DÄOF ♥ DÄ

Beim Konzert selbst waren die T-Shirts so begehrt, dass nach kürzester Zeit nur noch L, XL und XXL Größen zu haben waren. Das Gedränge am T-Shirt-Stand war so groß, dass die erfolgreichen Shirt-Käufer aus der Menge raus stage-diven mussten um überhaupt rauszukommen. 🙂 Als ich dann am T-Shirt-Stand an der Reihe war gabs nur noch XL. Eindeutig zu groß für mich. Zum Glück konnte man beim DÄOF noch welche nachbestellen. Und jetzt ists angekommen:

DÄOF ♥ DÄ

Hübsch, wie ich finde! 🙂

Hallo DÄOF ich bin der Bela …

Gestern war ich auf einem Geheimkonzert der bekannten Berliner Band Die Ärzte. 🙂  Erstmal an alle die nicht dabei waren: Das Konzert war scheiße, ihr habt nichts verpasst (Hihi, ihr Idioten.)! 😀 😉 Braucht also eigentlich garnicht erst weiterlesen. 🙂

Es handelte sich um ein Konzert dass eigens für den Fanclub ausgetragen wurde, anlässlich seines 2-jährigen Geburtstags! Seltsamerweise entschieden wurde dieses Konzert gaaanz im Norden des deutschsprachigen Raums veranstaltet, nämlich in Hamburg. Daher war die Art meiner Anreise bis zuletzt ungewiss. Nächstes mal fahr ich Zug und kauf mir gleich wenn ich weiß dass ich ne Karte bekomme das Bahn-Ticket. 🙂 Wir sind dann schließlich aber mitm Auto gefahren und auch sehr gut ohne Stau um kurz vor sieben in Hamburg angekommen. Parken konnte man wunderbarerweise 50 Meter vond er Halle entfernt. 🙂

Achtung Jazz
Im Innenraum wurde man wieder vom gewohnten Vorhang erwartet

Der Innenraum war dann doch nicht so groß wie befürchtet. Es war also nicht wirklich klein. Aber auch nicht total riesig. Ich stand bei den Ärzten auf jeden Fall glaub noch nie näher an der Bühne dran. Vor allem noch nie ohne dass man fast zu Tode gepogt wird.

Los ging es dann mit… Westerland, dann Zu Spät, Die Ärzte verabschiedeten sich, gingen von der Bühne, das Hallenlicht ging wieder an und es kam die übliche Wartemusik. 🙂
Nuja, es war dann aber doch noch nicht vorbei. Sie kamen wieder auf die Bühne und Rod fragte: “Ihr seid ja immernoch da?” Bela meinte dann später: “Eigentlich haben wir uns gedacht bei so nem umsonst-Konzert muss man nicht so viel Spielen, außerdem handelt es ich ja nicht um ein billiges Konzert sondern um ein umsonst-Konzert!” Sie haben dann aber noch einige “Zugaben” gespielt. 🙂
Bei den echten Zugaben gabs dann einen Block der nur aus Gelaber und Lacherei bestand. Sie habens einfach nicht hinbekommen “Perfekt” zu spielen. Zum Beispiel gings um Witze über diverse “Gruppen”. Als dann Bela auf Blondinenwitze kam fragte Farin: “Blondinenwitze? Hm, was ist das? Das sagt mir jetzt garnichts!” Gleichzeitig nahm er seine Gitarre ab und hob zum Schlag aus! 🙂 Irgendwann hat das Publikum dann “Halts Maul und spiel!”-Chöre angestimmt. Die drei dann: “Wie kommen wir da nur wieder raus? Ach… gehen wir einfach von der Bühne.” 🙂

War also ein typisches Ärzte-Konzert. Nix besonderes dabei was nicht auch bei nem normalen Konzert hätte sein können. Ach doch… sie waren anders aufgestellt. Bela links, Rod in der Mitte und Farin ganz rechts. Uiuiui! 🙂 Nuja, aber sonst alles beim alten. Lustig wars. Aber nicht mein bestes Ärzte-Konzert von den mittlerweile 11 Stück. Ich befürchte Rock am See 2008 wird so schnell nicht zu toppen sein. 🙂

Ich hätte ja erwartet dass sie auch einige Sachen spielen die man sonst nicht so gut kennt und nicht so oft von den Ärzten hört. Zum Beispiel altes Gabi und Uwe Zeug, oder wenigstens die Claudia-Melodie… sowas. 🙂 Nuja, man kann halt nich alles haben. War halt doch “nur” die 5. Probe fürs Southside/Hurricane. Da seh ich sie ja morgen schonwieder. Mal sehen wie sie da sind. Ich denke ich werd mir da mal wieder die Junge-Wall of death geben. Die dürfte da ja schön groß sein. 🙂

Genervt haben übrigens die ollen Raucher die trotz Verbots schon nach 5 Minuten gequalmt haben. Wenn man so süchtig ist dass mans nichtmal 3 Stunden ohne Zigarette aushält sollte man dringend mal daran denken seinen Zigarettenkonsum zu reduzieren! Das nervt! Wenn man schön zu was abgeht will mal nicht danach in vollen Zügen Nikotin inhalieren müssen.

