Seagate GoFlex Desk

Nach dem LaCie-Desaster hab ich mich genauer informiert wies bei den anderen Herstellern von externen Festplatten mit Thunderbolt aussieht. Western Digital sagt dass sie Thunderbolt mögen, aber konkrete Informationen gibt’s noch nicht. Besser siehst bei Seagate aus. Bestellen kann man da auch noch nichts, aber auf dem Intel Developer Forum wurden Thunderbolt-Adapter für die GoFlex Serie vorgestellt. Seagate fährt mit den GoFlex-Festplatten eine etwas andere Strategie als die anderen Hersteller. Für jede Festplatte gibt es sogenannte Adapter, die dann die eigentlichen Anschlüsse enthalten. So kann man USB, eSATA, FireWire und bald auch Thunderbolt-Adapter kaufen. Das hat den Nachteil, dass man für jeden benötigten Anschluss einen neuen Adapter kaufen muss. Allerdings auch den Vorteil, dass man beim Transport immer nur die Festplatte ohne Kabel und Netzteil mitschleppen muss. Außerdem kann ich jetzt schon die Festplatte kaufen und später dann den Thunderbolt-Adapter dazu bestellen. Das habe ich gestern gemacht, heute kam sie an. Der Spaß hat mich 130€ für die 3TB Version gekostet. Ich bekomme also für fast 300€ weniger einen StandBy-Modus, drei mal so viel Speicherplatz und weniger Krach und muss dabei für den Moment auf die Thunderbolt-Geschwindigkeit verzichten. Als besonderes Schmankerl kann man sogar die Statusleuchten ausschalten. Selbst wenn der Thunderbolt-Adapter 200€ kosten würde wäre ich immernoch billiger dran als mit der LaCie-Platte. Ich rechne mal mit ca. 100€. Das ist zwar immernoch sehr teuer (die bisher verfügbaren Adapter kosten zwischen 15€ und 35€), nur für einen Adapter, aber bei Thunderbolt war bisher ja irgendwie alles sehr teuer.

Zur Festplatte kann ich bisher sagen, dass sie echt extrem leise ist. Habe noch keine leisere externe Festplatte gesehen. Selbst bei Schreibzugriffen knistert sie nur ganz leise. Die Statusleuchte blinkt nicht wild um, sondern pulsiert höchstens. Das Gehäuse ist nicht ganz so solide wie bei der LaCie-Platte, denn es ist aus Plastik, aber trotzdem nicht klapprig. Trotz ihres Lüfters wird die Little Big Disk von LaCie deutlich wärmer als die Seagate GoFlex. Zwei 2,5″ Festplatten werden wohl wärmer als eine mit 3,5″.

Seagate GoFlex Desk

Jetzt bin ich gespannt wann der Thunderbolt-Adapter erscheint. Bis dahin bin ich jetzt erstmal wieder zufrieden mit meiner festplatten-Situation.

LaCie Little Big Disk Thunderbolt

Vor kurzem habe ich meinen iMac und mein MacBook gegen ein neues MacBook Air mit i7 ausgetauscht. Ist in den meisten Belangen gleich schnell wie der iMac, jedoch deutlich handlicher und Geld sparte ich bei der ganzen Aktion auch noch. Allerdings habe ich darauf gesetzt, dass bald eine Thunderbolt-Festplatte käuflich zu erwerben ist. Neben einem sehr teuren Raid aus dem Hause Promise gab es da bisher rein garnichts. Meine 130 Gb Aperture Bibliothek passt natürlich hinten und vorne nicht auf ein MacBook Air. Und über USB oder WLAN macht das Arbeiten damit keinen Spaß. Da kommt Thunderbolt eigentlich grade recht.

Seit wenigen Tagen ist nun aber die Little Big Disk von LaCie mit Thunderbolt erhältlich. Die ist zwar mit knapp 400€ (das Thunderbolt-Kabel liefert LaCie nicht mit – muss man für 50€ extra kaufen) schweine teuer dafür, dass sie nur 1TB fasst, aber ich dachte mir wenn die sonst alle meine Wünsche erfüllt kann ich das vielleicht verkraften.

