HTC 7 Mozart – Klicki ohne Bunti

Ich weiß, ich bin spät dran. Aber besser spät als nie.

Dank der Deutschen Telekom durfte ich ein HTC Mozart testen. Ich möchte das Gerät hier mal umfassend beschreiben und bewerten. Angefangen bei der Hardware ansich.

Das Gerät sieht aus wie ein typisches HTC. Eine graue Schale, Vorderseite fast komplett aus Glas und ein paar Chrom-“Leisten”. Drin stecken eine 1 Ghz CPU, 576 MB Ram, ein 480 x 800 Pixel großes Touchdisplay. Also sehr ähnlich wie das iPhone 4. Das setzt sich auch bei den Sensoren und Funktechnologien weiter fort. Interessant fand ich, dass es neben einer Art Home-Button und einer Zurück-Taste auch einen Hardware-Button für Suche gibt. Den kann man als Entwickler zur Suche in der jeweiligen App nutzen. Wenn man zum Beispiel eine Telefonbuch-App hat, kann man durch Klick auf die Suchen-taste im Telefonbuch suchen. Wenn die geöffnete App aber den Suchen-Button nicht unterstützt, fliegt man aus der App raus und landet bei Google. Das fand ich schon etwas seltsam. Ich bin der Meinung einen Suchen-Knopf in Hardware braucht es nicht. iIn Vielen Apps ist das einfach unnötig. Man braucht ja dann eh ein Suchfeld in Software. Dann kann man auch irgendwo in seiner App ein kleines Suchen-Logo unterbringen. So verwirrt das mehr als es nützt.

Windows Phone 7 ist Microsofts Antwort auf iOS und Android. 2010 aufgetaucht, nachdem Microsoft seit Erscheinung des iPhones im Smartphone-Markt nicht mehr Fuß fassen konnte. Windows Phone 7 ist von Grund auf neu geschrieben. Es wurde besonders auf Touchscreens optimiert. Die Zielgruppe liegt nicht mehr nur bei Business-Kunden sondern auch Normalsterbliche sollen damit gut klar kommen.

Das Betriebssystem sieht auf jeden Fall erstmal sehr anders aus alles alles andere. Man findet keine typischen Icons vor, sondern zweifarbige Kacheln. Jede Kachel repräsentiert eine App. Wenn man drauf klickt startet die jeweilige App. Auf den Startbildschirm passen jeweils zwei Apps nebeneinander. Somit sieht man auch auf den ersten Blick nicht sehr viele. Die kacheln reihen sich so nach unten auf. Das heißt man scrollt nach unten wenn man mehr Kacheln sehen möchte. Nicht alle Apps die man installiert hat lassen sich hier finden. Es gibt oben rechts einen Pfeil nach rechts. Der führt einen zu einer Liste aller installierten Apps. Da sieht man wesentlich mehr auf einmal und hier kann man auch wählen ob die jeweilige App auf dem Start-Screen als Kachel zu sehen sein soll. Die Kacheln enthalten meistens den Namen des Programms und das zugehörige Icon in weiß. Manche Kacheln enthalten aber auch Bilder. Zum Beispiel natürlich die App mit der man seine Fotos anschauen kann. Außerdem kann die Kachel auch Informationen zur App liefern. Zum Beispiel zeigen die E-Mail und SMS-Apps an wieviele nachrichten man erhalten hat.

Die Farbe der Kacheln richtet sich nach dem eingestellten Theme. Das Theme besteht jeweils aus zwei Farben. Da gibt es ein paar Vorlagen die man auswählen kann. Weitere Einstellungen außer der Farbe sind nicht möglich. Das bedeutet auch, dass in den Apps selbst nur zwei Farben vorherrschen. Meistens sind das schwarz und weiß. Und manchmal noch die “besondere” Farbe die, die selbe ist wie die KAcheln. Das bedeutet, dass in der E-Mail-App alles gleich aussieht. Nur Links sind dann in einer dritten Farbe. Die meisten Apps besitzen auch keine definierte Struktur. Es gibt keine trennenden Linien oder Verläufe zwischen unterschiedlichen Bedienelementen. Eine Unterscheidung findet nur durch Schriftgröße statt. Für die Benutzerführung funktioniert das überraschend gut. Ich hätte gedacht dass man so ab und an verwirrt ist wo man jetzt was drückt und nicht weiß was zum Inhalt und was zur Bedienung gehört. Aber für das Auge ist das furchtbar. Man hat sich soo schnell satt gesehen an der Zweifarbigkeit. Das hat bei mir nach einigen Tagen (nicht sonderlich intensiver Benutzung) zu echter Abscheu geführt. Man ist furchtbar gelangweilt von seinem Gerät. Ich verstehe das echt nicht. Nur zwei Farben zu benutzen… der Arbeitsalltag der meisten Manager usw. wird ja schon langweilig genug sein. Da wollen die doch nicht auch noch von ihrem gerät gelangweilt werden.

