iPad als erster und einziger Computer

Meine Mutter hat noch nie in ihrem Leben einen Computer besessen, ja nichtmal bedient. Jedoch war in letzter Zeit öfters der Wunsch da mal an jemanden eine E-Mail zu schreiben oder was im Internet nach zu gucken. Das brachte mich auf die Idee meinen Eltern vorzuschlagen ein iPad als “Computer” für meine Mutter anzuschaffen. Natürlich schwingt da auch eine Portion Eigeninteresse mit. Ich habe zwar für mich immer noch keinen Grund gefunden für das iPad 500€ auszugeben, aber gespannt auf das Gerät war ich ja schon. So hat sich das quasi doppelt angeboten.

Interessant finde ich auch zu beobachten wie jemand der in 55 Jahren nie einen Computer bedient hat mit einem iPad zurecht kommt. Ich habe die These aufgestellt, dass das wohl leichter zu erlernen sein sollte wie z.B. mit einem Netbook umzugehen. Ich starte mit der Aktion also auch einen kleinen Feldversuch. In den kommenden Wochen werde ich sporadisch über die Erfolge und Rückschläge in Sachen iPad berichten.

Wenn zwei sich Streiten hat der Dritte das Nachsehen

Momentan wartet die geballte Apple-Welt auf die neuen Apple MacBooks. Doch sie wollen einfach nicht eintreffen. Jetzt wurde bekannt dass es vermutlich daran liegt, dass Nividia für die aktuelle iX-Prozessorgeneration von Intel keine Chipsets herstellen darf. Somit kann es keine MacBooks mehr geben die einen on-board Grafikchip von Nvidia nutzen. Zumindest wenn die CPU ein iX sein soll. Die on-board Grafik kann nur noch von Intel selbst kommen. Jedoch sind die Intel on-board-Chips einerseits (leicht) langsamer als die 9400M – und die ist 1,5 Jahre alt – außerdem kann bei einem Intel-Chipset eine zusätzliche extra (dezidierte) Grafikkarte nicht zum Stromsparen abgeschaltet werden.

Daraus ergeben sich zwei Probleme für Apple:

  1. In den kleinen Notebooks würde man wenn man z.B. einen i3 verbauen wollte auf der Grafikleistung von vor 1,5 Jahren verharren. Oder man muss zusätzlich eine dezidierte Grafikkarte einbauen, was aber den Preis in die Höhe Treibt, mehr Platz und Kühlung benötigt und die Akkuleistung drückt.
  2. Bei den größeren Books könnte man die dezidierte Grafikkarte nicht wie bisher abschalten somit würde die Akkuleistung vermutlich auch spührbar fallen.

Andere Hersteller haben diese Probleme nicht so auffällig. Die haben meistens eine breitere Produktpalette als Apple und sind dadurch etwas flexibler.

Ich hoffe das war verständlich! Ich möchte nochmal festhalten, dass Apple sich nicht etwa doofer anstellt, als andere Notebookhersteller. Das was die können, könnte Apple auch herstellen. Aber die möchten halt ihre Speziallösungen beibehalten weil alles andere ein Rückschritt wäre den die allermeisten auch irgendwie bemerken würden.

Übrigens denke ich dass am Ende dieses Krampfes eine gute Lösung rauskommen wird. Jedoch braucht es jetzt seine Zeit bis diese Lösung reift. Selbst mit einem riesigen Kapital wie es Apple gerade hat kann man nicht einfach mal kurz nen neuen Chip aus dem Boden stampfen oder nen Quasi-Monopolisten besänftigen. Ich denke die kommende MacBook-generation wird vielleicht etwas komisch werden von der Ausstattung her. Aber bis zur nächsten hat Apple das irgendwie in den Griff bekommen!

Wintersemester 2009 – Rechnerarchitektur

Weil ich grade Lust hab drüber zu schreiben will ich mal eine kleine Reihe anfangen in der ich eine kleine Übersicht über die Veranstaltungen gebe die ich dieses Semester besuche. Anfangen möchte ich mit Rechnerarchitektur.

Natürlich haben viele schonmal einen Computer zusammen gebaut und wissen dass nicht jeder x-beliebige Prozessor auf jedes Mainboard passt und dass es wichtige Unterschiede beim Arbeitsspeicher zu beachten gibt. Aber wie die ganzen Teile genau funktionieren und wie sie untereinander verbunden sind und wie die zu erledigenden Aufgaben verwaltet werden war mir bisher auch nicht so ganz klar. Das wird in der Vorlesung Rechnerarchitektur erarbeitet.

Momentan beschäftigen wir uns damit wie ein Prozessor aufgebaut ist, wie er arbeitet und wie man ihn zum Erledigen von diversen Aufgaben verführen kann. Dazu arbeiten wir mit einem kleinen 16 Bit Mikrorechner namens Toy-Rechner. Der kennt 12 verschiedene Befehle mit denen man so ziemlich alles machen kann zumindest theoretisch. Leider merkt man schnell, dass das relativ wenig Befehle sind. Zum Beispiel fehlt Multiplizieren und Dividieren. Die Befehle sind natürlich auch nicht so schön selbsterklärend wie z.B. PHP. Es handelt sich hier ja um eine Assemblersprache. Der Befehl um zum Beispiel den Wert der grade im Akkumulator steht in die Adresse $30 im Ram zu schreiben lautet $0030.