Gestern kam das gute Stück bei mir an. Der erste Eindruck war positiv. Das Gehäuse ist wirklich sehr klein! Aber kaum eingesteckt hat der Spaß ein Ende. Die Little Big Disk empfängt einen mit einem extrem hohen Surren, das langsam noch höher wird. Dazu kommt ein Rauschen wie es mein MacBook Air unter Vollast nicht hinbekommt. Die Festplatte soll bei mir auf dem Schreibtisch stehen nicht in nem Serverraum. Ich frage mich welcher Kreative Filmschneider (dementsprechend wird die Platte beworben) so arbeiten können soll? noch dazu kommt, dass das Ding keinen Ruhezustand kennt. Meine mehrere Jahre alte Western Digital MyBook Studio geht, wenn sie nicht gebraucht wird, schön in den Ruhezustand – die Platte dreht sich also nicht dauernd. Die LaCie Platte ist immer gleich laut, egal ob sie gebrauch wird oder nicht. So nen Ruhezustand ist doch inzwischen bei nicht ganz popligen Platten Standard dachte ich.

Ich habe mal ein kleines Video vom Einschalten gemacht:

http://vimeo.com/29699883

Dazu kommen noch ein paar Makel die eigentlich nicht soo schlimm sind, aber ich will sie mal nicht verschweigen. Da wäre zum einen diese riesige leuchtende blaue Licht andauernd. Wieso braucht man denn eine Statuslampe die so groß ist wie ein Flutlicht?

Die Little Big Disk hat des weiteren ausschließlich Thunderbolt-Anschlüsse. Zwei Stück. So richtig verstehe ich ja nicht wie man dann auf den hohen Preis kommt. Eine andere vergleichbare Platte von LaCie hat eSATA, USB und FireWire 400 und 800 und kostet 100€ weniger. Aber die ist vermutlich dann genau so laut und kann auch nicht schlafen. So eine Festplatte von Western Digital kostet momentan grade mal gute 100€ und die kann sogar den Ruhezustand.

Somit würde ich für mehr Laut, weniger Anschlüsse und Thunderbolt fast 300€ Aufpreis zahlen. Meine Fresse LaCie, ihr habt was falsch gemacht. Wenn das Ding jetzt leise wäre und schlafen könnte, wärs immernoch teuer, aber so ist das einfach nur lächerlich. Wie kann man ne externe Festplatte die sich beim ersten Anschalten fast schon kaputt anhört (nein, ist wohl leider nicht nur bei meinem Modell so) nur ernsthaft verkaufen? Ich werde meinen kleinen Abstecher (nach “missachteter” Warnung von @elfzehn84) zu LaCie diese Woche noch rückgängig machen. ich hoffe bis zum Weihnachtsgeschäft haben dann auch mal Western Digital und die ganzen anderen Thunderbolt-Platten am Start.

Alfred

Es fühlt sich so an als ob ich Alfred erst seit ein paar Tagen nutze. In Wirklichkeit ist es schon über einen Monat, aber es macht jeden Tag wieder auf neue extrem Spaß. 🙂

Alfred ist eine kleine feine Helfer-Mac-App die die selben Funktionen wie Spotlight hat und diese um noch viele weitere erweitert. Vor allem ist Alfred extrem gut an die eigenen Bedürfnisse anpassbar. Über Stichworte lassen sich viele bereits mitgelieferte Web Searches erreichen. Man kann sich aber auch selbst  solche Suchen einrichten. Wenn ich bei Alfred z.B. “Wetter Stuttgart” eingebe lande ich bei der Wettervorhersage für Stuttgart bei Wetteronline.

