Eisschicht unter Schneedecke

Eine Woche nach dem rasanten Eintreffen meiner NC-17 Pedale von ChainReactionCycles in Nordirland, hab ichs endlich geschafft sie zu montieren. uns sind doch tatsächlich die Schraubenschlüssel abhanden gekommen. Nach zwei Tagen intensiver Suche gab ich mich geschlagen und kaufte im Baumarkt für 10€ neue. Damit hats dann gleich super geklappt.

Leider bin ich zur Zeit a) etwas angeschlagen und b) ist das Wetter eher suboptimal fürs Radfahren. Darum hab ichs nur zu einer knapp vier Kilometer langen nächtlichen Testfahrt bisher gebracht. Allerdings hat diese gleich meinen Sturz und ein verschrammtes Pedal zur Folge gehabt. Erfolg auf ganzer Linie quasi. Es lag ca. 5 cm Neuschnee. Den Schlittenbuckel bin ich noch gut hoch und runter gekommen. Allerdings verbarg sich auf der Rollschuhbahn unter der Schneedecke offensichtlich eine Eisschicht. Das hatte ich nicht bedacht und schwubbs lag ich. Allerdings gings dann noch weiter. Dank der Eisschicht rutschte ich samt Fahrrad noch gemütlich mindestens einen Meter. 🙂 Das Pedal hat jetzt wie gesagt eine nicht unerhebliche Schramme, aber das wird sicher nicht die einzige bleiben. Ich hoffe nur dass mir das nicht öfter passiert, weil sonst ist irgendwann vom Pedal nix mehr übrig.

An sich funktionieren die Pedale im Zusammenspiel mit den Schuhen von 5.10 echt gut. Die Pins krallen sich spürbar in den Schuhen fest und man hat einen guten Halt. So macht im holprigen Gelände fahren gleich viel mehr Spaß. Ich freue mich schon auf die Wurzeltrails im Schönbuch und auf der Schwäbischen Alb! Die sind allerdings nur ohne Schnee zu fahren. Daher hoffe ich dass sich das Wetter bald mal entscheidet ob es Schnee oder keinen Schnee haben möchte denn die Mischung und der daraus resultierende Schneematsch ist einfach beschissen zum Fahrradfahren.

Dreckswetter

Na, das is´n Dreckswetter, da bleib ich zu Haus.

… ließ Heinz Erhardt mal eine Jungfrau sagen.

Ich bin zwar auch eine Jungfrau ((Ich spreche natürlich von soo einer Jungfrau.)), aber ich halte es eher mit der Ansicht “Raus, egal bei welchem Wetter!” Da kommen denn aber bisweilen ziemliche Sauereien raus. Zum Beispiel kam ich vergangenen Montag mit Sommersprossen in der Uni an. Die musste ich dann erstmal entfernen.

Auf dem Heimweg über den Spitzberg zwischen Tübinger Schloss und der Wurmlinger Kapelle habe ich den Höhentrail ((Derda zwischen den zwei Fotos. 🙂 )) mit DX und Schnee(matsch) getestet. Ging gut. Aber hinterher hatte ich noch mer Sommersprossen. Vor allem die Rückansicht war voll versaut. Das musste ich dann erstmal abschrubben. Aber das wirklich Dumme ist nicht der dreckigeRucksack, der stört mich kaum. Allerdings bekommt auch das Gesäß eine ordentliche Menge der kalten Dreckbrühe ab. Spätestens wenn man sich wieder irgendwo hin setzt wird das dann extrem ungemütlich. Somit befürchte ich, dass ich doch mal über den kauf eines kleinen aber feinen Schutzblechs nachdenken sollte. Wenigstens für hinten.

Dieses doofe Schneeschmelzwetter macht nicht nur Dreck sondern verdirbt einem auch den Fahrspaß. Auf festgetretenem Schnee kann man fahren, durch frischen Schnee kann man sich durchkämpfen, aber über ehemals gefrorenen schmelzenden Schnee kann man nicht fahren. Diese schlimme Schicht war nur ca. 3 cm hoch aber die Fahrradreifen sind darin eingebrochen und mussten sich dann eine Spur durchs Eis brechen. Wie ein kleiner Eisbrecher. Nur so ein Fahrradrad läßt sich leicht ablenken und rutscht auch gern auf den gerade selbst abgebrochenen Eisstückchen. Da ist ein Vorwärtskommen nur schwerlich möglich. So kommen wahnwitzige Durchschnittsgeschwindigkeiten von 8 – 12 km/h zustande!