Natürlich gibt es auch für Windows Phone 7 eine Art App Store. Da gibt’s (gabs) allerdings noch nicht so viele Apps zu entdecken. Ich habe glaub nur Twitter und Navigon Select ausprobiert. Etwas verwirrend ist auch, dass man am Anfang einige Kacheln auf dem Bildschirm hat die keine Apps sind, sondern nur Links in den App Store. Diese Apps muss man dann erst runterladen. Noch verwirrender ist, dass sowohl die telekom, als auch HTC diverse eigene Apps vorinstalliert hat. irgendwelchen Medienkram, mit dem man ganz toll Bilder und Videos verwalten können soll usw. Davon führen manche allerdings auch wieder zu App Stores. Mehrzahl weil es von HTC dann nochmal so nen extra-Ding gibt, wo es HTC-Apps gibt.

Die allgemeine Benutzung ist vergleichbar mit dem iPhone und Android-Geräten. Mir ist nichts aufgefallen, was besonders schlecht oder besonders gut im Vergleich zu bestehenden Lösungen ist.

Für mich als Mac-User war die Datenübertragung ein Problem. Damals gab es nur eine Beta des Windows Phone 7 Connector for Mac. Da konnte man nichtmal Videos oder Bilder vom Handy runterziehen. Nur Musik draufspielen Ging. Aber seit ein paar Wochen gibt es die Finale Version ja sogar im Mac App Store Windows Phone 7 Connector - Microsoft Corporation. Gut so!

Als Fazit kann ich sagen, dass das noch keine gute Antwort auf Androide, geschweige denn das iPhone ist. Klicki ohne Bunti funktioniert halt nicht. Mit dieser Benutzeroberfläche kommt man nicht weit. Komplexere Anwendungen können nicht nur mit zwei Farben realisiert werden. Und wenn man in dieses Schema mehr Farben reinzwängt sieht’s auch wieder unkonsistent aus. Da muss mehr Struktur her. Es fehlen auch noch einige Funktionen, wie Multitasking und Copy & Paste. Aber das wird sicher schnell nachkommen. Ich hoffe Microsoft bekommt da was an den Start. Denn Konkurrenz ist immer gut für die Geräte. Wenn Microsoft es schafft in irgendwas besser zu sein als Apple oder Google müssen die anderen nachziehen. Außerdem wäre es doch schade um Nokia. Ich denke nämlich wenn Nokia es jetzt nicht mit den Microsoft-Telefonen schafft, gehen sie zu Grunde. Das ist weder ihnen noch ihren Marktbegleitern zu wünschen. Suit up, Microsoft!

Outlook’s broken

Viele Firmen würden gerne schicke HTML-E-Mails als Newsletter verschicken, mit eigenem Design und veränderlichem Design, um sich von anderen Mails visuell abzuheben. Jedoch gibt es da ein Problem: Outlook 2007. Da Microsoft sein E-Mail-Programm leider genauso gut verbreiten konnte wie seinen genau so miesen Browser muss man einige Einschränkungen bei der Erstellung von HTML-Mails in Kauf nehmen.

2010 wird es ein neues Outlook geben. Die Chance für Microsoft einen Standardkonformen Mail-Klienten zu veröffentlichen. Jedoch will der Redmonder Software-Riese weiterhin bei der Word-Engine fürs E-Mail-Rendering bleiben. Außerdem drangen Stimmen nach aussen die verlauten ließen dass es für E-Mails ja eh keine wirklichen Standards gäbe.