Über das Stichwort “find” kann man auch ganz einfach das Dateisystem druchsuchen. Wenn man die Datei die man such gefunden hat kann man durch einmal Pfeil nach rechts drücken sogenannte Actions auf die Datei anwenden. Und da wirds interessant. Alfred kann als Actions auch Skripte verwenden. Zum Beispiel habe ich mir ein Skript gebastelt, mit dem ich ganz einfach jegliche Film-Dateien in schöne *.m4v-Dateien umwandeln kann. Es ist aber auch möglich aus Alfred heraus zu twittern, Laufwerke zu mounten, Short-Links zu erzeugen usw.

Alfred bietet aber noch zwei besondere Schmankerl. Es gibt eine Clipboard History durch deren Aktivierung man Zugriff auf alles mögliche hat was sich jemals in der Zwischenablage befunden hat. Ich hab sowas ja schon früher benutzt, aber da wurden nur die letzten 15 Zwischenablagen gespeichert und man konnte diese auch nicht durchsuchen. Mit Alfred funktioniert das sehr komfortabel und praktisch.

Außerdem gibt es noch einen iTunes Mini Player. Dabei handelt es sich um ein schlankes Interface mit dem man seine iTunes Library durchsuchen kann und einzelne Alben und Titel abspielen kann. Ich als Alben-Hörer finde besonders toll, dass man ein Zufalls-Album abspielen lassen kann.

Das alles war nur ein kleiner Einblick was man mit Alfred alles machen kann. Mit ein wenig Skripting-Künsten und Hirnschmalz lassen sich da sicherlich noch so einige fancy Dinge umsetzen. Einige von diesen Features sind nur verfügbar wenn man sich den Alfred Powerpack für 12£ (~13,87€) kauft. Ansonsten ist das Programm kostenlos und auch im Alfred - Running with Crayons Ltd zu haben.

Der Entwickler von Alfred ist übrigens ein in Cambridge UK ansässiger freundlicher Mensch, der auch gern und oft über Twitter (s.a. @preppeller) und Tumblr Auskünfte gibt. Achja, und auf http://alfredtips.tumblr.com gibt eine gewisse Anna immer wieder Tips zu Alfred und stellt neue Features per Screencast vor.

iPhone-App: Sleep Cycle alarm clock

Seit ziemlich genau 28 Nächten nutze ich die iPhone-App Sleep Cycle alarm clock. Dabei handelt es sich um eine kleine aber feine Wecker-App. Man wird, je nach dem in welcher Schlafphase man sich gerade befindet, innerhalb eines einstellbaren Zeitraums geweckt. Das soll den Vorteil haben, dass man nicht aus dem Tiefschlaf gerissen wird, sondern sanft aus dem leichten Schlaf in den Wachzustand befördert wird.

Seit der letzte Woche erschienenen Version 3.0 gibt es auch einige Features die mir bislang gefehlt hatten. Zum Beispiel lässt es das Studentendasein bei mir ab und an zu, dass ich mir meine Zeit frei einteilen kann und somit auch nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt aufstehen muss. Außerdem möchte man ja vielleicht auch am Wochenende Statistiken seines Schlafes haben. Darum gibt es jetzt eine Funktion die einen nicht weckt, sondern einfach nur die Schlafphasen aufzeichnet.

Schlafphasengraph
Schlafphasengraph

Das hört sich erstmal absurd an. Wie soll man mit dem iPhone Schlafphasen erkennen können? Das funktioniert eigentlich relativ simpel: Das iPhone wertet die Daten des Bewegungssensors aus. Das setzt natürlich voraus, dass das iPhone während dem Schlafen auf der Matratze liegt. Außerdem muss das Gerät an den Strom angeschlossen sein, denn es muss ja andauernd Daten auswerten. Ohne Stromversorgung würde es lange Nächte vielleicht nicht durchhalten und man würde nicht geweckt werden.