Naja, jetzt mach ich erstmal drei Tage Tapetenwechselurlaub in Österreich mit einigen Freunden und vielen Ideen. Danach hats hier hoffentlich entweder wieder Schnee oder keinen Schnee. Aber auf jeden Fall wirds Schuhe ((5.10, Yeah!)), nen Helm und Pedale haben. *harharharr* :mrgreen:

Snowride

Gestern war ich endlich mal so richtig im Schnee unterwegs. Seit drei Tagen hats bei uns ca. 20 cm Schnee. Auch viele Straßen sind bedeckt. Das muss man natürlich ausnutzen und das kostenlose Gleichgewichts- und Techniktraining mitnehmen.

Wie man sieht bin ich in der knappen Stunde nicht weit gekommen. Grade mal 8 Kilometer. So kommt auch eine schlappe Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h zustande. Ich war ja darauf gefasst, dass es schwer werden würde sich durch den Schnee zu pflügen, aber so schwer? Teilweise bin ich an leichten Steigungen gescheitert, weil ich im Schnee rumgerutscht bin und einerseits nicht schnell genug war um den Schnee wegzudrücken und andererseits mit dem Gleichgewicht zu kämpfen hatte. So war es ein echter Kampf bis fast zu Weiler Burg hoch. Den Berg runter habe ich dann einige Trails gewählt die mutige Biker bereits für mich “gespurt” hatten. Und ich muss sagen, dass ist sau geil im Schnee Trails den Berg runter. Da rutschts und holperts und es ist toll. Das geht in die Arme wie nochwas. Man muss nämlich zusätzlich zum Geholpere noch das Gerutsche mit den Armen (und dem Körper) ausgleichen. Leider war meine Zeit gestern begrenzt. Morgen wird sie zwar auch begrenzt sein, aber ich hoffe ich schaffs morgen mittag nochmal hin und kann paar mal rauf und runter fahren. Ich hätte garnicht gedacht, dass es da so viele Trails gibt. Ich bin nur zwei gefahren, aber gesehen hab ich bestimmt fünf. Die sind bestimmt alle nicht sonderlich lang. Aber sie sahen alle toll aus!

Cube im Schnee

Beim Heimweg hats mich dann auch zum ersten Mal mit neuem Fahrrad richtig reingehauen. An so einem extrem steilen 2m-Abhang wie man ihn auf Obstwiesen ab und an findet wollte ich locker flockig runter flutschen. Allerdings hat der Schnee den Graben verdeckt dem dem Vorderrad die Weiterfahrt versperrt hat, so flog ich über die Lenkstange und rollte mich sanft im Schnee ab. 🙂

Mountainbiken im Winter ist auf jeden Fall eine Erfahrung! Und ich glaube man lernt wirklich einiges über sein Fahrrad. Vorallem was Driften und Gleichgewicht angeht.

Rennen nicht Laufen

In den letzten Tagen habe ich mich vermehrt unwohl gefühlt. Ich glaube das auf meine Unsportlichkeit den ganzen Winter über schon zurückführen zu können. Normalerweise fahr ich ja Fahrrad in solchen Situationen. Aber eben jenes ist grade verhindert. Es hat aus unerfindlichen Gründen einen achter, die Bremse bremst dauernd und sowas alles. Ich hab schlichtweg überhaupt keine Lust das Ding in der Kälte mit verschmierten und verdreckten fingern zu reparieren. Wenns warm ist macht mir das sogar richtig Spaß aber so im Winter in der kalten Waschküche, neee. Darum hab ich mir gedacht es ist an der Zeit mal was neues auszuprobieren. Also bin ich heut in der Gegend rumgejoggt. Schreibt man das so? 

Laufstrecke

Das dürften so um die fünf Kilometern gewesen sein. Allerdings hat mir schon nach einem die untere Wade weh getan. So Springereien bin ich einfach nicht gewöhnt. Weil Laufen find ich eigentlich doof denn wieso soll ich laufen wenn ich auch mit dem Fahrrad fahren kann? Spaß gemacht hats trotzdem. Vorallem tat es wirklich sich mal wieder so richtig zu verausgaben. Aber morgen reparier ich mein Fahrrad! 🙂

Richtig Schnee

Im Winter 1981/82 gab es auf der Alb noch wirklich richtig Schnee. Ein Meter hoch – nicht so abwegig. Kaum zu glauben, aber wahr:

Albstadt-Ebingen, Winter 1981/82

Das war zwar damals auch schon echt viel Schnee, aber nicht so unmöglich wie heute. Schade. Ich würde es gerne mal erleben so richtig eingeschneit zu sein. Nicht nur weil dadurch die öffentlichen Verkehrsmittel vermutlich erstmal still stehen würden und man daher weder arbeiten noch zur Uni könnte. Sondern eher weil ich diese Stimmung mal gern erleben würde. Ich stelle mit das Gefühl vor wie “Land unter” in Friesland nur ohne so viele Schäden. Aber ich glaube ich muss nach Schweden oder in die Schweizer Alpen ziehen um das in diesem Leben noch mitzubekommen.