War trotzdem toll. Würd jeder Zeit wieder machen. Irgendwann muss ich sie mal noch in der Wulheide in Berlin sehen. Ich hoffe es gibt sie noch ne Weile. Bin schon gespannt wies mit den Ärzte weiter geht wenn Bela sein neues Album raus hat und seine Tour rum ist.

Rock im Park 2009

Ein kleiner Bericht zum von mir ungeliebtesten großen deutschen Alternative-Festival fehlt an dieser Stelle noch. Ungeliebt deshalb, weil 2006 und 2007 die Organisation und alles im vergleich zu anderen Festivals wie zum Beispiel dem Southside oder dem Highfield total daneben war. Nicht genügend Campingplätze, viiieeeel zu wenig Wohnmobilstellplätze, zu teuer, die bands spielen zu kurz. Ich fand immer man kommt sich vor wie beim Fernsehen. Eine Band darf genau nur so lange spielen wie’s aufm Plan steht. dann: Werbung. Bei anderen Festivals ist das alles etwas ungezwungener und keine Fließbandmusik. Daher waren meine Bedenken dementsprechend groß.

Die offiziellen Wohnmobilstellplätze waren am Freitag Nachmittag natürlich weg. Aber man hat uns schön unkompliziert auf der großen Straße parken und auch schlafen lassen. Die Situation an den Bühnen war auch nicht so katastrophal wie noch 2007, denn diesemal waren die beiden Hauptbühnen nebeneinander. Man konnte über mehrere Eingänge direkt hinund her wechseln. Es entstand fast nie Gedränge. Das hat mich tatsächlich positiv überrascht. Aber so viel zum “Organisatorischen”. Jetzt endlich zur Musik… 🙂

Ich glaub das war Limp Bizkit...
Ich glaub das war Limp Bizkit ! 🙂

Am ersten tag hab ich The Subways, die Guano Apes, Chris Cornell, die seltsam tollen aber im allgemeinen unbeliebten MIA., kurz The Kooks, Limp Bizkit und den Peter F. aus Berlin gesehen.
MIA. fand ich irgendwie cool. Ich mag ja deren Musik, auch wenn sie sonst keiner mag. Ich finde die Mieze hat so eine unglaublich umfangreiche Stimme. Die bekommt alles von ganz tief bis piepsig hoch wundervoll hin.
Limp Bizkit fand ich erst najanaja.. aber dann wurden sie immer besser. Am Ende sind sie sogar eins meiner Festival-Highlights geworden. Die haben erstens trotz ihrer sehr langen Spielpause eine unglaublich gut eingespielte Performance da auf der Bühne. Fred Durst ist natürlich unglaublich cool, das hatte ich aber auch nicht anders erwartet. trotzdem sind sie sich nicht zu schade für einige Aktionen zu denen sich sonst eher kleine unbekannte Bands herablassen. Fred Durst ist zum Beispiel bis zum ersten Wellenbrecher mitten in die Menge gelaufen bzw. hat sich vorgedrückt. Dort stand er dann auf der Absperrung und hat Scheinwerfer-erhellt “Behind Blue Eyes” gesungen. 🙂 Kurz darauf hat er einen “Erste-Reihe-Fan” mit auf die Bühne gebracht. Der war natürlich eh schon total aus’m Häuschen und ging ab wie Zäpfchen. Danach hat ihn dann Fred Durst gefühlte zwei Minuten umarmt… und ihn auch gleich noch hinter die Bühne getragen. Den haben seine Beine glaub nimmer getragen. 😀
Spät in der Nacht war dann noch Peter Fox angesagt.  War nett, hat mich aber nicht umgehauen. “Schwarz zu blau” und “Alles Neu” fand ich am Besten. Toll fand ich dass Miss Platnum eine seiner Background-Sängerinnen war, und zur Feier des Festivals auch einen eigenen Song vortragen durfte! 🙂