Dieses Prinzip funktioniert ausreichend gut. Zwar wird die App wohl nicht an “richtige” Schlafphasenwecker heranreichen, die ab 200€ erhältlich sind, aber für 79 Cent kann man das schonmal machen. Ich bin bisher zumindest immer geweckt worden und das auch gefühlt sanfter als bisher.

Sleep Cycle alarm clock - Maciek Drejak Labs

http://www.mdlabs.se/sleepcycle/

Echofon

Mein Twitterclient heißt inzwischen Echofon. Anfangs benutze ich kurz Twitterrific Twitterrific und bliebt dann lange Zeit bei Tweetie. Allerdings hinkt die Mac-Version der aktuellen Entwicklung bei Twitter mächtig hinterher. Die iPhone-Version gibts inzwischen in der zweiten Version Tweetie 2. Aber dafür muss man nochmal Geld hinlegen. Und ich finds bescheuert für sowas wie Twitter Geld auszugeben. Darum habe ich einen Twitterclient gesucht der die neuen Twitter-Features wie z.B. Retweets unterstützt und kostenlos ist. Gelandet bin ich bei Echofon. Und siehe da, Echofon ist auch noch besser zu bedienen als Tweetie. Besonders die Unterhaltungs-History und die Growl-Anbindung finde ich sehr praktisch.

Bei der iPhone-Version Echofon for Twitter ist sehr praktisch, dass man Bilder und Links auch direkt in der Übersicht anklicken kann. Bei Tweetie (1.3.2) kann man ein Bild und einen Link erst anklicken wenn man zuvor den Tweet ausgewählt hat. Das nervt wenn man mehere Sachen zu klciken hat. Da muss man immer in jeden einzelnen Tweet rein- und rausnavigieren.

Wenn man doch etwas Geld in die Hand nehmen möchte bekommt man mit der Pro Version Echofon Pro for Twitter fürs iPhone eine Synchronisation der Tweets zwischen iPhone und Mac. Allerdings finde ich jeden Cent den man für Twitter ausgibt zuviel, zumindest als Privatperson.

Them Crooked Vultures

Them Crooked Vultures - Them Crooked VulturesAmazon

Dave Grohl (Foo Fighters, Schlagzeug), Josh Homme (Queens of the Stone Age, Gitarre und Gesang) und John Paul Jones (Led Zeppelin, Bass) sind zusammen “Them Crooked Vultures“, was etwa “Die Krummen Anzugträger” bedeutet. Eine Band der Superlative – theoretisch zumindest.

Dave Grohl hat mit Nirvana das Rock Genre aufgemischt und mit “Grunge” eine neue Stilrichtung gegründet. Auch die Foo Fighters, bei denen Grohl am Mikrophon steht und Gitarre spielt, konnten und können große Erfolge feiern.
Auf Josh Homme geht ebenfalls eine Stilrichtung des Rocks zurück – Stoner Rock, etabliert mit seiner ehemaligen Band Kyuss. Die Queens of the Stone Age haben diese Richtung konsequent ausgebaut.
John Paul Jones ist angeblich eine Rock-Legende. Ich selbst hab bewusst zwar noch nie was von Led Zeppelin ((Als “Musik-Kenner” bin ich jetzt vermutlich schonmal durchgefallen. :-D)) gehört aber sie werden immer mal wieder erwähnt.

Bei den “Them Crooked Vultures” kommt das alles zusammen. Beim ersten Genuss des gleichnamigen Debut-Albums hört sich alles auch etwas zusammengewürfelt an. So ähnlich ging es mit auch bei System of a Down. Da wars nur noch wilder. Aber schon beim zweiten Durchgang bekommt man ein Gefühl für Them Crooked Vultures. Es fügt sich alles zueinander. Musikalisch ähnelt es sehr den Queens of the Stone Age und in den melodischen Parts auch Wolfmother. For allem das Intro von “Elephants” hat es mir angetan. Dieses schön aufeinander aufgebaute Gitarrenriff ist einfach toll! Da will man nur noch tanzen!

