchungsrichter Jaques Ricou reinversetzen. Das Buch begleitet seine Arbeit an der Aufklärung des Mordes eines korrupten Politikers. So reist er in die Karibik nach Martinique und trifft dort die bildhübsche Witwe Amadée des soeben verstorbenen Hauptverdächtigen Gilles Maurel. Fortan beschäftigt er sich mit der Lebensgeschichte von Gilles und nebenbei, mit Träumereien in denen Amadée vorkommt…

Das Buch habe ich für meine Verhältnisse richtig schnell gelesen. In ca. einer Woche. Und das obwohl ich gerade eigentlich ganz gut zu tun habe. Ein bisschen erinnert mich Ulrich Wickert an Dan Brown. Dessen Bücher habe ich auch verschlungen. Wickert schreibt nicht ganz so spannend, erlässt es eher französisch gemütlich angehen. Auf meinem nachttisch liegt schon das nächste Wickert Buch – Die Wüstenkönigin: Der Richter in Angola.