OmU

Bevor ich nach Berlin gezogen bin habe ich mich oft geärgert, dass es bei uns keine unumständliche Möglichkeit gibt einen Film auf Englisch im Kino anzuschauen. In Berlin jedoch laufen alle Filme auch als OmU – also Original mit Untertiteln. Leider sind die Untertitel aber deutsch. Das verleitet mich während dem Film dazu nicht aufmerksam zuzuhören und der Handlung zu folgen, sondern die Untertitel zu lesen. Meine Augen werden förmlich angezogen von den deutschen Worten. Ich bin es eben gewohnt alles zu lesen was mir vors Auge kommt. Wenn ich dann mal versuche nicht zu lesen, strengt das an. Meistens gehe ich dann nach wenigen Sekunden wieder unbewusst zum Lesen über. So bewege ich mich in einem ständigen nervigen Kreislauf: Lesen – angestrengt nicht lesen – zuhören – lesen. So machen Filme erst recht keinen Spaß. Ich habe jetzt zwei Filme (Argo und Django Unchained) als OmU gesehen und werde es freiwillig wohl nicht so schnell wieder tun.

Leider zeigt die mir bereits ans Herz gewachsene Yorck Kinogruppe Originalversionen immer nur mit Untertiteln. Aber zum Glück gibt es noch das Cinestar in Berlin. Ich war noch nicht dort, aber die Website und die Lage lassen auf den Charme eines typischen Blockbuster-Kinos schließen. Die Yorck Kinos sind alle sehr liebevoll eingerichtet und (wieder)aufgebaut. Die Kinosääle sind unglaublich hübsch und versprühen richtig tolles Kinoflair.

Somit werde ich wohl in Zukunft englische Filme im Cinestar und alle anderen in einem der Yorck Kinos anschauen.

Westerwelles Englischkenntnisse

Ich mag den zwar wie bereits angedeutet auch nicht, und halte ihn immernoch für einen Suppenkasper, aber ich finds affig, dass man sich über dessen Fremdsprachenkenntnisse lustig macht. Wenn er kein Englisch verstehen würde, oder wirklich so schlecht Englisch sprechen würde, dass ihn keiner verstehen würde… Ich würd behaupten er konnte in dem Video von vor paar Jahren (ich glaub es ist von 2006) in dem das mit dem “Der Aufschwung ist da” vorkommt, besser Englisch wie ich. Ok, ich beherrsche Englisch mindestens genau so schlecht wie das korrekte setzen von Kommas, aber ich komme klar und kann mich unterhalten. Er wird dann halt nicht perfekt Englisch sprechen können, aber das können viele andere Außenminister sicher auch nicht. Er wird auch klar kommen.

Außerdem gab es da auch mal den Herr Schröder der zumindest von der Aussprache her auch eine Null in Englisch war. Und als Kanzler muss man ja schon auch manchmal mit dem Ausland sprechen.

Die Hauptkompetenz eines Außenministers liegt ja eh nicht im korrekt artikulierten Englisch, dafür gibts eh Dolmetscher, sondern eher in Diplomatie und sowas alles. Wobei ich jetzt auch nicht meine Hand dafür ins Feuer legen möchte dass er das besser kann als Englisch sprechen. 🙂

Was ich aber interessant finde ist die Tatsache dass Homosexualität auch in Ländern unter Strafe steht die durchaus mal in den Nächsten Jahren von einem deutschen Außenminister bereist werden wollen. Beispiel: Ägypten. Besonders seltsam finde ich die Ahndung dieser Tat im Landesvergleich in Somalia. Wenn man in einem gebiet in dem die Scharia gilt der Homosexualität überführt wird, bekommt man die Todesstrafe, ansonsten gibts drei Jahre Haft. Schon ein ziemlicher Unterschied, finde ich! Aber ich schweife ab …

Also das mit den Englischkenntnissen, fänd ich ungefähr so wichtig wie wenn der FC Bayern München plötzlich mit pinken Kniestrümpfen spielen würde: Zwar hässlich, aber fürs Ergebnis total egal.

Dieser Beitrag ist ursprünglich als Kommentar zu einem Beitrag in dem von mir sehr geschätzten Blog Sour Crowd gedacht gewesen. Das hier ist jetzt quasi die Zweit-Verwertung mit ein paar Erweiterungen. 🙂