Kann man kaufen! 🙂

Zombieland

[xrr rating=9/10]

via http://www.outnow.ch

WebsiteIMDbTrailerAmazon DVDAmazon OSTDavid Sardy - Zombieland (Original Motion Picture Soundtrack)
Regie: Ruben Fleischer

Ein Film auf den ich mich (zu Recht) richtig gefreut hatte. Leider war es echt schwierig  ihn anzuschauen. In den vier größeren Kinos hier im Umkreis war Zombieland nicht zu sehen. Wir mussten erstmal 50 Kilometer fahren und da kam er auch nur alle zwei Tage.

In den USA bzw. auf der ganzen Erde ist ein Zombievirus ausgebrochen. Die allermeisten Menschen sind zu Zombies geworden. Nur vereinzelt irren noch Menschen umher die Glück hatten. So treffen der nach strengen Regeln lebende, vorsichtige Columbus (Jesse Eisenberg) und der Draufgänger Tallahasse (Woody Harrelson) aufeinander. Sie heißen mit echten Namen natürlich anders, aber sie benutzen diese nicht um keine emotionale Bindung zueinander aufzubauen. Sie tun sich zusammen weil sie beide in die selbe Richtung müssen, Columbus auf der Suche nach seiner Familie in Columbus und Tallahasse auf der verzweifelten Suche nach Twinkees. Trotz ihrer gegensätzlichen Einstellung kommen sie relativ gut miteinander klar. Bald treffen die beiden auf weitere echte Menschen. Die zwei Schwestern Little Rock (Abigail Breslin) und Wichita (Emma Stone). Diese entpuppen sich allerdings als Trickdiebe und klauen den beiden kurzerhand das Auto. Nachdem die beiden Schwestern ihnen nochmals das Auto klauen dürfen die beiden Jungs wenigstens mitfahren. Wichita will ihre kleine Schwester in einen angeblich Zombiefreien Vergnügungspark in Kalifornien bringen. Die vier freunden sich unterwegs etwas an und werden quasi ein Team. Sie hinterlassen eine Spur der Zerstörung die meist auf Tallahasses Regel “Genieße die kleinen Dinge” beruht. Mit ein paar Abstechern, zum Beispiel über Bill Murrays Haus in Berverly Hills, kommen sie aber schließlich an ihrem Ziel an. Jedoch sieht es dort anders aus als erwartet …

Zombieland haut so richtig drauf. Vor allem Woody Harrelson darf als Tallahasse mal so richtig Dampf ablassen. Wenn er etwas zerstört dann ist das schon fast Kunst. Und er tut das oft und gerne und mit den Unterschiedlichsten Werkzeugen. Ja, auch ein Banjo ist eine Waffe. Überhaupt strotz der Film vor lustigen Einfällen und ausgefallenen Ideen. Zum Beispiel fragt Tallahasse gerne, nachdem er mal wieder mit Hingabe zerstört und gekillt hat, Columbus gerne ob das jetzt der Zombiekill der Woche war. Columbus verneint und liefert den Zombiekill der Woche in einem Einspieler nach. Auch die ganzen 37 Regeln (oderso) von Columbus werden schon in 3D Schrift in die Umgebung eingesetzt wenn sie erklärt, beachtet oder missachtet werden. Schon das Intro in Superduperzeitlupe ist eine Augenweide.

Humoristisch gesehen ist Zombieland wohl einer der lustigsten Filme des Jahres. Wenn man denkt es geht jetzt langsam dem Ende zu taucht Bill Murray auf und dann ist alles zu spät – für die Lachmuskeln.

Abigail Breslin ist auch immer wieder gut. Bei jedem Film in dem sie mitspielt denke ich, man ist die groß geworden. Jetzt weiß ich wie sich die ganzen “alten Leute” meiner Kindheit immer gefühlt haben müssen. 🙂 Aber wenn man klein ist verändert man sich halt sehr schnell.