Beim aktuellen Übungsblatt sollte man einen Wert der im Ram steht um n stellen nach rechts verschieben. Die Aufgabe war also den gegebenen Wert n mal durch 2 zu teilen. 2 deswegen weil man es ja Bitweise machen soll. Da muss man dann auch erstmal drauf kommen dass man von dem gegeben Wert so oft zwei Abziehen muss bis es nicht mehr geht. Dabei zählt man wie oft es geht, das Ergebnis ist die Bitweise nach rechts verschobene Zahl. Dabei gibt es dann noch so Spezialfälle zu beachten wie z.B. was passiert wenn der Eingabewert 0 oder 1 ist und sich somit garnicht erst durch 2 teilen lässt.

Schlussendlich haben wirs trotzdem hinbekommen. Mal sehen ob ich mein Progrämmchen morgen noch verstehe, denn kommentiert haben wir noch fast nix. 🙂 Ich wunder mich übrigens wieso mir das relativ viel Spaß macht. Ist ja eigentlich total trocken. Aber man sieht halt schon das was passiert. Ich glaube es ist gut dass bei der Vorlesung noch ein ausgewiesenes Praktikum mit drin ist!


27″ iMac (und so)

Heute gabs massig neues von Apple. Neben der fantastischen Multitouch Mouse mit dem wohlklingenden Namen “Magic Mouse“, die keine Klitoris Scrollball mehr besitzt, und von mir bereits bestellt wurde, gab es vor allem noch neue iMacs.

imac-27Aus 20 und 24 Zoll wurden 21,5 und 27 Zoll. Puh 27 Zoll, sicher voll teuer – dachte ich. Bisher plante ich ja den 24″ iMac mit dickerer Grafikkarte, Apple Remote, Wireless Tastatur und Wireless Mighty Mouse zu kaufen. Kostenpunkt mit AoC-Rabatt: 1800€. Jetzt kostet das selbe in 27″ sage und schreibe 1300€! Krasse scheiße! 500€ weniger als bisher dafür in meinem Hinterstübchen dafür eingeplant waren. 🙂 Das Ding hat dann auch nicht nur nen riesigen Bildschirm und nix dahinter, sondern auch einiges an leckeren Innereien zu bieten. Da wären zum Beispiel der 3,06 Ghz Prozessor – bisher nur 2,93, die 1 TB Platte – bisher nur 640GB, bis zu 16GB RAM – bisher 8, Betrieb als externen Monitor eines anderen Macs – bisher nicht möglich und der SD Card Steckplatz – bisher nicht vorhanden. Und Quad-Core gibts jetzt auch im iMac! Aber vor allem anderen: Natürlich dieses riesige geniale LED Display. Ich dachte ja bei der letzten Aktualisierung des iMacs schon dass jetzt die LED-Technik auch hier Einzug hält. Jetzt endlich ist es war geworden, und dann auch noch in 27″ und zu dem Preis! 27 Zoll! Das sind fast 70 cm sichtbare Bilddiagonale, das Ding ist so groß wie der Fernseher meiner Eltern! Und nebenbei bemerkt ist das ungefähr 4 mal so groß wie mein MacBook Display. 🙂 Genial! Hach. Bei mir wird das zwar erst nächstes Jahr was aber ich kann mich ja jetzt schonmal freuen. 🙂

Übrigens wurde der Mac mini auch upgedated. Was dabei auffällt: Es gibt ihn jetzt auch in einer Server Version ohne Optisches Laufwerk mit Snow Leopard Server vorinstalliert. Mal sehen obs dafür einen Markt gibt.

macbook-13Das MacBook hat auch eine erfrischung erhalten. Genauer gesagt ein komplettes Redesign. Sieht sehr hübsch und elegant aus – trotz dem Plastik. Sehr rund.

Die Apple Remote gibts jetzt, passend zum iMac, auch komplett aus Alu. Sieht komisch aus. Mal sehen wie sie sich in echt anfühlt. Leider wird sie wohl keinen Magneten mehr in sich tragen. Ich brauch aber doch einen Magnet um die Fernbedienung an meinem Bettpfosten zu befestigen. 🙁 Naja, muss ich vielleicht mal Restposten aufkaufen! 🙂

Das war mal wieder ein anständiges Apple Event – und das ganz ohne Event. Krass eigentlich, dass so große Updates nicht auf einem Special Event vorgestellt werden. Einfach per “Silent Upgrade” in den Store gestellt. Ich freue mich jeden Falls wie ein Schneekönig auf meinen nächsten München Besuch. Dann werde ich das Monstrum mal in Augenschein nehmen! Sauber Apple! Das habt ihr diesmal wiedermal gut hinbekommen! Und Anfang nächsten Jahres wird dann – Boooom! – das awsome Tablet rausgehauen und wir alle sind blown away.