Schade. Dabei müsste man sich doch nur mal etwas Kooperativ zeigen. Ist doch eigentlich nicht so schwer. Um das zu erreichen hat das  Email Standards Project eine Aktion ins Leben gerufen: “Outlook’s broken – Let’s fix it” Dadurch soll vorallem über Twitter (@fixoutlook) öffentlicher Druck auf Microsoft ausgeübt werden. Hoffen wir dass die Aktion ähnlich große Kreise zieht wie bisherige Twitter-Aktionen, damit wir Webentwickler uns mit einem Sorgenkind weniger rumschlagen müssen.

via Webkrauts

Microsoft soll Windows und IE entkoppeln [Update]

Die EU will Microsoft mal wieder ein hohes Bußgeld aufbrummen. Theoretisch find ich das ja gut, weil man einem quasi Monopolisten in einer Branche in der es soo viele Möglichkeiten gibt ruhig sehr bestimmt den Pfad der Tugend weisen darf. Aber halt nur wenn es gerechtfertigt ist.

In diesem Fall soll Microsoft die Internet Explorer nicht mehr mit dem Betriebssystem Windows zusammen verkaufen dürfen! Denn das sei, nach Ansicht der entsprechenden EU-Kommission, eine Wettbewerbsverletzung weil Microsoft seine beherrschende Marktposition ausnutze. Angeregt wurde das ganze von von der norwegischen Firma Opera Software ASA die mit dem Browser Opera ihren eigenes Produkt besser an den Mann bringen wollen.

Warum darf das nur der Marktführer nicht? Apple liefert mit OS X den Safari mit, Ubuntu den Konqueror und den Firefox und bei Suse Linux ist auch irgend ein Browser mit dabei. Wäre das nicht auch ungerecht oder ist ein Vorteil zu gunsten der kleineren erlaubt? Ich finde nicht denn bei jedem System ist ein Dateimanager dabei. Es gibt aber auch Dateimanager von Drittanbietern. Trotzdem ist es einfach irgendwie logisch dass man von vornherein seine Dateien ansehen darf. Es wäre ja irgendwie Schwachsinn Apple zu verbieten den Finder mit OS X mitzuliefern doer Microsoft zu verbieten Windows den Explorer mitzugeben. Denn heutzutage ist ein Dateibrowser einfach Standard. Genauso wie ein Internetbrowser.

Wie sähe das denn technisch aus. Ich installiere also Windows und möchte damit ins Internet. Ah… kein IE drauf um mir den Firefox zu laden. Wo bekomm ich denn jetzt nen Browser her? Muss Microsoft dann neben dem IE alle anderen wichtigen Browser auch mitliefern? Welche sind die wichtigsten? Oder gibt es dann ein Browser-Auswahlprogramm mit dem man im Internet ausschließlich über einen Microsoft-Dienst schauen kann welche Browser man denn so installieren könnte?

Alles kompliziert! Ich finde das Schwachsinn. Man sollte vielleicht etwas mehr Aufklärungsarbeit leisten. Microsoft könnte irgendwie darauf hinweisen dass es auch noch andere Browser gibt wenn man den IE zum ersten Mal startet. Aber ein Betriebssystem ohne Browser ausliefern? Oder mit allen? Oder über ein kompliziertes Verfahren einen runterladen? Neee… alles viel zu Umständlich!

Ich bin gespannt wie das ausgeht!

Quellen:
DiePresse
SpOn

Update:
Das Problem bei Microsofts Fall liegt oder lag daran dass Microsoft den IE so fest mit dem System verzahnt hat, dass man ihn nicht eben mal so schnell deinstallieren kann. Wenn man bei Mac OS X den Safari löscht, ist er weg und gut ist… aber Windows 7 wird ja jetzt in der EU auch in einer Version ohne IE ausgeliefert! 🙂

IE 6 für Windows Mobile

Grade hör ich Technikwürze, und da musste ich hören, dass Microsoft tatsächlich die RenderingEngine des Desktop-IE6 für Windows Mobile portieren will. ganz stolz sind sie dabei auf vollen Flash Support.
Was soll denn der Scheiß? Jetzt sind wir alle froh, dass der IE6 langsam weniger wird und dass man bald nicht mehr unbedingt schauen muss das seine Website im IE6 laufen. Da kommt Microsoft mit einem IE6-Revival an. Wieso nehmen die nciht wenigstens die IE7-Engine? Oder am ebsten noch gleich die vom kommenden IE8? Ich versteh das nicht…

Siehe auch ZDNet.de