Ich bin gespannt auf Teil 2 der ja schon quasi sicher ist! Ein toller Film! Sehr empfehlenswert. Unbedingt anschauen, falls noch möglich. Ansonsten: Auf dem Medium der Wahl kaufen! 🙂

Avatar – Aufbruch nach Pandora

[xrr rating=5/10]

via http://www.outnow.ch

WebsiteIMDbTrailer • Amazon OSTLeona Lewis - Avatar (Music from the Motion Picture)
Regie: James Cameron

Eigentlich wollte ich diesen umhypten selbsternannten Meilenstein der Filmgeschichte garnicht sehen. Denn die Story interessierte mich nicht wirklich. Allerdings wollte ein Kumpel unbedingt rein und ein anderer krönte den Film mit zum besten was er je gesehen hatte. Mein grundsätzliches Interesse an der 3D Technik tat dann noch den Rest und ich war “überredet”.

Im Film selbst lernt man dann dass man sich um die Story eh nicht so viele Gedanken machen sollte, denn die ist nicht so dolle:
Auf dem Planeten Pandora gibt es einen tollen Rohstoff der pro Kilo 2o Millionen Dollar wert ist. Das Problem ist, dass es auf Pandora einen Stamm Ureinwohner, also Aliens, gibt die direkt über dem größten Vorkommen dieses begehrten Rohstoffs ihr Dorf haben. Die Menschen können aber Avatare züchten. Das sind quasi leblose Alienkörper mit einem Schuss menschlicher DNA. Der zur DNA gehörige Mensch kann dann den Avatar steuern und sich mit den Aliens, die sich selbst Na’vi nennen anfreunden. Der im Rollstuhl sitzende ehemalige Marine Jake Sully (Sam Worthington) soll den Avatar der für seinen verstorbenen Bruder gezüchtet wurde steuern. Durch Glück kommt er relativ schnell an die Na’vi heran. Vom Militärchef (Stephen Lang) bekommt er nun den Auftrag die Na’vi dazu zu bringen umzusiedeln, so dass die Menschen an die Rohstoffe unter ihrem Dorf kommen. Ihm werden als Belohnung seine echten Beine versprochen. Allerdings erkennt Jake schnell, dass die Na’vi sich nicht umsiedeln lassen werden. Denn sie sind ein Volk dass im Einklang mit ihrer Umgebung lebt. Sie haben eine Enge Verbindung zu allem was wächst und lebt. An manche Lebensformen können sie sich sogar über Kontakte in ihrem Zopf anschließen. So können sie zum Beispiel Drachen und Pferde per Gedanken reiten und Erinnerungen in einen Baum hochladen. Es ist unausweichlich, dass die Menschen die mit Pfeil und Bogen kämpfenden Na’vi angreifen. Jake muss sich entscheiden ob er weiterhin den Menschen in die Hände arbeitet oder den Na’vi hilft ihre Existenz zu erhalten.

Eigentlich brauche ich das Ende garnicht offen lassen, denn irgendwie kann sich eh jeder denken was passiert. So geht es einem an vielen Stellen des Films. Irgendwie ist alles schonmal da gewesen. Menschen sind böse und raffgierig und zerstören ihre Umwelt und räumen Störenfriede brutal aus dem Weg, nur für ihren eigenen Vorteil. Aber am Ende gewinnt dann doch der schwächere und die bösen Müssen verdutzt heimgehen. Der Zuschauer weiß dann: Aha, die Menschen sind böse und raffgierig …

So, das war die Message die so offensichtlich ist dass es schonwieder langweilig ist. Außerdem bringts eh nix. Denn sie erkennt zwar jeder aber da das nichts reales ist hat das trotzdem für alle nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Vor allem wenn das ganze dann noch so bombastsich verpackt ist wie Avatar.