Am zweiten Tag hab ich eine Kleinigkeit von Staind mitbekommen und dann kamen auch schon Placebo. Die haben erfreulicherweise gaaanz viel vom neuen Album gespielt. Das war live sogar noch toller. 😀 Der neue Ami-Schlagzeuger-Sunnyboy passt wirklich nicht so richtig zu Placebo find ich. Aber Schlagzeugspielen kanner. Das reicht ja. Brian Molkos neue Pferdeschwanz-Frisur find ich irgendwie cool, aber da steh ich auch mal wieder allein da. *g* Ganz arg positiv bei Placebo war auch noch, dass Brian Molko keine einzige Zigarette geraucht hat. 2006 bei Rock im Park hat er den Tagesbedarf eines supercoolen 16-jährigen während dem Auftritt weggeraucht.
Danach gabs auf der Alternastage “Schockrocker” Marilyn Manson. Dessen Vorstellung hat sich angefühlt wie Amy Winehouse in Rock. Entweder ward er krank oder total auf Drogen. Er hat dauernd irgendwelchen versauten Scheiß erzählt, ein Handy eines Fans geschrottet und dessen Mutter an eben genanntem Handy beleidigt. Gesungen hat er schlecht und außerdem wenig. Manchmal hat er plötzlich kurz pausiert mit Singen und war auch mal kurz hinter der Bühne und hat sich hingesetzt. Sehr komisch Vorstellung. Hat mein positives Bild das ich von ihm hatte durchaus etwas getrübt. Wobei man solche Eskapaden bei Rockmusikern ja eh nicht so ernst nehmen sollte. Sowas gehört da ja immer mal wieder zum Business.
Am Ende des Tages haben wir uns auf der Wiese sitzend noch Korn gegeben. Ich fand die diesmal schon richtig gut. 2006 fand ich die schrecklich und bin lieber Bier holen gegangen während die gespielt haben. Jetzt fand ichs super. Mag auch daran liegen dass ich mittlerweile viele Lieder kenne und sie somit auch auseinanderhalten kann. 🙂

Letzter Tag. Los ging schon früh am Mittag mit den White Lies. Kannte ich nciht vorher. Waren aber echt gut. Achja davor waren noch Sugarplum Fairy. Die sind ganz nett, aber sehr ähnlich wie Mando Diao. Und die mag ich nich so. Sowohl musiklisch als von der Einstellung her. Madness sind lustig. Bei dem Bandnamen erwartet man ja eigentlich eher was Metall-mäßiges. Die sind aber eine lustige Friede-Freude-Eierkuchen-Band. 🙂
Flogging Molly fand ich diesmal schon deutlich besser als noch beim Highfield. Sympathisch waren sie wieder, aber diesmal irgendwie auch musikalisch besser. Dann hats leider geregnet. Und zwar ziemlich. Wir waren nass bis auf die Haut. Zum Glück hatten wir genug Klamotten dabei.
Machine Head sind ärgster Metall. Die muss ich glaub mal auf CD hören. Fand ich garnicht so schlecht was ich da gehört hab. Aber irgendwie doch sehr schreiig und krachig.
Danach kam mein Festival-Favorit: The Prodigy. Und ich fand sie echt toll. Erwartung voll erfüllt. Trotz dem dass es so hell noch war gings voll ab. Beim Lied “Warrior’s Dance” hat Keith Palmer immer “You are all my warriors!” in die Menge gerufen. Wenn man sich überlegt dass vor ca. 70 Jahren paar Meter weiter Rechts ein schnautzbebarteter Österreicher was ähnliches zu ner großen Menge gesagt hat kommt das irgendwie komisch! 🙂 Mir macht das ja nix aus, ich bin da nicht so pingelig und ich halte das auch nicht für verwerflich. Trotzdem fühlt sich das seltsam an wenn man den geschichtlichen Hintergrund des Geländes kennt auf dem Rock im Park jährlich statt findet.
Nuja, aber The Prodigy waren wie gesagt genial. Sie haben auch fast das komplette neue Album durchgespielt. Allerdings hat leider “Thunder”gefehlt. Als es dann auch noch während The Prodigy gedonnert hat, war die Stimmung perfekt. Ein unwirkliches Wetter zu unwirklicher Musik. Geil! 😀

Paar Minuten nachdem The Prodigy von der Bühne waren ging das Wetter dann aber erst richtig ab. Sintflutartige Regenfälle in Verbindung mit Sturm. Wenn ich nicht ein elektronisches Gerät dabei gehabt hätte hätte ich das Wetter aber vermutlich total genial gefunden und wäre rumgehüpft. 😀 Übrigens haben mir meine davor angezogenen Gummistiefel auch nix gebracht. Die warebn dann nämlich voll mit Wasser. Auch mal ein lustiges Gefühl. Wir hatten aber leider doch nicht genug Klamotten dabei. Wir waren ja auch schonwieder komplett durch nass. Darum war Rock im Park 2009 nach The Prodigy für uns vorbei. Einer war schon krank, eine andere wurde krank und ich auch fast. Da wars glaub gut dass wir uns Slipknot in der kühlen Dunkelheit nimmer angetan haben. Wir waren dann auch schon schön früh daheim. 🙂

Fürs Southside am Wochenende nehm ich mir auf jeden fall wieder drei paar Schuhe mit, mehr lange Hosen und ne ordentliche Regenjacke! 🙂 Aber jetzt steht eh erstmal das Den Die Ärzte ihr offizieller Fanclub Geheim Konzert am Mittwoch in Hamburg an. Ich hoff ja das geht alles gut mitm Hinkommen unsoweiderunsofoat!

PS: Wer das alles ließt ist (ultra) cool! 😛