Der eigentlich Film besteht hauptsächlich aus “durch den Wald rennen” und “kämpfen”. Humoristisch gesehen ist der Film ein Totalausfall. Klar, es will wohl eher ein Actionfilm sein. trotzdem kann man erwarten dass die paar Witzlein die drin sind auch gut sind. Aber als die sterbende Wissenschaftlerin an einem ganz tollen Ort der Na’vi aufwacht ist das erste was sie haucht “Ich muss Proben nehmen!” Woah! Brüller! *gääähn*

Was die Effekte angeht gibts natürlich nix zu mäkeln. Sieht alles super genial aus. Die Welt um die Na’vi herum hat so einen blau-, gelb-, grün-, pink-Glow auf dunkelblau. Das sieht toll aus. Die 3D Technik ist dezent eingesetzt und wirkt meistens schön. Allerdings brauch ich sie nicht. vermutlich hätte ich den Film ohne 3D auch nicht besser oder schlechter gefunden. Auf jeden Fall möchte ich nicht für jeden größeren Film in den nächsten zwei Jahren 10€ bezahlen. Ich hoffe die gibts dann auch immer noch in 2D.

Die Welt der Na’vi ist auch sehr schön angelegt, finde ich. Zwar ist das schon fast etwas zu offensichtlich eine Traumwelt, weil alle so dermaßen miteinander im Einklang leben, aber trotzdem schön anzuschauen, so als Märchen. So zum angucken allein sind die Na’vi Szenen echt genial! Das ist quasi ein gestalterisches Kunstwerk.

Ich hoffe der Film geht nicht als Meilenstein in die Filmgeschichte ein und bekommt nicht so viele Oscars. Für Specialeffects von mir aus, aber sonst? Allerdings siehts momentan leider aus. Finanziell bricht Avatar grade alle Rekorde. Er sollte wenigstens nicht als bester Film 2009 in den Gedächtnissen verankert sein. Diesen Titel hätte eher zum Beispiel Inglourious Basterds verdient.

Storymäßig finde ich den Film richtig schlecht bzw. halt total langweilig. Die Umsetzung ist auch nichts besonderes, nur dass es halt toll aussieht und nicht auf der Erde spielt. Das einzig tolle an dem Film ist das Volk der Na’ri und das Aussehen deren Umgebung. Man könnte sich ausschnitte des Films als animiertes 3D Bild, falls es sowas gäbe, ins Wohnzimmer hängen, als Deko. Aber so als Spielfilm, eindeutig überteuert, überhyped, überbezahlt, überbewertet.

Neuer Mac-Feedreader: Gruml!

Wer für den Mac einen Feedreader sucht wird viele finden. Wenn er jedoch mit Google Reader synchronisieren soll, wird die Auswahl schon sehr klein. Da gibts nämlich genau drei die das können.

Der “älteste” ist Eventbox und tauchte letztes Jahr auf. Jedoch ist Eventbox eher auf Twitter und so Social Network Kram zugeschnitten und meiner Meinung nach für Feeds eher unbrauchbar.

Dann wäre da noch der in Ungnade gefallene NetNewsWire. Man kann wohl unverhohlen behaupten dass NetNewsWire lange Zeit der Feedreader auf dem Mac war. Leider konnte er nicht ganz mit der Zeit mithalten. Das Interface von Newsgator um seine Feeds unterwegs abzurufen war grottig, die iPhone-Applikation (NetNewsWire) wird eher Stiefmütterlich behandelt und Google Reader wurde immer populärer. Ich denke, als dann mit Byline (Byline) ein nahezu perfekter Google Reader Client fürs iPhone erschien war es um das alte NetNewsWire geschehen. Jetzt haben die Entwickler einen völlig neuen Weg eingeschlagen. Sie bauen die ehemalige Konkurrenz ein die eigene Applikation ein. NNW macht jetzt einen auf Google Reader. Allerdings bauen sie quasi den neuen Dienst in das alte Userinterface ein. Das wirkt irgendwie so sehr überfrachtet. Darum ist NNW auch keine Empfehlung.

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Gruml in der Hauptansicht

Der Dritte im Bunde ist gaaanz neu. Grade mal ein paar Wochen alt macht sich Gruml mit seinem lustigen Namen schon ganz gut im Feedreaderuniversum. Er ist klein, schnell, einfach und unterstützt alle Google Reader Funktionen. Was mir besonders positiv auffällt ist, dass den Nutzern zugehört wird und große Anliegen auch sofort angegangen werden. Und mit sofort meine ich dass momentan alle paar Tage eine neue Version erscheint die wieder deutlich besser ist als die alte.  Ein “Killerfeature” sind zum Beispiel die Möglichkeit die Website zum jeweiligen Artikel wahlweise im Default-Browser oder als Tab in Gruml selbst zu öffnen. Man kann auch seine Feeds in Ordner sortieren. Auch die werden dann mit Google Reader synchronisiert.Wirklich praktisch, und wenn die Entwicklung mit dem Tempo weiter vorangeht bekommt der Entwickler dafür den nächste Apple Design Award auf der WWDC 2010! 🙂

Public Enemies

[xrr rating=5/10]

via http://www.outnow.ch
via http://www.outnow.ch

WebsiteIMDbTrailerAmazon DVDAmazon OSTOtis Taylor - Public Enemies (Original Motion Picture Soundtrack)
Regie: Michael Mann

Ohoh, ein Film von Michael Mann. Da hab ich ja schonmal miese Erfahrungen gemacht. Aber auch schon bessere und schon richtig gute (Collateral) über die ich noch nix geschrieben hab. Diesmal wars leider eher wieder mies. Aber erstmal kurz die Story.

John Dillinger (Johnny Depp) ist der erfolgreichste Bankräuber der Zeit. Da die Polizei immer nur innerhalb eines Bundesstaats agieren kann, flieht er einfach nur über die Bundesgrenze und ist in Sicherheit. Ein gewisser J. Edgar Hoover (Billy Crudup) findet das doof und setzt seinen besten Mann Melvin Purvis (Christian Bale) auf Dillinger an. Doch er hat auch starke Probleme. Dillinger kann sich immernoch ziemlich frei bewegen. Erst als eine Komplizin von ihm gezwungen wird seinen Aufenthaltsort preiszugeben wird es eng für ihn …

Vermutlich einer schlechtesten Johnny Depp Filme die es gibt. Ich hab gleich drei Handfeste Kritikpunkte.
Gleich zu Anfang ist mir die Kamerführung auf die Nerven gegangen. WackelWackelWackel! Wenn man Wackelkameras gezielt und sparsam einsetzt kann das ja wirklich nett wirken (siehe Miami Vice), aber dauernd und auch total sinnlos und so schön abwechseln. Eine Einstellung mit Wackelkamera und eine mit festgeschraubter Kamera. Später im Film wurde es entweder besser oder ich hab mich dran gewöhnt.
Die Dialoge sind teilweise total bescheuert. “Aber Baby, ich werde zu dir nach Chicago kommen. Denn ich gehöre zu dir wie der Essig zur Gurke… Du weißt das. Sag dass du es weißt.” Naja, so in dem Stil eben.
Und dann drittens: Viel zu langgezogen. Mal wieder. Michael Mann lässt sich gern Zeit. Diesmal gings wieder nicht auf.

Schade. Aus dem Stoff hätte man wirklich was machen können. Da hätte man mal einen Tim Burton oder noch besser Clint Eastwood ran lassen sollen. Aber letzterer hat ja keine Zeit, der will sich zur Ruhe setzen. Buuuh! Collateral war dann wohl ein positiver Ausrutscher vom Herr Mann. Mal sehen ob sowas mal wieder kommt. Johnny Depp kommt auf jeden Fall im Herbst auch schon wieder. Und zwar in Terry Gilliams The Imaginarium of Doctor Parnassus. Da sah der Trailer richtig toll aus. (Und dann kommt da ja auch mal noch Alice im Wunderland 😉 )